Die schärferen Regeln ab Montag

Es wird noch stiller: Ein Überblick - Kinder ab drei Jahren werden bei den Kontakt-Auflagen „nicht mehr herausgerechnet"

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Zu den wichtigsten neuen Regelungen, die ab dem morgigen Montag bis zum 31. Januar gelten, gehört – wie berichtet – die Verschärfung der Kontaktbeschränkungen. Danach sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis des eigenen Hausstandes und mit maximal EINER weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person erlaubt. Kinder ab drei Jahren werden ab morgen bei den Kontakt-Auflagen „nicht mehr herausgerechnet”. Ab Montag gilt zudem die 15-km-Begrenzung für Corona-Hotspots …

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen) darf man sich für touristische Tagesausflüge nicht mehr als 15 Kilometer vom eigenen Wohnort entfernen. Für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen (in Bayern) oder zu einem Familienangehörigen zur Betreuung gilt dieser Radius nicht.

Wichtig: Es gilt nicht die Wohnadresse, sondern das gesamte Gemeinde- oder Stadtgebiet.

Die weiteren Schutzmaßnahmen-Regeln ab morgen:

• Restaurants, Hotels, Kultur- und Freizeiteinrichtungen (Kinos, Museen, Fitness-Studios) sowie viele Geschäfte müssen bis mindestens 31. Januar weiterhin geschlossen bleiben. Der To-Go-Verkauf in der Gastro bleibt bestehen – neu ist, dass im Einzelhandel unter strengen Hygiene-Auflagen telefonisch oder online bestellte Ware vor Ort abgeholt werden darf …

• Die nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr gilt ebenfalls weiter.

• Wo immer möglich, sollen alle ins Homeoffice gehen …

• Auch alle Kitas und Schulen bleiben zu – es gibt ausschließlich Distanzunterricht und Notbetreuung.

Jedes Elternteil bekommt in diesem Jahr bis zu zehn extra Tage Kinderkrankengeld (also insgesamt 20 Tage), Alleinerziehende entsprechend bis zu 20 Tage extra. Der Anspruch gilt auch, wenn das Kind wegen Corona nicht in die Schule oder Kita gehen kann.

• Um ausgefallenen Unterricht nachholen zu können, fallen die Faschingsferien aus. Außerdem werden laut Bayerns Kultusminister Michael Piazolo die Abschlussprüfungen in allen Schularten verschoben. Die Details wolle man noch absprechen. Auch ihre Zwischenzeugnisse erhalten Bayerns Schülerinnen und Schüler später – und zwar am 5. März statt, wie bisher geplant, am 12. Februar.

• Testpflicht für Reiserückkehrer: Wer nach Deutschland einreist, muss einen aktuellen Corona-Test vorlegen und trotzdem zunächst in Quarantäne. In Bayern war eine solche Regelung schon vor Weihnachten beschlossen worden.

• Betriebskantinen dürfen allenfalls noch Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten. Der Verzehr vor Ort ist untersagt.

Bayerns Ministerpräsident sagte gestern, es sei nicht seriös, jetzt zu sagen, im Februar sei alles vorbei. Die Pandemie werde das Land noch Monate beschäftigen.

Söder warnte erneut vor allem vor der Gefahr, dass sich Virus-Mutationen ausbreiten.

Die Auszahlung der Finanzhilfen des Bundes an die von der Corona-Krise betroffenen Firmen kritisierte Söder als zu schleppend. Die Geschwindigkeit der Verwaltung sei in Deutschland zu langsam, sagte er mit Blick auf die von Bundeswirtschafts- und Finanzministerium beschlossenen Entschädigungen für Umsatzausfälle etwa für die Gastronomie.

Quelle BR

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7 Kommentare zu “Die schärferen Regeln ab Montag

  1. Gibt es die Aussage, dass die Gemeindegrenze und nicht die Wohnadresse zählt, auch von Seiten des Staates/Freistaates? Ich glaube nicht, dass die Info da steht, wo sich ein Durchschnittspolizist informiert.

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    1. Was bitte ist für dich ein „Durchschnittspolizist“?

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  2. @ Nr. Sicher
    Nach zu lesen auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums.

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  3. Echt durchdacht! Innerhalb der 15 km darf ich so viele Spezln besuchen wie ich will, aber meine Freundin in M nicht….
    Ich denke, man sollte es bis Ende Januar wie im März machen: drei Wochen komplettes privates Kontaktverbot und nicht solche Wischiwaschi-Regelungen. Lieber einmal kurz richtig gscheid, statt immer nur so halbe Sachen.

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    1. Stimmt schon irgendwie, aber es ist leider nicht so richtig sicher, ob wir mit 3 Wochen jetzt im Winter hinkommen.

      Harte Regeln dann 6 Wochen, 8 Wochen …?
      Wer macht da noch mit, wenn es jetzt schon so lasch gesehen wird.
      Irgendwie muss es die Politik schaffen, es so vielen wie möglich recht zu machen.
      Impfstoff ordentlich prüfen, um die Angst zu nehmen und gleichzeitig ganz viel, ganz schnell davon zur Verfügung stellen.

      Die Kritik und die Forderungen, die von Bürgern und Opposition kommen, erinnern an den Ruf der eierlegenden Wollmilchsau.

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  4. Es müssten endlich mal die Großraumbüros entzerrt werden. Die wenigsten machen Home-Office. Da hilft es auch nicht, wenn man sich nicht mehr in die Betriebskantine sitzen darf. Dann sitzen eben alle an ihrem Platz beim Essen. Es wäre besser wenn die Meisten Home-Office nutzen würden und der Rest in Schichten zum Essen gehen.
    Der Radius von 15 km ab Gemeindegrenze ist doch so sinnfrei. Der Landkreis Rosenheim ist groß und beinhaltet die schönsten Ausflugsziele und somit Hotspots. Und wenn dann noch Ausflügler von anderen Landkreisen kommen dürfen, dann ändert das doch gar nichts. Vielleicht bin ich nur zu doof, manch Sinn zu erkennen. Wenn auch keine Ausflügler mehr kommen dürften, wäre das etwas nachvollziehbarer. Dieses scheibchenweise Beschränken macht die Menschen mürb, mich eingeschlossen. Man versucht, sich an alles zu halten und es wird immer strenger. Einmal konsequent alles schließen und im Vorfeld die Kontakte schon auf das Minimalste zu beschränken, wäre besser gewesen als jetzt den Schraubstock Stückchen für Stückchen noch enger zu schrauben. Dann versucht man das mal wieder zu akzeptieren, dann wird aber nebenbei verkündet, dass das noch länger und noch länger dauern wird und Regeln noch härter werden würden. Dann macht es doch einmal gscheit. Des wär tragbarer. Ich hatte bis jetzt sehr viel Verständnis, aber selbst ich komm jetzt an meine Grenzen. Alleinlebende alte Menschen leiden und Kinder und Jugendliche sowieso. Studierende sitzen stundenlang vorm PC und verfolgen schon das 2. Semester die Onlinevorlesungen. Keine persönlichen Kontakten zu Gleichgesinnte und Professoren. Keine gemeinsame Treffen mit Freunden. Richtig, wenn sie sagen, darauf kann die Jugend mal verzichten. Aber ich sehe, dass es selbst die Eltern nicht schaffen. Es wurden alle Schlupflöcher ausgenutzt. Der unbändige Drang der Freiheit, kostet uns immer mehr an Freiheit.

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  5. Lieber Osterhase, Hauptsache jammern – schau Dir doch mal die Corona 15 Km Regel mit ihren Ausnahmen genau an, dann wirst Du feststellen, das man seine Lebensgefährtin auch besuchen darf, wenn sie weiter weg als 15 Km wohnt. Es gibt einige Ausnahmen für Betroffene.

    An erster Stelle sollen doch touristische und unnütze Fahrten unterbunden werden und das mit Recht.

    Wir müssen jetzt einfach mal alle unsere Kontakte minimieren und im privaten Bereich nicht immer nach Schlupflöchern suchen und nicht jeder seine eigene Regeln festlegen.

    Wirtschaftlich ist das Ganze ein Desaster – aber, da müssen wir jetzt durch.

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