Eigenschutz wichtiger denn je

BRK-Bereitschaft Haag: Ehrenamtlicher Einsatz während der Covid-Pandemie

image_pdfimage_print

Seit nun mehr als acht Wochen steht auch innerhalb der BRK-Bereitschaft Haag das Vereinsleben still. Anstehende Fortbildungen oder Übungen mussten bis auf weiteres verschoben oder ganz abgesagt werden. Dazu gehört auch der über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte „Haager Blaulichttag“, welcher mit den örtlichen Feuerwehren organisiert und durchgeführt wird. „Wir bedauern die Absage sehr, aber der Schutz der Einsatzkräfte und die Einsatzfähigkeit der Blaulichtorganisationen im westlichen Landkreis hat für uns oberste Priorität“, so Bereitschaftsleiter Ferschmann Florian. 

Für die ehrenamtlichen Kräfte der Unterstützungsgruppe Rettungsdienst in Haag bedeutet dies auch eine große Umstellung in der Behandlungsstruktur und in der Einsatztaktik. Die sogenannte Corona-Abfrage wird nun vor jeder Patientenversorgung durch die Sanitäter durchgeführt. Diese beinhaltet unter anderem, ob der Patient grippeähnliche Symptome oder Fieber hat oder positiv auf Corona getestet ist. Diese Schlüsselfragen werden bereits von der Integrierten Leitstelle abgefragt und der jeweiligen Rettungswagenbesatzung per Funk mitgeteilt. So können sich die Sanitäter bereits auf Anfahrt zum Notfallort mit der entsprechenden zusätzlichen Schutzausrüstung ausstatten.

„Der Markt für Schutzkittel, FFP-2-Masken und Schutzbrillen war zu Beginn der Krise wie leergefegt“, so Ferschmann. So wurde auch im Einsatzstab Katastrophenschutz im Landkreis alles versucht, um die Schutzmaterialien für die ehrenamtlichen Katastrophenschützer zu organisieren und bereitzuhalten.

Foto: BRK Haag / FL

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

3 Kommentare zu “Eigenschutz wichtiger denn je

  1. Diese Leute waren und sind die WAHREN HELDEN!!

    Ehrenamtlich!!
    Unglaublich!!
    Für uns alle in Lebensgefahr!!

    DankaDankeDankeDankeDankeDankeDankeDanke!

    Antworten
    1. ja, die ehren- und nebenamtlichen Kräfte im Rettungsdienst werden leider gerne übersehen. Der freiwillige Feuerwehrmann ist jedem ein Begriff, vom freiwilligen Rettungssanitäter der neben Beruf und Familie regelmäßig auf dem Rettungswagen seinen Dienst tut wissen jedoch die Wenigsten. Eine unverzichtbare Unterstützung für das hauptamtliche Rettungsdienstpersonal, nicht nur in Zeiten von Corona, sondern Tag für Tag!

      Antworten
  2. Stimmt @Da Ka! Die Ehrenamtlichen werden oft nicht wahrgenommen. Nicht zu vergessen, dass ja auch die gesamte Ausbildung zum Rettungssanitäter ehrenamtlich ohne jegliche Aufwandsentschädigung zu absolvieren ist. Wir reden hier von insgesamt 520 Stunden. Vierwöchiger Lehrgang, vierwöchiges Praktikum an der Rettungswache, vierwöchige Hospitation in verschiedenen Abteilungen in der Klinik und die Abschlusswoche mit der Prüfung. Wenn man Glück hat, übernimmt der Träger die Kosten für die Ausbildungseinheiten, die sich auf ca. 2265 Euro belaufen, wenn man sie selber zahlen muss. Dann im Einsatz erfährt man oft Respektlosigkeit mancher Mitmenschen. Z.B. wird man angehupt, weil man “zu langsam” mit dem Rettungsmittel unterwegs ist. Ohne zu bedenken, dass im RTW oder KTW Personen liegen, denen es nicht gut geht oder die bei jedem Schlagloch Schmerzen haben. Oder man wird von Betrunkenen beschimpft oder gar angegriffen. Diese Beispiele könnten um viele Punkte erweitert werden. Es ist also nicht selbstverständlich, dass sich immer wieder Menschen bereit erklären, diesen wichtigen Dienst zu übernehmen. Und da ist es egal, ob ehrenamtlich oder hauptamtlich. Für all jene sollten wir dankbar sein und ihnen zumindest ein bisschen Wertschätzung entgegen bringen.

    Antworten