Die AstraZeneca-Entscheidung

Zum Start bei den Hausärzten - Hoffnung nicht nur der Ständigen Impfkommission: Möge die Kehrtwende Vertrauen schaffen

Es ist leider zu einem Paradoxon geworden – an dem heutigen Tag, an dem es in den Hausarzt-Praxen im Freistaat losgehen soll: Ausgerechnet der Impfstoff, der in Deutschland als einziger zunächst nur für Menschen unter 65 zugelassen worden war, ist seit der Sondersitzung des Bundes und der Länder am gestrigen Abend (wir berichteten) nun zu dem Vakzin geworden, das nur noch Personen bedenkenlos verabreicht werden kann, die älter als 60 sind. AstraZeneca sorgt für Wirbel und einen heftigen Rückschlag in der noch gestern Mittag so zuversichtlichen Impf-Strategie auch Bayerns (wir berichteten ebenfalls). Ab sofort gilt: BionTech-Impfstoff auch und gerade für die Jüngeren.

Die Hoffnung nicht nur der Ständigen Impfkommission (Stiko): Dass diese Kehrtwende, diese Entscheidung gestern zu AstraZeneca Vertrauen schaffe.

Auch die Gesundheitsminister waren am gestrigen Dienstagabend der Empfehlung der Stiko gefolgt, das Präparat von AstraZeneca nur noch für Menschen ab 60 Jahren einzusetzen. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen. Erst Mitte März waren Astrazeneca-Impfungen nach einer einige Tage langen Impfpause und neuen Überprüfungen (wir berichteten) wieder angelaufen.