Die Qual der Wahl

Wer wird Modell-Stadt oder Modell-Landkreis in Bayern? Landkreise Mühldorf und Traunstein zu hoch in der Inzidenz?

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Tübingen hat es vorgemacht, nun sollen auch bayerische Regionen die Corona-Maßnahmen lockern dürfen. Voraussetzung ist eine effektive Teststrategie. Acht Modellregionen wollte Markus Söder erlauben, 83 Kommunen haben sich nun dafür beworben. Damit ist die Zahl auch am Wochenende weiter gestiegen. Die Entscheidung soll noch diese Woche fallen. Grundsätzlich kommen Städte in Frage, die eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner zwischen 100 und 150 haben! Die Landkreise Mühldorf und Traunstein, der sich bewerben, sind da nun schon drüber in der Inzidenz (wir berichteten). Insgesamt soll es acht Modellregionen geben: In jedem Regierungsbezirk eine, in Oberbayern zwei.

Neben der Stadt Rosenheim – wie berichtet – bewerben sich auch die Stadt Mühldorf, der Landkreis Mühldorf, der Landkreis Traunstein sowie die Stadt München zum Beispiel.

Vorbild ist das baden-württembergische Tübingen. Dort hatte der grüne Oberbürgermeister Boris Palmer eine ausgeklügelte Teststrategie mit Lockerungen der Corona-Beschränkungen verbunden.

So dürfen Gaststätten und Cafés im Freien Essen und Getränke servieren. Auch das Einkaufen ist problemlos möglich.

Voraussetzung: Man hat in einem der Testzentren der Stadt einen tagesaktuellen Corona-Test gemacht, der negativ ausgefallen ist.

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8 Kommentare zu “Die Qual der Wahl

  1. Müssen geimpfte auch einen Test vorweisen?

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    1. Warum sollen Geimpfte nicht getestet werden? Da ich in der Klinik arbeite, weiß ich, dass genügend Menschen auch nach der erfolgten 2. Impfung an Covid erkranken und stationär behandelt werden müssen …

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      1. Für was soll Ich mich dann impfen lassen, wenn Ihre Behauptungen stimmen?

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  2. Wenn sich selbst der bayerische Gemeindetag gegen punktuelle “Modellversuche” ausspricht, darf man gespannt sein, wann und wo das “Tübinger Modell” testweise umgesetzt werden soll bzw. kann.

    Das Kernproblem Nr.1, die zunehmend größer werdenden Zusammenkünfte im öffentlichen Raum, sollte man aber vorher in den Griff bekommen. Diese finden zwar in der Regel nach Ladenschluss statt, sind aber in Zeiten wie diesen völlig inakzeptabel.

    Der Tübinger OB, ein gewisser Boris Palmer, hat sich heute in einem Interview für strikte Ausgangssperren nach xx Uhr ausgesprochen.

    Dem ist nur zuzustimmen!

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  3. @ Helene,

    meines Wissens nach müssen Geimpfte deshalb getestet werden, weil noch vollkommen unklar ist, ob man den Virus nicht trotz Impfung übertragen kann.

    Was mich interessiert ist die Behauptung sie “kennen genügend Menschen die nach der 2. Impfung stationär behandelt werden mussten”.
    Würden sie das bitte näher erklären? Wie viele Menschen sind “genügend” und wo genau?

    Ich finde das deshalb interessant, weil offizielle Studien ja eigentlich belegen, dass bei einer Impfung zwar eine Infektion möglich ist, die Verläufe dann ja fast ausschließlich mild sind.

    Wenn nun sie in einer Klinik arbeiten und gleich so viele schwer Kranke nach Zweitimpfung gesehen haben, ist das auf jeden Fall bemerkenswert

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  4. Oh ja, das würde mich auch interessieren, warum geimpfte im Krankenhaus sind. Erläutern sie das bitte Helene. Wäre interessant.

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  5. Update Tübingen

    Steigende Inzidenz seit einer Woche. Aktuell 98,4 (So/28/03). Am Donnerstag, 25/03 betrug diese noch 35. In der Woche davor waren es sogar nur 23.

    Der Tübinger OB beklagt unter anderem den extrem zunehmenden Shoppingtourismus in seine Stadt.
    Von daher wird es am Osterwochenende nur noch Coronatests für die Bewohner der Stadt geben.
    Damit diese im Falle der Negativtestung weiter die Lockerungsangebote wahrnehmen können.

    Was geschieht, wenn die Stadt die 100 reißt? Wird dann unter Umständen landespolitisch in Stuttgart entschieden?

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  6. Auch Tübingen hat sich bald erledigt. Kratzen ebenfalls an der 💯.

    Es ist schon schwer, da wollen wir alles gerne aufmachen, weil wir ja alle so eigenverantwortlich handeln. Interessant nur, dass da, wo wir es beweisen können, nahezu 50% der Infektionen herkommen: Privates Umfeld.

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