Die Herzen warm gespielt

Am Stoa: Erst mit der Musik von „Parade" und Gerd Baumann und dann mit dem Edlinger Film

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Ein besonders schönes Kompliment gab’s für den Film aus dem Altlandkreis gleich vorneweg von dem großartigen Filmmusik-Komponisten Gerd Baumann: „Unser Konzert ist eine Hommage an diesen so berührenden Film!” Es sei einmalig, was dieses ehrenamtliche Team als Zeitzeugnis der Heimat in jahrelanger Freizeitarbeit da auf die Beine gestellt habe. Musikalisch hatte er die Arbeit gerne sofort unterstützt. Was dann folgte am Stoa – leider in strömendem Regen – war ein ganz wunderbarer Abend mit erstaunlich großem Publikum. Dessen Herzen wurden warm gespielt. Erst mit dem Konzert und dann mit dem Film …

Fotos: Renate Drax

Er kann nicht nur komponieren, er kann auch gut singen … Gerd Baumann.

Der preisgekrönte Filmkomponist, der die Musik zu allen Filmen des erfolgreichen Regisseur Marcus H. ‘Rosi’ Rosenmüller geschrieben hat – nebst Nockherberg-Singspielen – kann musikalisch aus dem Vollen schöpfen. Aber auch Unveröffentlichtes war mit dabei. Lieder, die durch Filme entstanden sind, funktionieren auch ohne Szenen, ohne Dialoge. Das Konzert begeisterte.

Für seine Musik in dem Film „Wer früher stirbt, ist länger tot“ erhielt er den Deutschen Filmpreis: Gerd Baumann zählt zu den bekanntesten Filmmusik-Komponisten. Eigentlich naheliegend, dass er genau diese vielen Film-Werke nun endlich mal in ein Konzert zusammen-gepuzzelt hat. Lieblingsstücke sozusagen.

Trotz Regen spielte sie allerbest auf – seine neue Band-Formation Parade. Eine Hit-Parade ohne Schenkelklopfer. Mit Botschaften, mal leise, mal rockig. Und immer ans Herz gehend …

Wenn die Regentropfen auf mein Schlagzeug klopfen! Foto unten Drummer Flurin Mück.

Zugabe um Zugabe und strömender Regen im Scheinwerferlicht und tosender Applaus. Der schönste Lohn.

Gerd Baumann auf der Stoa-Bühne mit dem jungen Amerikaner und Jazz-Ausnahmetalent Sam Hylton am Piano und seinen kongenialen „Dreiviertelblut“-Kumpels Flurin Mück (am Schlagzeug) sowie Benny Schäfer (am Kontrabass).

Dann gab’s noch einmal Butterbrot und Freiheitsliebe auf der großen Stoa-Leinwand zu sehen. Und alle blieben – fest eingepackt – bis spät in die Nacht!

In einer Mischung aus Spielfilm und Dokumentation zeichnet das Werk ein interessantes Bild aus der unmittelbaren Heimat. Es wurden dafür unwiederbringbar viele Zeitzeugen interviewt und spannende Ereignisse durch Edlinger Kinder und Jugendliche szenisch nachgestellt.

Absolut begeistert war auch Sebastian Schindler, der Jung-Regisseur aus Soyen, dessen neuestes Werk ‘Mit dem Rückwärtsgang nach vorne’ nun Anfang August am Stoa Premiere feiert – und der den Film zum ersten Mal sah. Unser Foto oben zeigt ihn hier links im Bild mit Bernhard Golla vom Edlinger Regie-Team.

Mit Butterbrot und Freiheitsliebe entstand ein Portrait eines Dorfes, das beispielgebend für die ganze Heimatregion ist, in dem viel oberbayerische Geschichte zu sehen ist, die nicht vergessen werden darf. Verantwortlich für dieses einmalige und bleibende Zeitdokument ist das ehrenamtlich arbeitende Team mit Bernhard Golla, Sandra Kulbach, Martin Bacher, Renate Drax, Barbara Böhm, Rupert Hiebl, Andrea Bacher, Alex Drax und Barbara Golla.

Ein paar Impressionen zum Abend, der mit großem Beifall endete:

Lächeln geht auch mit Maske …

… und trotz Regen!

Auch der Comedian Markus Langer aus Moosach war zum Abend am Stoa gekommen – hier links im Bild vor dem Konzert-Beginn im Gespräch mit Martin Bacher vom Edlinger Regie-Team und Vorstand des Kirtavereins Edling.

Und Utopia-Chef Rainer Gottwald (Foto unten) freute sich, dass so viele Besucher begeistert dabei waren. Liebevoll war wie immer alles am Stoa hergerichtet.

Clever: Der Nachwuchs machte es sich im Trockenen unter den Arkaden gemütlich …

Und das schönste Bild noch vor den Musiker-Porträts: Die mit dem Regen tanzen!

Flurin Mück.

Benny Schäfer.

Sam Hylton.

Gerd Baumann.

 

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