Ein außergewöhnliches Schuljahr

Große Herausforderungen für Schüler und Lehrer an der Wasserburger Mittelschule

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Und wieder geht ein Schuljahr an der Mittelschule Wasserburg zu Ende – allerdings keines das in dieser Form schon jemand zuvor erlebt hat, weder die alten Hasen an der Schule, noch die jungen Hüpfer. Ein Jahr, in dem manche Klassen nahezu drei Monate das Schulgebäude und ihre Klassenzimmer nicht betreten haben, in dem für Schüler wie auch für Lehrer „digitaler Unterricht“ eine große Bedeutung bekommen hat, in dem es wirklich für alle große Herausforderungen zu meistern galt.

Vor allem aber traf es die Abschlussklassen, die kurz vor ihren Prüfungen standen und somit eine Vorbereitung auf diese von zu Hause stattfand. Aufgaben wurden per „Mebis”, dann via Schülerportal erteilt, Lösungen per Selbstkontrolle verglichen, Fragen über verschiedene Kanäle, etwa auch über „Telegram” an Lehrer gestellt, die mehr denn je erreichbar waren.

Als am 27. März dann endlich wieder Präsenzunterricht gehalten wurde, zwar mit geteilten Klassen, strengen Hygieneauflagen und Infektionsschutzmaßnahmen, waren alle heilfroh. Die diesjährigen Entlassschüler werden allerdings in keiner Weise Normalität erfahren, da ihre Prüfungen unter strengen Auflagen des Infektionsschutzes abgehalten wurden, und sie auf eine große Abschlussfeier verzichten müssen.

Aufgrund der Ausnahmesituation in diesem Jahr werden am Freitag, 24.Juli, alle Abschlussschüler entlassen, Es finden insgesamt vier kleiner Abschlussfeiern statt, auf die die Schüler aufgeteilt werden. Diese finden in der für 50 Personen bestuhlten Aula statt. Sie werden jeweils 45 Minuten dauern und eine Begrüßung mit Ansprache der Schulleiterin Maria Albert, eine Videobotschaft des Bürgermeisters, eine Ansprache der Klassenleiterinnen sowie die Zeugnisverleihung und die Ehrung der Klassenbesten durch die Klassenleitung, den Elternbeirat und die Schulleitung beinhalten. Nicht nur in Betracht der außergewöhnlichen Rahmenbedingungen für diesen Prüfungsjahrgang können die Abschlussschüler erfolgreiche Leistungen aufweisen.

Den qualifizierten Mittelschulabschluss haben 68,2 Prozent der 44 Teilnehmer bestanden. Die beste Schülerin war dabei von den internen Teilnehmern Lenie Kebinger aus der 9a mit einem Notendurchschnitt von 1,4. Darüber hinaus haben 87,5 Prozent der acht Teilnehmer der Praxisklasse den Abschluss der Mittelschule erfolgreich absolviert. Bester Schüler hierbei war J. Mehdi mit einer Gesamtnote von 2,2.

An der Mittleren Reife Prüfung haben dieses Jahr insgesamt 73 Schüler teilgenommen, wovon 94,5 Prozent erfolgreich bestanden haben.

Somit haben dieses Jahr von insgesamt 125 Prüflingen 106 die Abschlussprüfungen erfolgreich bestanden, was 84,8 Prozent entspricht.

Alle anderen Schüler erhalten ebenfalls am Freitag, 24.Juli, ihre Zeugnisse, wobei diese klassenweise in zwei Gruppen eingeteilt werden. Ihnen werden von 7.50 bis 9 Uhr und von 9.15 bis 10.15 Uhr ihre Jahreszeugnisse in den Klassenräumen ausgehändigt, damit die Hygienevorschriften gewahrt werden.

Die ganze Schulfamilie hat bewiesen, dass auch eine Pandemie dem erfolgreichen Abschluss eines Schuljahres nicht entgegensteht, was allerdings nur durch die Mithilfe eines jeden Einzelnen möglich war und ist.

Martin Stümpfl

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4 Kommentare zu “Ein außergewöhnliches Schuljahr

  1. Herzlichen Glückwunsch an alle Schülerinnen und Schüler zur bestandenen Prüfung!
    Und an die, die es beim ersten Mal nicht geschafft haben… Kopf hoch, jeder hat mal einen schlechten Tag.
    Auch vielen Dank an die Lehrer, besonders die, der Abschlussklassen, für Ihren nahezu unermüdlichen Einsatz um die Kinder sicher durch die Prüfungen zu manövrieren.
    Danke…
    Thomas, Vater eines glücklichen Kindes des Corona Abschlussjahrgangs 2020

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  2. Die angst treibt die menschheit in eine zweiklassengemeinschaft…wegen einem schnupfen auch gleich ganze schulen zuschliessen ist blödsinn… der lernstoff der dadurch verloren geht wird sich bei den abgängern ein lebenlang zeigen…

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    1. Wo, @erdogan, nehmen Sie das denn her, daß sich die Ausfälle „lebenslang“ zeigen werden? Das ist ganz sicher nicht der Fall!
      Und im Übrigen:
      a) werden nicht ganze Schulen wegen eines Schnupfens geschlossen
      b) lieber ein Kind mit Schulausfall, als eins, das todkrank ist (Covid19 hinterlässt u.U. tatsächlich lebenslang Spuren) oder gar ein totes!

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  3. @Erdogan…
    Das glaube ich nicht
    Ich kann kein Defizit erkennen an Lernstoff, der ihrer Meinung nicht vermittelt wurde. Viel schlimmer finde ich, dass den Kindern die Abschlussfahrt von Corona genommen wurde.
    Und die soziale Kompetenz wurde hinreichend von der Schule und dem privaten Umfeld der Schülerinnen und Schüler vermittelt.

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