Die Reise zum „Wasserburger Fähnlein“

Besuch aus Österreich beim Theaterkreis - 2020 für beide Ort ein wichtiges Jahr

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Mattighofen ist eine Stadt mit 6500 Einwohnern im oberösterreichischen Innviertel. Und deren Bürger sind seit jeher sehr wehrhaft. Vor 398 Jahren veranlasste der damalige bayerische Herrscher Maximilian I. die Gründung einer Füsilier- und Schützenkompanie. 2020 kann die Mattighofener Bürgergarde ihr 400-jähriges Bestehen feiern – und gedenkt dabei auch eines blutigen Einsatzes in Wasserburg am Inn.

1648, zum Ende des 30-Jährigen Krieges, war die Mattighofener Bürgergarde nämlich am Inn im Einsatz, um Wasserburg gegen die protestantischen Franzosen und Schweden zu verteidigen. Das „Wasserburger Fähnlein“ aus Mattighofen hielt sich tapfer. Und bis heute ist die blutgetränkte Fahne aus diesem kriegerischen Jahr in Mattighofen verwahrt.

Eine Abordnung der österreichischen Bürgergarde besuchte dieser Tage den Theaterkreis Wasserburg, mit dem seit dem Wallenstein-Festival am Inn eine enge Freundschaft besteht. Sepp Christandl, Vorsitzender des Theaterkreises (Zweiter von rechts), empfing die Mattighofener Delegation zusammen mit seiner Ehefrau Lisa in Wasserburg. Ein gemeinsamer Besuch im städtischen Museum stand ebenso auf dem Programm wie ein Erinnerungsfoto vor dem großen Schlachtgemälde im Foyer des Hotels Fletzinger, das einen Auszug aus der Belagerung durch die Schweden zeigt.

Wichtigster Punkt des Besuches aber war der Terminabgleich für das Jubiläumsjahr. Die Wasserburger wollen zum großen Festsonntag der Mattighofener am 12. Juli 2020 eine starke Delegation ins Nachbarland entsenden. Christandl: „Das trifft sich gut. Der Theaterkreis hat in diesem Jahr Bürgerspiel. Unsere Gruppen sind also alle mobilisiert und entsprechend historisch ausgerüstet.“ Er hoffe auf die Teilnahme weiterer Vereine und Gruppen aus Wasserburg. „Mal schauen, ob wir den einen oder anderen Bus für Mattighofen vollbekommen.“

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