Ein 7:3 im Eröffnungsspiel

EHC Waldkraiburg startet mit Sieg in die Punkterunde

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Mit einem respektablen 7:3 eröffnet der EHC Waldkraiburg seine Punkterunde in der Eishockey-Bayernliga gegen die EA Schongau. Beim Spiel der Löwen gegen die Mammuts, das auch gleichzeitig das Eröffnungsspiel der Eishockey-Bayernliga darstellte, wurden Fans und Liebhaber des Sports nach der langen Zeit des Wartens erlöst.

Vor den Augen zahlreicher Vereinsvertreter sowie des Waldkraiburger Bürgermeisters Robert Pötzsch startete der EHC eher gemächlich in diese erste Partie. Die ersten gut vier Minuten des Spiels liefen gänzlich ohne eine Spielunterbrechung ab, was hauptsächlich am Abtasten beider Teams lag.

Erste zaghafte Versuche den Puck auf oder gar in das Tor zu bewegen gab es dann in der fünften Minute von Nico Vogl oder auch von Matthias Bergmann. Zwölf Minuten warteten die rund 300 Zuschauer in der Raiffeisen-Arena auf das erste Tor des Spiels, dieses war dafür umso schöner. Nach einer Stockabwehr des Schongauer Torwarts Daniel Blankenburg schnappt sich Fabian Kanzelsberger an der Seite das Spielgerät und bringt es vor das Tor. Dort steht, mit dem Rücken zum Tor, Christof Hradek und ohne hinzusehen was er macht, fälscht dieser die Scheibe entscheidend in das Tor zum 1:0 ab.

Dieses Tor war dann der Türöffner, jedoch in beide Richtungen. Nicht einmal eine Minute nach der Führung gewinnt Schongau ein Bully vor dem Tor von Kevin Yeingst. Schongaus Kevin Steiner bedient mit einem mustergültigen Pass Matthias Müller und lässt Kevin Yeingst im Tor keine Chance. Exakt vier Minuten nach dem Ausgleich sind es erneut die Mammuts, die an ihrer Torausbeute arbeiten. Erneut ist Matthias Müller involviert, dieses Mal jedoch als Vorlagengeber für Roman Tomanek, welcher den Puck zum 1:2 aus Sicht der Löwen im Tor unterbringen kann. Dann folgt eine Ereignisreiche letzte Spielminute. Zuerst ist es Josef Straka, der im Zusammenspiel mit Tomáš Rousek nicht den letzten Pass auf seinen Sturmkollegen sucht, sondern die Scheibe selbst zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich in die Maschen legt. Dann, als Fans und Spieler dieses Zwischenergebnis bereits akzeptierten, schlägt die Schongauer EA in Form von Jakub Muzik, 17 Sekunden vor dem Ende, noch einmal zu und stellt den alten Abstand wieder her. Mit diesem 2:3 ging es dann auch in die Pause.

Das zweite Drittel war, nach einhelliger Meinung, nicht zwingend ein Drittel für Freunde des schönen Spiels. Möglicherweise lag dies an der Tatsache, dass man innerhalb von nicht einmal zehn Minuten fünf Tore sehen konnte und keines der Teams auf diese Art weitermachen wollte. Dabei begann dieser Abschnitt vielversprechend. In der dritten Minute nämlich ist es Josef Straka, der in den Wirren vor dem Kasten der Mammuts die Übersicht behält und die Scheibe quer zu Michail Guft-Sokolov spielen kann. Dieser kann sich die Ecke aussuchen und verwandelt eiskalt zum 3:3-Ausgleich.

Der weitere Verlauf im Spieldrittel ist dann eher unspektakulär. Beide Teams kreieren zwar Schüsse aufs Tor, Zwingendes ist jedoch nicht dabei. Dies ändert sich jedoch gegen Ende dieses Durchgangs. Die Löwen sind mit einer 5-gegen-3-Überzahl auf dem Eis, als Mathias Jeske nach dem Bullygewinn von Straka den Puck zum freistehenden Tomáš Rousek spielt. Dieser läuft ein paar Schritte Richtung Tor, zielt und bringt die Scheibe zum 4:3 Pausenstand über die Linie.

Der dritte Durchgang gehört wieder dem EHC Waldkraiburg. Nach Möglichkeiten von Rousek, Vogl und Trox, ist es Josef Straka, der in der achten Minute des letzten Drittels das erste Tor erzielen kann. Nur gute zwei Minuten später, dürfen Fans und Spieler erneut jubeln. Erneut ist es Michail Guft-Sokolov, Waldkraiburgs Nummer 13, der nach Bullygewinn von Josef Straka im Slot die Scheibe behaupten und links am Mammut-Keeper vorbei ins Tor befördern kann. Diese drei-Tor-Führung war dem EHC jedoch noch nicht genug. Den Schlusspunkt in diesem im dritten Abschnitt sehr attraktiven Spiel, setzt Thomas Rott. Dieser erhält vor dem Tor den Rebound, nachdem es Jeske noch ohne Erfolg versuchte und hämmert das Spielgerät kraftvoll in die Maschen.

Alles in allem war es ein Saisonauftakt nach Maß für den EHC Waldkraiburg, auch wenn an einigen Stellschrauben, gerade in der Verteidigung, noch etwas gedreht werden muss.

AHA

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