Die Verschärfung entschärft …

Bundeseinheitliche Notbremse lockert nun im neuen Entwurf die aktuell geltende, bayerische Notbremse

Die Fraktions-Spitzen der Bundesregierung von CDU/CSU und SPD haben sich am heutigen Montag auf Änderungen beim Infektionsschutzgesetz mit Blick auf die bundeeinheitliche Notbremse offenbar geeinigt. Der Entwurf der Verschärfung der Maßnahmen ab einer 100er Inzidenz wurde dabei entschärft. Die Ausgangssperre soll nun erst ab 22 Uhr gelten – so wie aktuell bereits in Bayern. Neu wäre, dass das Joggen und auch Spaziergänge bis Mitternacht (ein Haushalt plus eine weitere Person) erlaubt sein sollen. Der Einzelhandel soll bis zu einer Inzidenz von 150 mit dem Click & Test & Meet-Verfahren geöffnet bleiben (aktuell in Bayern noch bis zur 200er Inzidenz). Wichtig für die Schulen ist …

… dass der Entwurf nun besagt, dass diese erst ab einer Inzidenz von 165 wieder schließen müssen (in Bayern derzeit bereits ab einer 100er Inzidenz). Ausschlaggebend wohl hier weiterhin der jeweilige Freitagswert für die stets folgende Woche …

Alle Arbeitgeber müssen nun zwei Corona-Tests pro Woche bereitstellen.

NEU zudem: Für Kinder im Alter bis 14 Jahren soll Sport in Gruppen weiter möglich sein.

Alle Regelungen sind erst einmal befristet – bis zum 30. Juni. Das heißt es in dem neuen Entwurf.

Am kommenden Mittwoch soll das Gesetz im Bundestag in zweiter und dritter Lesung beraten und verabschiedet werden. Dann wird noch der Bundesrat gehört. Ab kommenden Montag, 26. April, soll das Gesetz wohl in Kraft treten.

Offen ist somit noch, ob nun bereits am kommenden Freitag, 23. April, der dann eventuell neu geltende, bundeseinheitliche Notbremse-Inzidenzwert von 165 Fällen über eine Öffnung der Schulen für alle entscheidet …

 

 

 

 

 

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17 Kommentare zu “Die Verschärfung entschärft …

  1. Befristet bis zum 30. 6.? Dann wissen wir schon wie es dieses Jahr mit Lockerungen, Insolvenzen und dem Schulbetrieb weitergeht.

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  2. Haben die im Bundestag denn Blei im Trinkwasser? 8:::9

    Auf der einen Seite predigt man fortlaufend, dass die mutierten Virusvarianten besonders die Kinder gefährden.
    Und was macht man dann: man lässt Gruppensport für Kinder zu.
    Nicht falsch verstehen, ich gönne das den Kindern von ganzem Herzen. Aber das macht doch keinen Sinn.

    Und anscheinend hat man mit der 165 einen neuen Grenzwert mit dem Virus ausgehandelt; bis zu dem er sich etwas zurückhält.

    Was haben wir dann nächste Woche für eine neue Zahl bzw Grenzwert? 143? 178?

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    1. Markus der Erste

      Nicht böse sein, die Union hat derzeit andere Sorgen und die SPD ist eh zur reinen Jasager-Partei verkommen.

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    2. Eigenverantwortung

      Da laut Experten Ansteckungen zu 99,9% in geschlossenen Räumen stattfinden, finde ich Gruppensport für Kinder, zumindest im Freien, sogar eine gute Sache.
      Man muss ja nicht unbedingt die Köpfe zusammenstecken.

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    3. bei Kindern ist die Inzidenz schon 240, bei Eltern ist sie wahrscheinlich auch schon höher als der Durchschnitt.
      In den USA gibt es schon viele Corona Waisen.

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    4. Sehr geehrter Herr Ranseier,
      für Ihre Aussage gegenüber den Kindern habe ich null Verständnis. Sie müssen sich mal überlegen, was Sie da von sich geben…
      Haben Sie Kinder zwischen 6 und 15 – warscheinlich nicht.
      Unsere Kinder werden komplett verrückt gemacht…
      Der Schnelltest in der Schule sei zu 58 % sicher – laut Lehrer…
      Wie bitte???
      Negativ – aber Maskenpflicht, Abstand, usw.
      Wie soll ein Kind das verstehen?
      Ich habe 2 Kinder. Mein Sohn spielt Fussball und fährt viel Rad.
      Soll ich ihn lieber vor die PS, Fernsehen oder Computer setzen?
      Meine Tochter ist mit Ihrer Freundin auch gerne draussen, fährt Rollerskates oder Rad, werde ich ihr mit Sicherheit auch nicht verbieten.
      Jetzt Leben wir am Land, was ist dann erst bei Stadtkindern los?
      Bei allem Respekt, Sie machen es sich schon leicht…

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      1. Da habe ich mich vielleicht auch etwas unglücklich ausgedrückt. Ich möchte den Kindern den Sport ja auch gar nicht verbieten bzw. alle Kinder einsperren und vor der Glotze verblöden lassen.

        Die ganze Situation wird für mich einfach immer nur noch unverständlicher und abstruser. Ich fühle mich momentan so als wäre der Corona-Maßnahmen-Bus ohne mich weitergefahren und ich stehe irgendwo an der Haltestelle im nirgendwo. Daher auch meine Worte, dass ich das Testen in der Schule und den Gruppensport nicht zusammenbekomme.

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  3. bei Kindern ist inzwischen in vielen Landkreisen und Städten die Inzidenz viel höher als bei den Erwachsenen (…)

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  4. Finde die ganze Situation auch nicht schön, im Gegenteil! Aber recht machen können die Politiker es uns allen eh nicht. Also Meckern aufhören und das Beste aus der Situation machen, bitte.

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  5. Yvonne Bräustetter

    Es kennt sich keine S.. mehr aus 🤬

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  6. @ Akelei: Woher haben Sie die Info zu dem Inzidenzwert bei Kindern?

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  7. Herr Ranseier, laut Daten des RKI werden zwar mehr Kinder identifiziert, die sich zuvor mit einer Virusvariante infiziert haben – das liegt aber in erster Linie u.a. daran, dass man hier zuletzt mehr Testungen durchgeführt hat. Schwere Krankheitsverläufe können durchaus auch bei Kindern auftreten, sind aber selbst durch die neuen Virusvarianten nach wie vor eher selten, wenn man jüngsten Einschätzungen einiger Kinderärzte folgt. Von einer „besonderen“ Gefährdung der Kinder kann daher nicht die Rede sein – erst recht nicht durch Gruppensport. Laut Dr. Gerhard Scheuch und einiger weiterer Aerosolforscher finden Ansteckungen zu 99,9% in Innenräumen statt, im Freien ist Sport auch in Gruppen problemlos möglich.
    Als Trainer hatte ich im letzten Jahr sowie in den vergangenen Wochen ausreichend Gelegenheit, Kinder und Jugendliche während des Gruppentrainings im Freien zu beobachten und ich kann berichten, dass – mit wenigen seltenen Ausnahmen – sich alle Trainingsteilnehmer vorbildlich an das vorgegebene Hygiene- u. Abstandskonzept gehalten hatten.
    Nichts für ungut, aber Ihrer Einschätzung kann ich daher in keiner Weise folgen. Gruppensport für Kinder/Jugendliche im Freien muss meiner Meinung auch bei höheren Inzidenzen gestattet sein!

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    1. Ich glaube, dass wir da gedanklich gar nicht soweit auseinander sind. Ich habe mich da – wie bereits weiter oben geschrieben – anscheinend unglücklich ausgedrückt, bzw. habe ich es nicht geschafft auszudrücken was mir eigentlich durch den Kopf ging. Sie haben ja völlig recht, dass die Ansteckungsgefahr draußen im Freien sehr gering ist und die positiven Aspekte von Sport und Bewegung im Freien absolut überwiegen. Aber das ist doch grundsätzlich nicht vom Alter abhängig. Warum ist bei den bis 14 Jährigen Gruppensport erlaubt, und alle anderen sind außen vor? Es gibt doch genug kontaktlose Sportarten, die ich draußen durchführen kann.

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  8. Wie lang soll denn das alles noch so weitergehen?

    Der Inzidenzwert ist zwar hoch, aber die täglichen Todesopfer längst nicht mehr auf der Höhe der zweiten Welle.

    Da aktuelle Problem ist der Mangel an Pflegepersonal in den Krankenhäusern und der daraus resultierenden Belegung der Intensivbetten.

    Da der Coronavirus immer wieder mutieren kann, werden wir auch nach ‘Durchimpfung’ nicht viel weiter kommen.

    Wäre es statt dessen nicht endlich, ENDLICH! an der Zeit die Arbeit in Krankenhäusern wieder so attraktiv zu gestalten, in Form von Geld, Freizeit und Planungssicherheit und genügend Kolleginnen und Kollegen, so dass die Belegung der Intensivstation nicht mehr so schnell an ihre Grenzen stößt.

    Es hab bereits vor der Pandemie einen Pflegenotstand und scheußliche Zustände in kaputt gesparten Krankenhäusern und Kliniken.

    DA muss etwas geändert werden! Sofort und umgehend….. und eben nicht an den bisherigen Rädchen der Meets und Tests und #VerbarrikadiertEuch drehen, die für das Infektionsgeschehen keine bedeutsame Wirkung mehr haben.

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  9. Nur leider I.H. haben es viele noch nicht verstanden das Corona nicht mehr weggeht. Wir werden damit leben müssen ob wir wollen oder ned und da hilft auch kein nur noch einmal a bissal anstrengen.
    Es muss in die Köpfe es wird nie, nie wieder so wie es mal war. Seit nicht so blauäugig.

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  10. Wenn man die Statistiken ansieht dann geht zb auch hervor dass sich in letzter Zeit mehr Kinder zwischen 15 und 19 infizieren! Was ist mit den jüngeren, die auch kaum begreifen warum sie nicht in den Kindergarten dürfen, keinen Kontakt zu Oma und Opa (U 70 daher noch keine Impfung) und keinen Besuch in der 1. Klasse oder Grundschule…. mal ganz ehrlich, lesen, rechnen und schreiben ausschließlich zuhause lernen, nebenbei noch Kindergartenkinder im Haus die ruhig sein sollen und dann zum Ausgleich am besten vor die Glotze und nicht zum spielen und auspowern nach draußen????
    Meine Kinder benötigen die körperliche Betätigung um auch Frust abzubauen sich bei allen angestaut hat und die Kinder aber noch zu klein sind um eigentlich zu begreifen und zu reflektieren was eigentlich los ist! Bewegung und Sport an der frischen Luft trägt sicher nicht zum Pandemiegeschehen Teil.
    Was dürfen den die kleinsten überhaupt noch? Sperren wir sie einfach alle weg, wehren können sie sich ja eh nicht! Hauptsache wir können mit Test zum Friseur, zu Ikea und weis sonst noch was, getestete Kinder gehören eingesperrt…… gehts noch???

    Überhaupt ist die „Notbremse“ meiner Meinung nach eine totale Vera…… es soll alles einheitlich in den Ländern gemacht werden damit es nicht zu Verwirrung führt- ah klar, ich verstehe, in Deutschland bei einer Inzidenz von 165 alle in den Distanzunterricht AUSER in Bayern da gilt die 100- tolle Einigkeit!!!!

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  11. Schulen zu trotz Test aber ein Festival für 40.000 Menschen mit negativen Test- mitten in Bayern!!!!

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