Diskussion um Sportplatz geht weiter!

Ramerberg: Stellungnahme der SVR-Vorstandschaft zu Alternativ-Vorschlag

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Das leidige Thema Sportplatz in Ramerberg erhitzt seit geraumer Zeit sehr die Gemüter. Wie berichtet, hatte die Bürgerinitiative „Für ein liebens- und lebenswertes Ramerberg“ – die gegen den favorisierten Standort der Gemeinde am nordwestlichen Ortsausgang von Zellereit ist – einen neuen Lösungsvorschlag präsentiert (Foto). Die Vorstandschaft des Sportvereins hat nun am gestrigen Montag Stellung zum Thema bezogen und eine Erklärung auf der Homepage des Vereins veröffentlicht. Hier der Wortlaut …

Die Geschichte des Ramerberger Fußballplatzes begann 1952 unmittelbar neben dem Misthaufen des landwirtschaftlichen Anwesens und Gasthauses der Familie Bichler. Die Kabinen befanden sich nicht weit weg. In den darauffolgenden 67 Jahren dehnte sich Ramerberg nach Westen aus, ein neues Wohngebiet entstand und der Sportplatz wanderte Stück für Stück nach Westen an seinen heutigen Standort – immer auf Bichler-Grund.

Für die Jahrzehnte lange Unterstützung und Überlassung des jeweiligen Grundstücks ist der SV Ramerberg der Familie Bichler zutiefst dankbar.

Das gilt auch für die Bereitschaft, den Hauptplatz für weitere zehn Jahre zur Verfügung zu stellen.

Aber nicht nur Ramerberg ist gewachsen, auch der Sportverein hat mittlerweile knapp 500 Mitglieder und ist vor allem für seine ausgezeichnete Jugendarbeit weithin bekannt und geschätzt.

Um diese dauerhaft fortsetzen zu können, ist eine zeitgemäße, sichere Sportanlage mit Umkleide- und Sanitärräumen direkt am Sportplatz nötig, denn auch die rechtlichen Anforderungen an den Betrieb einer Sportstätte sind gestiegen.

Daher ist der SV Ramerberg auch der Bürgerinitiative für ihre Unterstützung bei der Grundstückssuche dankbar sowie Familie Schuster und Rupert Riedl dafür, dass sie bereit sind, Grundstücke für eine Erweiterung des bestehenden Sportplatzes zu verpachten.

Nach eingehender Überprüfung der von der Bürgerinitiative vorgeschlagenen Lösung ist der SVR leider zu dem Ergebnis gekommen, dass das Grundstück von Rupert Riedl aus verschiedenen Gründen nicht für die geplante Maßnahme geeignet ist: Eine Genehmigung ist wegen fehlender Abstandsflächen zur Wohnbebauung nicht zu erwarten.

Bereits 2003 wurde dieses Grundstück für die Sportanlage ins Auge gefasst.

Nach massivem Widerstand der Anlieger wurde die Idee aber verworfen.

Eine Pachtdauer von nur zehn Jahren mit Option auf ständige Verlängerung lässt keine Investitionen zu (Grundstücksbegradigung, Drainage, Flutlicht etc.), da keine langfristige Finanzierung möglich ist.

Die Verpächter erlauben auf ihren Grundstücken keine feststehenden Bauten für Umkleidekabinen mit Duschen und Toiletten. Damit hat der Verein auch nicht die für ihn so wichtige Planungssicherheit über die zehn Jahre hinaus.

Zumal, da sich der Ort wie beschrieben in der Vergangenheit immer weiter nach Westen ausgedehnt hat und zu erwarten ist, dass diese Entwicklung auch in Zukunft weitergehen wird.

Die derzeitige Vorstandschaft sieht sich in der Pflicht, den Verein in allen Bereichen langfristig aufzustellen. Dazu gehört insbesondere eine langfristige Sicherung eines dringend notwendigen Sportareals mit den entsprechenden Bauten.

Mit der derzeitigen und auch der von der Bürgerinitiative angestoßenen Grundstückslösung ist dies in keinster Weise gegeben und somit auch nicht gegenüber den Vereinsmitgliedern zu verantworten.

Da aber derzeit in Zellerreit-Unterfeld bereits die Bauleitplanung für einen möglichen Standort läuft, nimmt der Sportverein das Unterstützungsangebot der Bürgerinitiative auch weiterhin gerne an und würde sich freuen, wenn man gemeinsam eine Lösung der umstrittenen Zufahrt zu den dortigen Sportstätten erarbeiten würde.

Die Vorstandschaft des SV Ramerberg

 

 

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