Edlinger Kindergarten wieder zu!

Keine guten Corona-Nachrichten aus Edling: Der Gemeinde-Kindergarten Hänsel und Gretel neben der Schule musste ab dem heutigen Montag für alle 50 Buben und Mädchen schon wieder komplett geschlossen werden. Dabei hatte es doch erst vor wenigen Tagen den Neustart gegeben mit allen Kindern! Doch nur einen Tag später – am vergangenen Donnerstag – war bereits eine Gruppe wieder nach Hause geschickt worden, weil zwei Geschwister-Kinder positiv auf Corona getestet worden waren. Die Tante der Beiden, deren späteres, ebenfalls positives Testergebnis da offenbar noch ausstand, hatte die Kinder in den Kindergarten gebracht …

Wie Bürgermeister Matthias Schnetzer heute im Gespräch mit der Wasserburger Stimme bestätigte, wurde die betroffene Hänsel-Gruppe und auch das Personal des Edlinger Kindergartens nun am vergangenen Samstag vollzählig im Gesundheitsamt Rosenheim auf Corona getestet. Alle mussten privat dort hinfahren und hatten Termine für die Testung der Reihe nach erhalten … Das Ergebnis werde am heutigen Montag erwartet, so der Bürgermeister.

Inwieweit auch eventuell die Gretel-Gruppe des Kindergartens betroffen ist, müsse abgewartet werden. Hier müsste dann ebenfalls eine Komplett-Testung stattfinden, wenn ein positiver Personal-Fall auftreten sollte – oder sich mehrere Kinder von der Hänsel-Gruppe infiziert haben.

Die betroffene Familie in Edling befindet sich seit vergangenen Donnerstag nun in Quarantäne.

Der Kindergarten bleibt bis auf Weiteres komplett geschlossen – fraglich sei, ob er überhaupt noch vor den Ferien öffnen werde, so Schnetzer. Eigentlich gelte die Schließung nun vorerst zwei Wochen lang. Man müsse das Testergebnis der anderen Kinder abwarten.

Eng werde mit der Gesundheitsbehörde in Rosenheim kooperiert. Eigentlich sei sogar geplant gewesen, dass der Gemeinde-Kindergarten heuer 14 Tage länger – bis Mitte August – geöffnet haben sollte, um den Eltern die Sommerferien-Planung zu erleichtern. Doch nun müsse einfach abgewartet werden.

Bürgermeister Matthias Schnetzer machen die neuen Corona-Fälle in seiner Gemeinde Sorge. In jedem Fall sei der bayerische Weg der Vorsicht und Behutsamkeit in Bezug auf die Lockerungen der richtige Weg. Denn es zeige sich ja nun deutlich, dass Corona noch lange nicht weg sei, so der Rathauschef.

Er bittet die Bürger, eigenverantwortlich die Schutz-Maßnahmen – wie das Tragen der Masken, die Abstandsregelungen und die empfohlene Hygiene – unbedingt einzuhalten!

Derweil handelt der Freistaat so: Neue Studie, wie hoch die Ansteckungsgefahr unter Kindern ist!

Bayern will mit einer neuen flächendeckenden Langzeitstudie die Ansteckungsgefahr mit Covid-19 bei Kindern untersuchen. Am heutigen Montag wollen der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (beide CSU) zusammen mit den beiden Studienleitern Professor Christoph Klein und Professor Johannes Hübner vom Hauner’schen Kinderspital der LMU München das Projekt vorstellen.

Die Studie soll auf die Frage, ob Krippen, Kindergärten und Schulen eine Gefahr für eine unkontrollierte Coronavirus-Ausbreitung darstellen, eine umfassende wissenschaftliche Antwort liefern. An dem Projekt Covid Kids Bavaria sind alle sechs Universitätskinderkliniken im Freistaat beteiligt, meldete der Bayerische Rundfunk.