Die Gemeinden in der Krisen-Zeit

In unserer neuen Serie heute: SOYEN - Beispielhaft wertvolle Zelt-Aktion beim Rathaus

image_pdfimage_print

Es ist nicht leicht gerade – für niemanden. Die Kommunen im Altlandkreis befinden sich ebenfalls seit Wochen in einer Ausnahmesituation. Da waren neben dem Alltagsgeschäft die Wahlen mit nun – in der nächsten Woche – so zahlreichen, bevorstehenden Wechseln im Bürgermeisteramt. Und da ist die seit kurzem angeordnete, verstärkte Unterstützung aller Gemeinden für den Landkreis / das Gesundheitsamt bei der Suche nach Corona-Kontaktpersonen. Wie ist die aktuelle Lage im Rathaus? In unserer neuen Serie heute: SOYEN – die Gemeinde dort hat beim Rathaus jetzt ein Zelt aufgestellt …

Es ist eine gute Idee, die der Geschäftsleiter Soyens – Georg Machl – da bekannt geben kann: Die Gemeinde Soyen hat beim Rathaus schon vor Tagen ein Zelt aufgestellt, das von den beiden ortsansässigen Arztpraxen genutzt werden kann.

Und zwar zur getrennten Behandlung von Infekt-Patienten: Absolut entlastend für den Praxisalltag empfinden das Dr. med Karola Weiglein und Marika Winkelmayer, die in der Nachbarschaft der Rathaus-Verwaltung ihre Gemeinschaftspraxis in Soyen betreiben und von Anfang an gerne mit der Gemeinde gut kooperieren. Es gehe darum, die Soyener Bürger bestmöglichst zu schützen – die Patienten, aber auch das Personal der Praxis.

Das Zelt bietet in Soyen nun eine perfekte Lösung, Infekt-Patienten getrennt behandeln und auch gegebenenfalls auf Corona testen zu können. Beispielhaft und absolut nachahmenswert für andere Gemeinden …

Das Aufgabenfeld hat sich im Rathaus in Soyen ebenfalls um die enge Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt seit Ostern – wie überall in den Kommunen des Landkreises – erweitert.

Wie berichtet, geht es um die Ermittlung und auch sogenannte Überwachung von angeordneten Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in Bezug auf Infizierte und deren Kontaktpersonen innerhalb der Gemeinde – so der offizielle Text der vom Landkreis angeordneten Vereinbarung.

Wie Georg Machl gegenüber der Wasserburger Stimme erklärte, wurde und wird hier für Soyen neben ihm selbst auch Christa Knörr eingesetzt, die die vorgeschriebene Arbeit in der Gemeinde mitkoordiniere. Ein vollkommen neues Arbeitsfeld in einem hochsensiblen, persönlichen Bereich, der da den Gemeinden zugeordnet wurde.

Froh sei man in Soyen, dass – zumindest zum Zeitpunkt unseres Gesprächs – kein Corona-Fall in den beiden Senioren-Einrichtungen oder in der Asylbewerber-Unterkunft bekannt seien. Man hoffe sehr, dass das so bleibe.

Die Gemeinde Soyen tut ihr Bestmöglichstes, ihre Bürger gut durch die Krise zu führen.

Den Alltag der Gemeindeverwaltung am Laufen halten – das ist die Devise!

Gibt es doch in Soyen aktuell so viele Bauanträge, wie schon lange nicht mehr. Da heißt es, trotz Schichtbetrieb nicht locker lassen im Arbeitsalltag.

Am morgigen Dienstagabend, 21. April, tagt erst um 19 Uhr der Bauausschuss in der Turnhalle der Grundschule Soyen – um 20 Uhr folgt dann die letzte Sitzung des ‘alten’ Gemeinderates. Und die letzte Sitzung vom amtierenden Bürgermeister Karl Fischberger.

Dann folgt am Dienstag, 5. Mai, die konstituierende Sitzung mit dem neuen Bürgermeister Thomas Weber an der Spitze. Neu im wahrsten Sinne des Wortes ist auch die Zusamemnsetzung des Gemeinderates – eine Veränderung gleich zu etwa 50 Prozent!

Die Bürgerversammlung übrigens musste ja ausfallen und wird aber zu einem späteren Zeitpunkt in Soyen nachgeholt!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

5 Kommentare zu “Die Gemeinden in der Krisen-Zeit

  1. Ein Zelt seit Tagen in Soyen beim Rathaus?
    Interessant dies als Bürgerin nun bei euch hier zu erfahren.
    Soyen ist ja bekannt für seine gute Informationspolitik 🙁

    Antworten
  2. Wir haben ja sogar eine eigene Soyen App aber wenn dorthin nichts gemeldet wird…

    Antworten
  3. Es reicht doch, das dann zu erfahren, wenn man betroffen ist und das Zelt nutzen muss… Aber Hauptsache, sich gleich über schlechte Informationspolitik beschweren

    Antworten
  4. Ich beschwere mich nicht, ich merke an und tue kund.
    Das ist noch erlaubt in einer Demokratie lieber Martin!

    Antworten
  5. @ Beata: Normalerweise sollte man als Soyener das Zelt eigentlich bemerkt haben. Spätestens nach ein paar Tagen kommt man hier doch automatisch mal vorbei.

    Antworten