Neues Risikogebiet: Tirol!

Corona-UPDATE: Auch alle, die aus Österreich kommen, bitte zwei Wochen zu Hause bleiben

image_pdfimage_print

UPDATE: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rät allen Reisenden, die in den vergangenen zwei Wochen in Österreich, in Italien oder in der Schweiz waren, dringend zwei Wochen zu Hause zu bleiben! Und zwar auch OHNE Symptome! Das heißt es am heutigen Samstagmorgen. Das Robert Koch-Institut hat wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus jetzt auch das österreichische Bundesland Tirol zu einem Risikogebiet erklärt.

Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie 2 Wochen zu Hause – unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht, schrieb Spahn am Abend.

Genau eine Zeile lang war gestern die Pressemitteilung des Landratsamtes zu neuen, offiziell gemeldeten Corona-Fällen im Landkreis Rosenheim. Der Wortlaut: Vier weitere Personen aus dem Landkreis Rosenheim wurden positiv auf den neuartigen Corona-Virus getestet.

Umfangreicher informierte das Landratsamt im Nachbar-Landkreis Traunstein gestern:

Bei den seit Mitte der Woche vier bestätigten Coronafällen im Landkreis Traunstein handelt es sich um zwei Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 30 und 60 Jahren, die sich untereinander nicht kennen. Drei betroffene Patienten befinden sich in häuslicher Quarantäne, einer mit schwereren Symptomen isoliert im Klinikum Trostberg. Der Gesundheitszustand des Corona-Patienten sei stabil, er bekäme eine leichte Beatmungsunterstützung.

50 Menschen, die mit den Coronainfizierten engeren Kontakt hatten, wurden informiert und befänden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne.

Die Kliniken Südostbayern seien auf einen Anstieg der Coronafälle bestens vorbereitet, so der Ärztliche Leiter der Kliniken, Stefan Paech. Es gäbe ausreichend Schutzausrüstungen, jedoch werde es ab kommenden Montag zum Beispiel am Klinikum Traunstein einen zentralen Eingang mit Kontrollen geben.

Im Trostberger Krankenhaus gebe es 25 Betten auf der Isolierstation. Es mache Sinn, dort die schwereren Fälle zu bündeln. Gegebenenfalls könne in den weiteren Krankenhäusern des Klinikverbundes auf mehr Corona-Patienten reagiert werden.

Der Traunsteiner Landkreis hat sich eine unbürokratische Maßnahme überlegt, womit er die gebeutelte regionale Wirtschaft unterstützen will. Landrat Siegfried Walch (CSU) hat in einer Pressekonferenz angekündigt, dass den Betrieben landkreisweit die Gewerbesteuervorauszahlung gestundet werde.

Für die Stundung der Gewerbesteuervorauszahlung werde es ein einfaches Formular geben, das bei den jeweiligen Gemeinden eingereicht werden könne, so der Landrat.

In der Folge stunde der Landkreis den Gemeinden die Kreisumlage: Damit können wir einen kleinen Teil dazu beitragen, dass wir den heimischen Betrieben helfen, sagte der CSU-Politiker. Mit der Maßnahme gehe es um die Liquiditätsversorgung und die Unterstützung der heimischen Betriebe.

Umsatzeinbrüche seien bereits in der Gastronomie und der Hotelerie sowie im produzierenden Mittelstand im Landkreis Traunstein deutlich spürbar.

Quelle BR

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

5 Kommentare zu “Neues Risikogebiet: Tirol!

  1. Und wieviel Influenzaerkrankte gibt es? Ein vielfaches mehr!!! Von denen spricht keiner!!!!

    Antworten
    1. Ja denk mal drüber nach, warum das so ist…

      Antworten
  2. Nun sind die Schulen dicht und weil die Eltern berufstätig sind müssen nun oft die Großeltern einspringen.
    Genau der Personenkreis den wir schützen wollen.

    Antworten
  3. @AK: Bedenken Sie bitte, das das Corona Virus gefährlicher ist. Influenza ist in gewisser Weise vorhersehbar – Corona ist noch unbekannt.

    Die Maßnahmen gegen Corona sind auch effektiv gegen die Grippe.

    Grüße Benjamin

    Antworten