Die Risiken elterlichen Alkoholkonsums

Fachambulanz der Diakonie informiert zum „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“

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Die Fachambulanz für Suchterkrankungen der Diakonie Rosenheim informiert anlässlich des „Tages des alkoholgeschädigten Kindes“ am kommenden Montag über die so genannte „Fetale Alkoholspektrumstörung” (FASD). Darunter werden physische und psychische Schädigungen verstanden, die vor der Geburt durch den Alkoholkonsum dem Kind zugefügt werden.

Über die Nabelschnur nimmt das ungeborene Kind Nährstoffe, aber auch Gifte auf, welche die Mutter zu sich nimmt. Mit dem Alkoholkonsum gelangen dessen Giftstoffe in den Blutkreislauf des Kindes, wodurch dieses die gleiche Alkoholkonzentration verarbeiten muss wie die Mutter. Durch den Konsum von Alkohol – aber auch anderer Substanzen – in der Schwangerschaft können sowohl körperliche Fehlbildungen und Krankheiten als auch lebenslange Beeinträchtigungen in der geistigen Entwicklung entstehen.

Aber nicht nur Frauen sollten während der Schwangerschaft ihren Alkoholkonsum überdenken, warnen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und FASD Deutschland. Auch zukünftige Väter können bei übermäßigem Alkoholkonsum dem ungeborenen Kind schaden. Durch hohen Alkoholkonsum kann die Qualität der Spermien leiden, indem deformierte Samenzellen mit nicht vollständig enthaltenen Erbgut gebildet werden, die zu körperlichen und geistigen Schäden des Kindes führen. Deshalb gilt, das eigene Konsumverhalten bezüglich der Risiken stets zu überdenken und sich dieser bewusst zu sein.

FASD ist zu 100 Prozent vermeidbar, wenn während der Schwangerschaft auf Alkohol verzichtet wird. Die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung und FASD Netzwerk Nordbayern (FASD-Netz) haben eine Petition für die Kennzeichnungspflicht alkoholischer Getränke und Werbung mit oben abgebildetem Logo gestartet. Die Petition kann unter folgendem Link unterstützt werden: https://chn.ge/2Oifk9b.

Die Fachambulanz für Suchterkrankungen der Diakonie Rosenheim setzt sich für eine solche Kennzeichnungspflicht ein und bietet Hilfesuchenden – sowohl Selbstbetroffenen als auch Angehörigen und Freunde –  Beratung und Unterstützung im Umgang mit ihrem Konsum, um sich und ihr Kind vor physischem, psychischem und seelischem Schaden zu schützen. Kostenlos und unter Wahrung der Schweigepflicht.

 

Fachambulanz für Suchterkrankungen:

Außenstelle Wasserburg:
Kasper-Ablinger-Platz24
83512 Wasserburg
Tel.: 08071 – 5975190

Mail: fachambulanz@sd-obb.de.

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