„Die sind feige oder haben kein Interesse”

Schule und Feuerwehr im Fokus: Wahlkampfabend der Freien Wähler Reitmehring-Wasserburg

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Die Freien Wähler Reitmehring-Wasserburg hielten im jetzt Gasthaus Fischerstüberl eine Informationsversammlung zum Thema Schule und Feuerwehrstandort Reitmehring ab. Wie der Vorsitzende Josef Baumann in seiner Begrüßung betonte, war es notwendig die Bürger zu informieren, da von Teilen des Elternbeirates und des Feuerwehrvereines über einen geplanten Elternbrief Behauptungen aufgestellt worden seien, die nicht haltbar waren.

Baumann betonte, dass die Freien Wähler Reitmehring-Wasserburg im Wahlkampf die einzige Wählergruppe oder Partei seien, die sich dieser Problematik annehmen würden. Weil einige Feuerwehrler strikt gegen eine Verlagerung der Feuerwehr an einen Standort seien – vor allem aus persönlichen Gründen, so Baumann – bei dem die gesetzliche Hilfsfrist von zehn Minuten eingehalten werde, würden sich die anderen nicht an dieses Thema nicht herantrauen. Baumann nannte das ‘feige oder sie haben für Reitmehringer Probleme kein Interesse’. Dr. Ursula Budenhofer beschwerte sich, dass eine vertrauliche E- Mai von ihr – wegen des Themas an die Vorsitzende des Elternbeirates – von dieser an  Feuerwehr und Bürgermeister weitergeleitet worden sei.

Die Freien Wähler Reitmehring-Wasserburg favorisieren einen Neubau der Feuerwehr an einem anderen Standort – nicht nur um die Hilfsfrist vor allem Richtung Attel einhalten zu können, sondern auch um die äußerst schwierige Parkplatzsituation an der Schule, dem Kindergarten und der Turnhalle zu verbessern, sagte Josef Baumann. Er halte es  für aberwitzig, erst etwa 1,5 Millionen Euro in den Ausbau der Feuerwehr am Standort auszugeben und anschließend den Platzbedarf der Schule mit einer Aufstockung zu lösen. Damit habe man keinen einzigen Parkplatz gewonnen.

Auch die Schulwegsicherheit gelte es zu beachten. Baumann bestritt auch den angesprochenen zeitlichen Ablauf einer möglichen Baumaßnahme von zehn Jahren, weil ja erst in Wasserburg gebaut werden solle. Die Stadt habe auch die Sanierung der Mittelschule mit über 18 Millionen Euro in zwei Jahren stemmen können …

Er sehe auch keinen Zusammenhang mit der Höhenfreilegung der B304. Die Freien Wähler Reitmehring-Wasserburg würden weiter für die Verbesserung des Schulstandortes und einem Neubau der Feuerwehr an einem geeignetem Standort kämpfen, betonte Baumann abschließend.

 

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7 Kommentare zu “„Die sind feige oder haben kein Interesse”

  1. Das Problem ist nicht der Standort von Feuerwehr/Schule, sondern das gesellschaftliche Verhalten rund um den Straßenverkehr. Eltern-Taxis, die völlig unnötig die Straßen in diesem Bereich verstopfen, mangelnde Fahrgemeinschaften, usw. tragen entscheidend zur Belastung vor Ort bei. Aber genau an DIESES Thema traut sich eben niemand ran!

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    1. Sehr geehrter Ortstermin und Beobachter,

      bitte beachten Sie, dass es sich hier um Standort Feuerwehr- Schule – KINDERGARTEN/KRIPPE handelt.

      Derzeit besuchen ca. 70 Kinder die Reitmehringer Kinderkrippe und Kindergarten. Es scheint fast vermessen, da von unnötigen ” Elterntaxis” zu sprechen.

      Wer sollte Kleinkinder und Kindergartenkinder bringen, außer den Eltern (Großeltern)?

      Wie Sie sicher wissen, ist zudem der Weg zwischen Schranke und KiTa für einen 1-jährigen auch nicht ganz kurz und im Falle eines Ausrückens der Feuerwehr mit einem hohen Gefahrenpotential verbunden.

      Dies gilt aber natürlich ebenso für Grundschulkinder.
      Dass Schuleingang und Ausfahrt aus dem Feuerwehrhaus eine Einheit bilden, das ist suboptimal und gefährlich – für Feuerwehr, Schüler und KiTa-Kinder.

      2x täglich benutzen also ca. 220 Kinder im Alter von 1-10 Jahren die gemeinsame Einfahrt zu Schule, KiTa und Feuerwehr – egal, ob mit oder ohne Eltern, eine brisante Situation.
      Bedenken Sie zudem, dass die Turnhalle auch nachmittags sowie das Schwimmbad von anderen Schulen, Schwimmkursen … hochfrequentiert sind und aufgrund dessen ein hohes Parkaufkommen herrscht.

      Nur von den Schülereltern zu sprechen ist etwas kurzsichtig (und selbst dann ist es deren Entscheidung).
      Was die Bring-Holkultur angeht, kann dies sicher eigenständig und allgemein Schulen übergreifend diskutiert werden, aber sicher nicht nur lokal im Zusammenhang mit der Feuerwehr.

      Der gesunde Menschenverstand müsste doch jedem vernünftig denkenden Bürger sagen, dass eine Trennung für alle Beteiligten nur von Vorteil wäre.
      Das vor 2 Jahren beklagte Problem, keine Option für einen möglichen Neubau mangels Grundstück zu haben, kann u.U. der Vergangenheit angehören, was doch begrüßt werden sollte.
      Ebenso würden ja auch viele begrüßen, wenn Privatgrund anderorts für Geh-/Fahrradwege veräußert werden würde, da stünde der Verkäufer auch nicht in der Kritik (egal, wer auch verkaufen sollte).
      Schade, dass das schon so lange bestehende Problem gerade erst jetzt wieder diskutiert werden muss…

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  2. Anderen Feigheit, fehlendes Interesse und v.a. “persönliche Gründe” zu unterstellen, während weitgehend bekannt ist, welche persönlichen Interessen mit dieser Standortdiskussion wirklich verfolgt werden, das hat schon was und die Vehemenz, mit der hier “am Dreck a Watschn gem” wird, die nötigt beinahe schon wieder Respekt ab.

    Die passende Antwort gibt es dann hoffentlich am Sonntag.

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  3. @beobachter: welche persönlichen Interessen werden denn verfolgt?

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  4. Vom Begriff „Feige oder haben für Reitmehring kein Interesse“, möchte ich mich als Mitglied der Freien Wähler Reitmehring Wasserburg in aller Deutlichkeit distanzieren..
    Es sind ehrenwerte Reitmehringer, außerordentlich stark engagierte Feuerwehrler die sich schon über Jahrzehnte für unsere Wehr und Gemeinwohl unseres Stadtteils Reitmehring/Attel/Gaberseh, engagieren.
    Nachdem Schule, Kindergarten und Kinderkrippe voll im Zentrum des Ein-und Ausfahrt der Feuerwehr liegt, in allen drei Einrichtungen eher mit ansteigende Anzahl an Kinder zu rechnen ist, ist die Überlegung der Freien Wähler für einen neuen Standort ja nicht “von gestern“ sondern legitim und zukunftsorientiert.
    Warum ein Großteil oder die komplette FW Vorstandschaft dagegen ist, wird seine Gründe haben. Auch die gehören berücksichtigt und im offenen Dialog und vernünftigen Austausch gegenübergestellt.
    Peter Marcher

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  5. Nachdem der „Beobachter” in seinem Betrag zum obigen Artikel mich öffentlich, persönlich und absichtlich zu diffamieren versuchte, sehe ich mich doch veranlasst, darauf eine Stellungnahme abzugeben. Frage: Wo ist das persönliche Interesse von mir? Die Stadt hat vor kurzem im Rahmen des Feuerwehrbedarfsplanes ein Gutachten in Auftrag gegeben,um einen Standort zu finden, auf dem ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden könnte, vor allem in Hinsicht auf die notwendige Hilfsfrist von 10 Minuten in denen die Feuerwehr mit mindestens einem Fahrzeug am Unglücksgeschehen sein kann. Da dieser mögliche Standort in der Nähe meines Hofes liegt und ich als verantwortungsvoller Bürger und Stadtrat meine Bereitschaft signalisierte, meinen notwendigen Teil eines Grunderwerbes zu leisten, ist bei einem Teil der Feuerwehr die Bereitschaft einen Umzug mitzumachen, auf null gesunken. Ich frage mich, wo hier mein persönliches Interesse ist, das mir der „Beobachter” unterstellt? Freiwillig meine freie Sicht nach Süden und wertvolle Pferdeweide herzugeben – ich hab sie wohl nicht alle! Und war das auch ein persönliches Interesse als ich der Stadt Ausgleichsflächen für den Kiebitz zur Verfügung stellte, um die Ansiedlung eines Gewerbebetreibes mit zirka 30 Arbeitsplätzen auf Wasserburger Gebiet zu ermöglichen? Der Gewerbegrund war nicht von mir! Oder als ich dem Straßenbauamt signalisiert habe, Ausgleichsflächen für den Bau der B304 zur Verfügung zu stellen. Wenn ich als Bauer für das Allgemeinwohl und für die Stadt mithelfe, dass sich diese entwickeln kann, dann ist es mehr als schändlich, mich dafür öffentlich zu diffamieren.Ich habe jetzt 36 Jahre für die Stadt und unsere ehemalige Gemeinde Attel versucht zum Wohle von uns allen Kommunalpolitik zu machen. Und würde dies auch weitere sechs Jahre wollen,deshalb kandidiere ich ja. Eigentlich ist es ja eine Angelegenheit für den Kadi, aber im Wahlkampf verlieren halt manche den Anstand. Der „Beobachter” möge doch bitte bei den Bewohnern der Stiftung Attl anrufen und ihnen mitteilen, dass sie im Erstfall zwei Minuten länger als erlaubt warten müssen, bis Rettung kommt, allerdings aus einem anderem, seinem persönlichem Interesse.

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  6. Des wäre wirklich interessant

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