Die Stadt unterstützt Elterninitiative

Elternschaft gründet „Großtagespflege" nach Trennung von Montessori-Kindergarten

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Nachdem die Waldgruppe des Montessori-Kindergartens in Gabersee wegen gravierender Konflikte mit Teilen der Elternschaft zum Ende des Kindergartenjahres aufgelöst wird, hat sich eine Elterninitiative gegründet, die künftig eine sogenannte Großtagespflege mit Schwerpunkt Waldpädagogik in Wasserburg betreiben möchte. Die Elterngruppe beantragte nun Zuschüsse von der Stadt Wasserburg…

Großtagespflege ist eine Form der Kindertagesbetreuung für Kinder im Alter bis zu 14 Jahren in einer Gruppe von maximal zehn Kindern. Die Elterninitiative beantragte für die Gründung der Großtagespflege Unterstützung von der Stadt Wasserburg. Dieser Antrag wurde in der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses einstimmig stattgegeben. Die Stadt Wasserburg unterstütz die Elterninitiative mit folgenden Leistungen:

Der Bauwagen, der auch für den Montessori-Waldkindergarten hergenommen wurde und Eigentum der Stadt ist, wird in einen betriebsfähigen Zustand versetzt und der Elterngruppe kostenlos zur Verfügung gestellt. Die dem bisherigen Nutzer entstandenen Aufwendungen für die Herstellung eines Podests und eines Sicherheitsnetzes sowie die Entfernung der Deichsel in Höhe von rund 2.000 Euro werden erstattet. 

Der Bauwagen soll in Zukunft in der nördlichen Burgau in der Nähe des Bolzplatzes beim Hesse Weiher aufgebaut werden.

Für Investitionen im Rahmen der Erstausstattung wird gegen Vorlage entsprechender Belege ein Zuschuss bis maximal 5.000 Euro gewährt. Laufende Kosten werden nicht bezuschusst.

Edith Stürmlinger vom Bürgerforum bedauerte das Aus der Waldgruppe: „Obwohl ich es sehr bedauere, dass man sich nicht mit dem Montessori-Kindergarten einigen konnte, unterstütze ich die neue Entwicklung auf jeden Fall. Waldpädagogik ist eine besondere Form der Kinderbetreuung, die es sonst in Wasserburg nicht gibt.“

Auch Bürgermeister Michael Kölbl unterstützt die Gründung der Großtagespflege in Form der Waldgruppe. „Die Stadt ist immer an einem breiten Angebot für die Bürger interessiert“, so Kölbl.

Ein Antrag von Armin Sinzinger vom Wasserburger Block, den Zuschuss um 2.500 Euro auf 7.500 Euro zu erhöhen, wurde mit zwei gegen fünf Stimmen abgelehnt. Auch sein zweiter Vorschlag, die finanziellen Mittel nicht auf Investitionskosten zu beschränken, wurde von den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses mit vier Gegenstimmen zurückgewiesen.

Die in der Sitzung anwesenden Teil der Elterninitiative waren trotzdem sichtlich erleichtert über den Zuschuss der Stadt. Der erste Schritt ist gemacht. Die nächste Hürde für die Elternschaft ist nun die Prüfung der Fachaufsicht. STÜ

 

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