Die Welt ist keine Ware!

Unser Blick auf die Abschlussprüfungen an der Wasserburger Mittelschule

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Originell und nachhaltig arbeiten: „Ausbildungsbeginn und erste eigene Wohnung – der Start in die Unabhängigkeit“ – so lautete das Thema der Abschlussprüfung heuer in den berufsorientierten Fächern Soziales, Technik und Wirtschaft im Rahmen des Qualis an der Mittelschule Wasserburg. Auch die 10. Jahrgangsstufe musste im Rahmen des Mittleren Schulabschlusses entsprechende Projektprüfungen absolvieren. „Die Welt ist keine Ware!“ – nachhaltiges Wirtschaften als aktuelle und zukünftige Herausforderung“ hieß hier heuer das Thema. Wirtschafts-Lehrerin Anna Meier erklärt ihren Fachbereich …

In Verbindung mit dem Fach AWT (Arbeit-Wirtschaft-Technik) mussten die Schüler der neunten Klassen den eigenen Umzug planen, einen Einrichtungsplan erstellen und anfallende Kosten bei einem Umzug errechnen. Ein weiterer Bestandteil der Prüfung war eine Umfrage bei 20 Personen durchzuführen, bei der die Wohnungsgrößen, Mietpreise und Voraussetzungen hinsichtlich der Infrastruktur aufgeführt sind.

Zu diesem Thema waren es im Fachbereich Wirtschaft die Aufgaben, für die genannte Umfrage ein Formular mit Formularfunktion in Microsoft Word zu erstellen, eine E-Mail mit Einhaltung der Schreibregeln der DIN 5008 an einen Stromanbieter bzgl. eines günstigen Stromangebots zu verfassen und eine 6-seitige Broschüre zum Thema „Tipps und Tricks für den Einzug in die erste eigene Wohnung“ zu gestalten.

Zuerst mussten die Schüler sich in Teamarbeit Vorüberlegungen zum genannten Thema machen. Nach einer dreitägigen, zum Teil auch schriftlichen Planung (Organisationsplan, Skizzen ) wurden von jedem Schüler in einem Zeitraum von 120 Minuten diese drei „Produkte“ erstellt.

Am letzten Tag der einwöchigen Prüfungszeit mussten alle Ergebnisse aus AWT und Wirtschaft vor der Prüfungskommission in einem Vortrag anschaulich vorgestellt werden. Die schriftlichen Ausarbeitungen fassten sie in „Projektmappen“ zusammen.

Auch die 10. Jahrgangsstufe musste im Rahmen des Mittleren Schulabschlusses eine Projektprüfung in AWT und in den berufsorientierenden Fächern absolvieren.

„Die Welt ist keine Ware!“ – nachhaltiges Wirtschaften als aktuelle und zukünftige Herausforderung“ hieß das Thema der diesjährigen Prüfung.

Dabei mussten die Schüler in Teamarbeit für den Fachbereich AWT den Begriff „Nachhaltigkeit“ ausführlich erläutern, Firmen zum Thema „Nachhaltigkeit“ interviewen und spezielle Rollenspiele vortragen.

Im Fachbereich Wirtschaft erstellten die Schüler zum Thema Nachhaltigkeit ein kurzes Video, mit welchem sie die Gesellschaft zum Nach- und Umdenken motivieren möchten. Riesige Mengen Plastikmüll, das Wegwerfen von Lebensmitteln, Wasserverschwendung und vieles mehr waren für die Schüler Themen, zu denen sie richtig was zu sagen hatten.

Die Schüler nahmen hierzu Sprachaufnahmen mit ihrem Handy auf und fügten diese dann mit ihren gestalteten PowerPoint-Folien zusammen. Sie zeigten bereits jetzt Verantwortungsbewusstsein, indem man von vielen zu hören bekam: „Unsere Nachfahren sollen genauso gut leben können, wie wir das tun.“

Neben dem war eine Projektmappe unter anderem mit Vorüberlegungen, Organisationsplan und einer Schritt für Schritt-Anweisung zum Erstellen eines Videos in PowerPoint zu gestalten.

Nach der praktischen Prüfungsarbeit folgte eine umfangreiche Präsentation zum Thema Nachhaltigkeit und die Vorstellung des Videos vor der Prüfungskommission.

Das Fach Soziales mit den Lehrerinnen Steffi Hinterstocker und Renate Blümlein-Lux:

Quali 9. Klasse

Thema: Einweihungsfeier der neuen Wohnung

Die Schüler wurden in Zweier-Teams eingeteilt und konnten selbst wählen, was gekocht wird. Es gab so eine enorme Vielfalt – italienisch, mexikanisch, indisch und bayerisch …

Mmmhhhh ….

Jede Gruppe machte eine Vor-, Haupt- und eine Nachspeise (unser Foto). Die Schüler mussten zudem eine Mappe erstellen mit dem Einkaufsplan, Organisationsplan und den selbstgeschriebenen Gerichte.

Am Prüfungstag hatten alle 120 Minuten Zeit zum Kochen und um den Tisch schön einzudecken – die Schüler mussten anschließend das Essen ansprechend servieren und auch wieder abräumen. Gäste waren die Lehrer, zwei Personen von der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Michael Kölbl und der Elternbeirat.

Mittlere Reife Prüfung 10. Klassen

Thema: Nachhaltigkeit – damit alle gut leben können

Seid willkommen und herzlichst eingeladen …

Es wurden wieder Zweier-Teams zugelost. Die Aufgabe bestand darin, ein Lebensmittel zu verarbeiten, das mit Nachhaltigkeit zu tun hat oder ein Fairtrade-Produkt oder regionale Produkte bestmöglichst zu verarbeiten

Die Schüler mussten wieder eine Mappe erstellen mit Einkaufsplan und Organisationsplan und der Aufgabenverteilung.

Auch hier waren genau zwei Stunden Zeit zum Kochen und die Tische schön zu dekorieren (unser Foto).

Zur Verköstigung wurden der Elternbeirat, Lehrer und die Stadtverwaltung eingeladen.

Projektprüfungen im Fach Technik der Mittelschule Wasserburg mit den Lehrern Stefan Schrag und Veronika Sirch:

Wie oben bereits beschrieben, mussten die Schüler in Verbindung mit dem Fach AWT (Arbeit-Wirtschaft-Technik) in der neunten Klasse den eigenen Umzug planen, einen Einrichtungsplan erstellen und anfallende Kosten bei einem Umzug errechnen. Ein weiterer Bestandteil der Prüfung war eine Umfrage bei 20 Personen durchzuführen, bei der die Wohnungsgrößen, Mietpreise und Voraussetzungen hinsichtlich der Infrastruktur aufgeführt sind.

Zu diesem Thema war es im Fachbereich Technik nun die Aufgabe, zuerst in Partnerarbeit eine Single-Garderobe mit Hutablage aus Holz für die eigene Wohnung zu planen und zu zeichnen (unser Foto ganz oben).

Nach einer dreitägigen, zum Teil auch schriftlichen Planung (Stückliste, Organisationsplan, Arbeitsbericht …) wurden die Garderoben von jedem Schüler in einem Zeitraum von 240 Minuten erstellt. Voraussetzung war eine ansprechende Holzverbindung. Ein Teil des Werkstücks wurde außerdem am PC in CAD gezeichnet.

Am letzten Tag der einwöchigen Prüfungszeit mussten alle Ergebnisse aus AWT und Technik vor der Prüfungskommission in einem Vortrag anschaulich präsentiert werden.

Auch die 10. Jahrgangsstufe musste im Rahmen des Mittleren Schulabschlusses eine Projektprüfung in AWT und in den berufsorientierenden Fächern absolvieren.

„Die Welt ist keine Ware!“ – nachhaltiges Wirtschaften als aktuelle und zukünftige Herausforderung“ hieß auch hier das Thema der diesjährigen Prüfung (siehe weiter oben).

Dabei mussten für den Fachbereich AWT der Begriff „Nachhaltigkeit“ ausführlich erläutert werden, Firmen zum Thema „Nachhaltigkeit“ interviewt und spezielle Rollenspiele vorgetragen werden.

Im Fachbereich Technik erstellten die Schüler dazu einen modernen Zeitschriftenständer (unser Foto). Um der Nachhaltigkeit gerecht zu werden, durfte dazu nur mit Massivholz gearbeitet werden. Weitere Hilfsmittel, wie Schrauben oder Nägel waren dazu nicht erwünscht. Der Zeitschriftenständer sollte mindestens zwei verschiedene Holzverbindungen enthalten.

Neben dem Werkstück war eine Projektmappe unter anderem mit Ideenskizzen, Stückliste, Technischen Zeichnungen, Arbeitsbericht zu erstellen.

Nach der praktischen Prüfungsarbeit folgte eine umfangreiche Präsentation zum Thema Nachhaltigkeit und die Vorstellung sowie die Erarbeitung des Werkstücks vor der Prüfungskommission.

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5 Gedanken zu „Die Welt ist keine Ware!

  1. Wow, Respekt.
    Wirklich anspruchsvolle Aufgaben.

    Da soll nochmal einer sagen, der Quali ist nichts wert.
    Auf jeden Fall müssen die Schüler hier viel selbständiger denken, als bei den Abschlussprüfungen in der Realschule.

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  2. Florian Schmid

    Na ja, kenn ja die momentanen Mittlere Reife-Prüfungen nicht – aber umsonst sind die auch nicht.

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  3. Ich meinte auch nicht, dass die Mittlere Reife ein Spaziergang ist – und ich will auch keineswegs die Mittlere Reife schlechtmachen, oder die Leistungen der Absolventen.
    Ich war nur beeindruckt von den Anforderungen der Mittelschule und wenn ich das mit den Anforderungen der Mittleren Reife vergleiche, hört sich das hier eben deutlich praxisnäher an. Und verlangt echt viel selbständiges Denken und Arbeiten.

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  4. Florian Schmid

    Nichts für ungut 😉

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    1. Schade, dass es in Gruppen passiert. Einer setzt sich hin und macht die ganze Arbeit und die Anderen lassen sich alles zuschicken. Schlecht organisiert liebe Lehrer!

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