Die Zahnarztpraxis kommt aus Wasserburg

Constanze Bär berichtet über Neuigkeiten zu Thomas Breis Klinikbaustelle in Tansania

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Seit 2011 arbeitet der aus Wasserburg stammende Priester und Arzt Thomas Brei als Missionsarzt in Tansania. Seine Projekte werden von zahlreichen Wasserburger Bürgern und Organisationen tatkräftig mit Spenden, eigenem Einsatz vor Ort und dem Einsammeln und Versenden medizinischer Geräte und Ausstattungen gefördert und begleitet. Erst vor kurzem sind die letzten Container in Tansania eingetroffen. Vergangenen Sonntag berichtete Constanze Bär (Foto) im Pfarrzentrum St. Konrad über die allgemeine Situation in Tansania und den Stand des Projekts.

Sie war als Assistentin mit umfangreichem Aufgabenbereich für Thomas Brei tätig und zuletzt noch im November dort im Einsatz.

Mit unendlicher Energie und unermüdlichen Einsatz initiiert und leitet Thomas Brei seit 2017 den Bau und die Einrichtung der St. Clare Clinic in Mwanza, einer Großstadt am Victoriasee. Es soll eine Spezialklinik insbesondere für Radiologie, Chirurgie, Orthopädie, Urologie sowie die Augen- und Zahnbehandlung ins Leben gerufen werden. Die örtliche Bevölkerung hat nämlich bisher keine Möglichkeit, dringend benötigte fachärztliche Diagnostik und Behandlung zu erhalten.

Constanze Bär verdeutlichte in ihrem Vortrag mit zahlreichen Fotos von der Baustelle, mit welch einfachen Werkzeugen und Materialien die Gebäude der Klinik errichtet werden. So werden etwa die Ziegel für die Mauern von den Handwerkern selbst gepresst und verarbeitet. Die Gebäude des ersten Bauabschnitts sind weitestgehend fertig gestellt und werden derzeit eingerichtet. So ist zum Beispiel die mit den Containern aus Wasserburg angelieferte Zahnarztpraxis schon fertig installiert und einzelne Patienten konnten dort bereits behandelt werden.

Auch das Gebäude für die Radiologie ist betriebsfertig eingerichtet. Sehr schwierig gestaltet sich allerdings der Umgang mit der undurchschaubaren tansanischen Bürokratie. Ständig wechselnde und teilweise kaum erfüllbare Auflagen und Steuern  erschweren die Arbeit. Ein wesentlicher Grund dafür, weshalb derzeit nur eine ambulante Behandlung einzelner Patienten erfolgen kann. Erst nächstes Jahr wird es möglich sein, die Klinik mit insgesamt 80 Betten voll in Betrieb zu nehmen. Bis dahin kommt noch viel Arbeit auf Thomas Brei und seine Helfer zu. Weitere Unterstützung durch Geld- und Sachspenden ist dringend notwendig.

Constanze Bär vermittelte den Zuhörern durch ihren lebhaften Bericht die Freude und Begeisterung, die trotz aller Schwierigkeiten mit dem Einsatz für die Menschen und vor allem für die Kinder in Tansania verbunden sind. Der Glaube muss in konkretes Handeln umgesetzt werden, so ihr Leitsatz. Eine besondere Überraschung hielt sie sich für den Schluss des Vortrags auf. Es zeichnet sich nämlich für sie die Möglichkeit ab, langfristig zusammen mit Thomas Brei die Realisierung des Projekts voranzutreiben. Mit einem an alle Unterstützer des Projekts gerichteten „asante sana“, den in der Landessprache Suaheli ausgedrückten Worten des Dankes beendete sie ihren Vortrag. MB

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