Ein Biergarten am Inn?

Es ist immer wieder Thema, wenn es darum geht, wie man Wasserburg noch attraktiver machen könnte. „Wir haben ja alles, aber was fehlt, ist ein Biergarten …”, hört man von unterschiedlichsten Seiten. Diesen Wunsch hat das Bürgerforum/ Freie Wähler nun als konkreten Antrag dem Hauptausschuss vorgelegt, der das Vorhaben grundsätzlich für gut heißt, jedoch an der Umsetzbarkeit zweifelt.

Dass es bereits zwei Biergärten gebe, am Palmanopark und am Bahnhofsplatz, werde zu selten wahrgenommen, betonte Bürgermeister Michael Kölbl, räumte jedoch auch ein, dass diese womöglich nicht die klassischen Idealvorstellungen eines Biergartens erfüllten.

Edith Stürmliger (Bürgerforum) erklärte, dass man sich den Inndamm als potenziellen Ort vorstellen könne, wobei die Stadt aber in Vorleistung gehen müsse, was eine Begradigung der Fläche beispielsweise angehe.

Kölbl entgegnete, dass etwaige Vorleistungen dann jedoch auf die Pacht umgelegt werden müssten, was die Lukrativität eines Biergartens wieder schmälern würde. Zudem sei der Inndamm Eigentum des Freistaates Bayern, weshalb man sich erst mit dem Wasserwirtschaftsamt über die Nutzung einigen müsste.

Werner Gartner (SPD) zeigte sich der Location am Inndamm gegenüber skeptisch. Bei vorherigen Versuchen, den Bereich bis in die späteren Abendstunden hinein zu bewirten, habe man schon mehrmals Probleme gehabt. „Beim Theater Wallenstein vor sechs Jahren zum Beispiel, da hat man’s nicht lange dort ausgehalten. Ab neun wird’s klamm und ungemütlich – auch im Sommer.”

Markus Bauer (CSU) äußerte sich zudem mit dem Aufwand und der Rentabilität für Wirte nachdenklich. „Die Saison ist von Mai bis Oktober. Ich denke nicht, dass da die Nachfrage so groß sein wird.”

Die Stadt könne jedoch als Kontaktperson für potentielle Interessenten fungieren. „Aber es muss erst Mal jemand gefunden werden. Bis jetzt haben sie uns die Tür nicht eingerannt”, so Kölbl.

Der Hauptausschuss würde etwaige Vorhaben jedoch einstimmig unterstützen.