Die Arme zum Himmel, Schonstett!

In der A-Klasse gestern ein 3:1-Sieg gegen den großen Nachbarn Eiselfing

image_pdfimage_print

Die Einen waren vor kurzem noch in der B-Klasse, die Anderen zwei Ligen höher in der Kreisklasse: Gestern empfing der SV Schonstett den TSV Eiselfing in der Fußball-A-Klasse zum Spitzen-Duell! Mit Brisanz: Schonstett als Dritter gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer aus der örtlichen Nachbarschaft! Gut 120 Zuschauer kamen.

Schonstett legte bei perfektem Fußballwetter gleich los wie die Feuerwehr. Die siebte Spielminute war noch nicht vollendet, als …

… der TSV Eiselfing den Ball nach einem schnell vorgetragenen Angriff des SVS nicht entscheidend klären konnte. Aus dem Gewühl heraus landete das Leder im Strafraum beim starken Schonstetter Sebastian Bufler – dieser wiederum legte mit viel Übersicht am Fünf-Meter-Raum quer auf den technisch herausragenden Neuzugang Goran Divkovic, und zwang diesen schon fast dazu, den Ball in die Maschen zu hämmern.

Nach dem frühen 1:0 war Schonstett darauf bedacht, keine Fehler zu machen und die Räume in der eigenen Hälfte so gering wie möglich zu halten.

Der TSV Eiselfing wollte durch ruhig vorgetragene Angriffe und gefällige Kombinationen den Weg ins von Sergej Aselbor gehütete Schonstetter Tor finden. Allerdings verteidigte der SV den eigenen Strafraum äußerst clever, und so war für die Eiselfinger Offensive spätestens am Strafraum Schluss.

Wie effizient der SVS in der ersten Hälfte war, bewies er in der 36. Minute, als wieder ein schnell vorgetragener Angriff von Eiselfing nicht geklärt werden konnte, und nach zwei bereits abgewehrten Schüssen sich Dino Samec nicht zweimal bitten ließ und den Ball im Kasten von Konrad Seidinger unterbringen konnte.

Als die Schonstetter Fans nun zu hoffen begannen, dass man diese komfortable 2:0-Führung doch bis in die Halbzeit nehmen sollte, bewies der Schonstetter Trainer Pero Jokic, ein perfektes Händchen, als er den fleißigen Philipp Zapf erschöpft vom Spielfeld nahm, und den jungen Alexander Witte in den Angriff beorderte.

Denn dieser war es, der in der 42. Spielminute, ganze sechs Minuten nach seiner Einwechslung, eine perfekte Flanke vom linken Strafraumeck am langen Pfosten wunderschön mit dem Kopf im Eiselfinger Tor unterbringen konnte. So lautete der Halbzeitstand nun 3:0!

Eiselfing kam mit viel Wut im Bauch aus der Kabine, und legte alles daran, einen schnellen Anschlusstreffer zu erzielen. Es konnten auch einige Torabschlüsse und gefährliche Flanken kreiert werden. Allerdings fehlte die klare 100-Prozent-Torchance …

Durch die nun riskantere und offensivere Spielweise des Tabellenführers, kam Schonstett immer wieder zu höchst gefährlichen Kontern. Und wie es dann so läuft, wenn man vorne die klaren Dinger nicht macht, bekommt man hinten natürlich eins rein.

Eiselfing konnte einen Stellungsfehler der Schonstetter Defensive ausnutzen, und einen schönen Pass aus dem Mittelfeld in die Gasse auf den im stärker werdenden Johannes Dirnecker spielen. Dieser nutzte die Unkonzentriertheit eiskalt aus, und verkürzte in der 74. Spielminute auf 1:3.

Die letzten 15 Minuten versuchte Eiselfing nach vorne alles, aber die Männer um Schonstetts Kapitän Christoph Obermaier hielten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und riesigem Kampfgeist dagegen, und hätten in den Schlussminuten das Ergebnis nach gefährlichen Angriffen durchaus noch höher stellen können.

So aber blieb es beim 3:1, der starke Schiedsrichter Michael Hofbauer beendete die Partie nach 90 Minuten. Es war die erste Saison-Niederlage für die Eiselfinger –  und die Schonstetter Spieler lagen sich glücklich in den Armen …

Marcus Rieger, der nach acht langen Wochen endlich sein Comeback feiern konnte, meinte nach dem Spiel nur: „Es ist schon wirklich ein Hammer-Gefühl, wenn man gegen den großen Nachbarn gewinnen kann.“

Jetzt heißt es für Schonstett, die starke Vorstellung am kommenden Mittwoch in Schnaitsee zu bestätigen. Gespielt wird um 19.30 Uhr in Schnaitsee.

be

So haben sie das Nachbarschafts-Derby gespielt gestern (links Schonstett – rechts Eiselfing):

keeper Sergej Aselbor 1 1 Konrad Seidinger keeper
player yellow card Simon Osterloher 2 2 Thomas Inninger player
player Thomas Obermaier 3 3 Patrik Hartl player
player substitution home Sebastian Bufler 4 4 Nicolas Wiemer player
player yellow card Dragisa Topic 5 5 Florian Zosseder player
player Simon Dirnecker 6 6 Andreas Mueller player
player Benno Maier 7 7 Christian Krieger substition guest player
captain Christoph Obermaier 8 8 Bernhard Dirnecker player
player substitution home Philipp Zapf 9 9 Florian Dirnecker substition guest captain
player goal Goran Divkovic 10 10 Christian Mueller player
player goal Dino Samec 11 11 Markus Pauker player
Ersatzbank
substitute Christian Otter 12 12 Johannes Dirnecker goalsubstition guest substitute
substitute substitution home Johannes Hofmeister 13 13 Thomas Wagner substition guest substitute
substitute substitution homegoal Alexander Witte 14 14 Stefan Wagner substitute
substitute substitution homesubstitution home Marcus Rieger 15
substitute Ludwig Betzl 16
Trainer
Jokic, Petar Hanslmeier, Florian

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren