Die etwas andere Schnitzeljagd

Die Wasserburger Theatertage heute: „Indien" mit dem „Cabaret des Grauens"

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Es ist jetzt nicht gerade der einladenste Name für ein Theater-Ensemble – aber zumindest ein besonderer: Am heutigen Mittwoch ist das „Cabaret des Grauens” aus Burghausen bei den Wasserburger Theatertagen zu Gast. Und zwar mit dem Stück: Indien. Es ist ein Wunderwerk des komischen Schreckens und machte die beiden Kabarettisten Josef Hader und Alfred Dorfer – vor allem durch die kultige Verfilmung von 1993 – einst dem Publikum außerhalb Österreichs bekannt.

So stellt sich das „Cabaret des Grauens” selbst vor:

Haben Sie mal wieder so richtig Lust auf Kultur?

Dann kommen Sie bloß nicht zu uns.

Wenn Sie guten Service und große kulinarische Auswahl schätzen, bleiben Sie auf jeden Fall weg.

Suchen Sie einen Partner oder eine Partnerin?
Lieber nicht!

Was wir so machen?
Theater, Kabarett, Lesung, Partey, Konzert, Revue und Vollplaybacktheater. Wir versuchen es zumindest.

Keiner hat behauptet, dass es zum Leben reicht. Aber wir machen es trotzdem. Aus Leidenschaft …

 

Und darum geht’s heute Abend ab 20 Uhr in Wasserburg:

Verschiedener kann man gar nicht sein als Heinzi Bösel und Kurt Fellner: Der eine phlegmatisch durch und durch, der andere ein kleinbürgerlicher Besserwisser. Zu dumm nur, dass die Beiden gemeinsam eine Dienstreise durch die Provinz antreten müssen – um Schnitzel zu verkosten und Brandschutztüren zu begutachten.

Unter der Oberfläche der beiden ungleichen Protagonisten, die im Wirtshaus über die letzten und die ersten Dinge, Wiener Schnitzel, ihre Ängste und abstrusen Sehnsüchte jenseits des Tellerrands philosophieren, lauern lauter kleine Tragödien von einsamen Männern.

Und so verbindet zwei schmierige, grobe Zeitgenossen, die sich anfänglich nicht ausstehen können, am Ende eine wirkliche Freundschaft, die rührt und auch ein wenig traurig macht.

Regie: Chiara Nassauer.
Es spielen: Patrick Brenner und Sascha Ciric.

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Die Schirmherrschaft für die 15. Wasserburger Theatertage liegt beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, vertreten durch Staatsminister Bernd Sibler. Durch eine Jury werden zwei Preise vergeben: für die beste Inszenierung und den besten Darsteller. Auch das Publikum erhält eine Jury-Stimme. Den Preis für die beste Inszenierung (dotiert mit 4.000 Euro) vergibt der Verband Freie Darstellende Künste Bayern e.V., den Preis für die beste darstellerische Leistung (1.500 Euro) der Landkreis Rosenheim. Die als „beste Inszenierung“ gekürte Produktion wird außerdem zu weiteren Spielterminen ins Theater Wasserburg eingeladen.

Wer vier Vorstellungen der diesjährigen Theatertage besucht, bekommt den Eintritt zur fünften Vorstellung geschenkt!

Foto: Cabaret des Grauens

 

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