„Die Tendenz stimmt“

Rundum positive Bilanz bei Betriebsversammlung der Molkerei MEGGLE

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Das Geschäftsjahr 2017 weist für MEGGLE insgesamt eine erfreuliche Entwicklung auf. Der Umsatz des Unternehmens kletterte nach oben. Zu schaffen machte der Molkerei aus Wasserburg unter anderem die gestiegenen Rohstoffkosten im abgelaufenen Geschäftsjahr. „Mit Investitionen in eine neue, hochmoderne Produktionseinheit rüstete sich MEGGLE 2017 dennoch erfolgreich für die Zukunft“, berichtete der Vorstandsvorsitzende, Reinhold Schlensok (Foto).

Der Standort Wasserburg soll auch in den nächsten zwölf Monaten ausgebaut werden.

Toni Meggle ehrte im Anschluss an die Berichte die Jubilare des Unternehmens und nahm die Freisprechung der Auszubildenden höchstpersönlich vor.

Der Betriebsratsvorsitzende, Robert Janjanin, begrüßte die Belegschaft und bedankte sich im Namen der Arbeitnehmer für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Er blickte auf das Jahr 2017 zurück, betonte die hohe Betriebszugehörigkeit der Kolleginnen und Kollegen (13,4 Jahre im Durchschnitt) und lobte die Einsatzbereitschaft der Belegschaft.

Toni Meggle, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, freute sich verkünden zu dürfen, dass der Generationenwechsel im Unternehmen vollzogen sei. Reinhold Schlensok hat seit Mitte November den Vorsitz des Vorstands inne. Er bekommt Anfang nächsten Jahres noch Verstärkung im Vorstand.

Auch die Unternehmenszahlen des Geschäftsjahres stimmten Meggle positiv: „2017 war ein wichtiges Jahr – die Tendenz stimmt.“ Der Eigentümer betonte auch, wer daran aus seiner Sicht den größten Anteil hatte: „Ihr Beitrag in diesem Jahr war erneut wesentlich für den Erfolg des Unternehmens, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich bei Ihnen!“

Reinhold Schlensok blickte danach erstmals auf das Geschäftsjahr der MEGGLE-Gruppe zurück. Zuvor ließ sich der CEO es aber nicht nehmen, sich bei der gesamten Belegschaft für den „freundlichen, offenen und hilfsbereiten Empfang“ zu bedanken.

„Insgesamt weist MEGGLE eine positive Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr auf“, fasste der Vorstand zusammen. Der Umsatz beläuft sich heuer auf rund eine Milliarde Euro, eine deutliche Steigerung zum schwächeren Jahr 2016. Dieses positivere Ergebnis resultiert in erster Linie aus Preiserhöhungen, aber auch aus Wachstum der Unternehmensgruppe. MEGGLE konnte zudem an die Landwirte einen höheren Milchpreis zahlen, der auch über dem langjährigen Schnitt liegt.

Zu schaffen machten der Molkerei aus Wasserburg in diesem Jahr aber die Schwankungen der Rohstoffkosten: „In 2017 haben wir die ganze Bandbreite des Milchmarktes erlebt oder vielmehr aushalten müssen.“ Tatsächlich verdreifachte sich fast der Preis für den notwendigen Rohstoff „Rahm“ innerhalb weniger Monate. Auf der anderen Seite sind die Preise für  Magermilchpulver und Molkenpulver deutlich gesunken. „Wir können diese Entwicklungen nicht aufhalten, nicht ändern und nicht vorhersagen“, so Reinhold Schlensok, „wir müssen sie managen!“

Im Bereich Consumer Products West konnte sich MEGGLE verbessern. Positiv stimmten die Verlässlichkeit und die Treue der MEGGLE-Kunden, denn die Produkte fanden auch weiterhin Anklang. Überregional präsentierten die Wasserburger ihre Kernprodukte, die Alpenbutter und die Kräuter-Butter, in den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern. Das Neu-Produkt „Die Gute zum Backen“ startete zudem sehr erfreulich zur Weihnachts- und Backzeit.

Im Osten Europas konnte MEGGLE mit neuen Protein-Produkten punkten, ebenfalls kam das Sortiment für Lactose-Unverträglichkeit gut an. Wieder ein gutes Ergebnis lieferte die Milch- und Molkenverwertung der funktionalen Trockenprodukte.

Am Standort Wasserburg wurde auch 2017 wieder kräftig in neue, modernere Anlagen investiert. Die neue Produktionseinheit für Lactose der höchsten Reinheitsstufe „ist ein Meilenstein in der Qualitätsaufwertung.“ Im zweiten Halbjahr 2017 konnten bereits erste Produkte validiert werden, Audits wurden unter anderem durch die amerikanische FDA bereits durchgeführt und ohne Beanstandungen abgeschlossen. Auch im Jahr 2018 plant die Geschäftsleitung, wieder einen zweistelligen Millionen-Betrag in die Modernisierung des Firmensitzes in Wasserburg zu investieren.

Mit einem Gerücht, das sich in den letzten Wochen hartnäckig in der Region hielt, wollte Reinhold Schlensok noch aufräumen: „Es ist im Interesse der Eigentümerfamilie, MEGGLE als Familienunternehmen in die Zukunft zu führen. Dass das Unternehmen verkauft werden solle, ist schlichtweg falsch“, so der CEO, der somit auch die Worte des Aufsichtsratsvorsitzenden Toni Meggle noch einmal aufgriff.

Mit den zahlreichen Ehrungen verdienter Mitarbeiter endeten die Reden und somit der offizielle Teil des Abends. Ausgezeichnet wurden Kolleginnen und Kollegen, die seit zehn, 25, oder gar seit 40 Jahren Teil der Erfolgsgeschichte von MEGGLE sind. Auch die Freisprechung der „Ausgelernten“ nahm Toni Meggle 2017 wieder selbst vor.

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2 Gedanken zu „„Die Tendenz stimmt“

  1. Liest sich alles prima. Dann gehe ich davon aus dass Meggle nichts mit den fehlenden 5 Mio. Euro Gewerbesteuer zu tun hat. Oder?

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    1. Wenn man viel Geld einnimmt, dieses aber dann re-investiert in, z.B. Erweiterung der Firma, dann bleibt halt nicht mehr viel für die Steuer übrig!!!

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