Dorfläden und Handwerker braucht das Land!

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber startet Initiative „HeimatUnternehmen“

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Ein Kramerladen, ein Bäcker, eine Metzgerei und Handwerksbetriebe – all das sichert die Grundversorgung der Einwohner in den kleinen Gemeinden. Erst im letzten Jahr musste die EDEKA-Filiale in Schonstett schließen und immer wieder klagen kleine Betriebe auf dem Land über Probleme, sich neben den Großen zu behaupten. Um die Lebensqualität in den ländlichen Regionen aufrechtzuerhalten, hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber jetzt die Initiative „HeimatUnternehmen“ gestartet.

„Vitale Dörfer brauchen Dorfläden, Bäcker, Metzger und Handwerker direkt vor Ort“, sagte Kaniber (Foto) bei einer Fachtagung für Ländliche Entwicklung in Günzburg. Denn zu einem attraktiven und lebendigen Standort gehöre auch ein ausreichendes Angebot an Waren und Dienstleistungen. Ein wichtiger Baustein der Initiative ist laut Ministerin die Förderung von Kleinstunternehmen der Grundversorgung mit bis zu 200 000 Euro. Damit will Kaniber Betriebe bei Investitionen unterstützen und Neugründungen erleichtern. Zudem soll die Verwaltung für Ländliche Entwicklung innovativen Menschen helfen, ihre Ideen zu verwirklichen – durch Beratung, Vernetzung oder bei der Suche nach Gleichgesinnten und Investoren. „Wir wollen die Menschen von der Idee bis zur Umsetzung eng begleiten und unterstützen“, so die Ministerin.

Darüber hinaus will Kaniber die Förderung der Dorferneuerung verbessern, um die Innenentwicklung in den Ortskernen voranzubringen. Künftig erhalten Kommunen bis zu 80 Prozent Förderung, wenn sie leerstehende Gebäude modernisieren, instand setzen oder abbrechen, um die Grundstücke für eine Wiederbebauung bereitzustellen. Für finanzschwache und vom Bevölkerungsrückgang besonders stark betroffene Gemeinden sind sogar bis zu 90 Prozent Förderung möglich. Ziel ist es, bis 2030 weitere 5 000 Gebäude dorfgerecht zu sanieren, neu zu nutzen oder aufzuwerten.

Die Staatsregierung hat im Nachtragshaushalt hierfür zusätzlich 25 Millionen Euro und fünf Stellen bereitgestellt. Die Revitalisierung von Ortskernen ist der Ministerin zufolge schon seit vielen Jahren ein Schwerpunkt der Dorferneuerung. So konnten bereits in hunderten Dörfern Leerstände beseitigt, ortsbildprägende Gebäude saniert und innerörtliche Brachflächen neu genutzt werden.

 

Foto: Pressestelle Kaniber

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2 Gedanken zu „Dorfläden und Handwerker braucht das Land!

  1. ein Discounter muss her für preissenitive Menschen

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    1. 1 qm Verkaufsfläche pro Einwohner – mindestens!

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