„dsai“ und Rotes Kreuz gemeinsam stark

Schnaitseer Patientenorganisation und DRK-Blutspendedienste kooperieren

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Ziel einer Blut- oder Plasmaspende bei einem der DRK-Blutspendedienste ist die Gewinnung von Blutpräparaten, die in der medizinischen Versorgung von Patienten mit lebensbedrohenden Erkrankungen eingesetzt werden. Aus Spenderblut gewonnene Präparate wie Plasma oder Blutkonserven retten täglich Leben. Die Patientenorganisation für angeborene Immundefekte „dsai” und die DRK-Blutspendedienste Baden Württemberg-Hessen und Nord-Ost wollen künftig kooperieren und so gemeinsam die Sichtbarkeit des Themas „Immundefekte“ steigern.

Im Rahmen der Zusammenarbeit soll die Position der betroffenen Patienten gestärkt werden, indem das Bewusstsein für die Bedeutung von Plasmaspenden oder Vollblutspenden, aus denen Plasma gewonnen wird, für Patienten mit Immundefekten geschärft wird.

In der Schnaitseer „dsai”-Bundesgeschäftsstelle erläuterte Vorsitzende Gabi Gründl: „Es gibt knapp 400 Sorten des angeborenen Immundefekts, deren Krankheitsverläufe sehr unterschiedlich sind. Ein Großteil davon ist nicht heilbar, aber therapierbar. So können sich Patienten einiger Immundefekte, bei denen der Körper selbst keine Antikörper produziert, diese zuführen. Diese Menschen benötigen ein Leben lang die Immunglobuline, die aus Blutplasma hergestellt werden.“

Martin Oesterer vom DRK-Blutspendedienst weiß, dass es wichtig ist, transparent aufzuzeigen, welche Bedeutung die aus Spenderblut gewonnenen Präparate für chronisch kranke Menschen haben. Die Präparate ermöglichen nicht nur eine hohe Lebensqualität und eine aktive Teilhabe am täglichen Leben. Oftmals ist es das bloße Überleben, das auf dem Spiel steht. Oesterer: „Es wäre wunderbar, wenn wir gemeinsam mit betroffenen Patienten eine Vielzahl an Erstspendern zu einer Blut- oder Plasmaspende mobilisieren könnten. Nur zusammen mit engagierten Spendern können wir den Auftrag der Patientenversorgung mit lebensrettenden Blutpräparaten auch in der Zukunft erfüllen.”

Andrea Maier-Neuner, Geschäftsführerin der „dsai“ ist sicher, dass die Kooperation dem seltenen Krankheitsbild “Immundefekt” mehr Aufmerksamkeit verschaffen wird: „So lässt sich beispielsweise die Früherkennungsrate steigern und die medizinische Versorgung aller betroffenen Patienten flächendeckend sichern“, sagt sie. „Die persönlichen Beispiele der Patienten können die lebensrettende Bedeutung einer Blut- oder Plasmaspende in der Gesellschaft noch sichtbarer machen und unterstreichen“.

Wolfgang Rüstig, Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes konstatiete: „Nur wenn wir neue Spendergruppen erschließen, kann auch in den kommenden Jahrzehnten die lückenlose Versorgung mit lebensnotwendigen Blutpräparaten aus Spenderblut in Deutschland gewährleistet werden. Wenn dabei auch die Aufmerksamkeit für an Immundefekten Erkrankte steigt, können wir sogar das solidarische Miteinander von Gesunden und Kranken in unserer Gesellschaft beispielhaft stärken.”

 

Foto (von links): Gaby Langer und Andrea Maier-Neuner von der „dsai“ freuen sich über die Kooperation mit dem DRK-Blutspendedienst mit Martin Oesterer und Wolfgang Rüstig.

 

 

 

 

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