Deutlich höhere Strafen

Von unserer Partner-Fahrschule Eggerl: Der Verkehrstipp der Woche (46)

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Wenn die Führerscheinprüfung schon einige Zeit zurückliegt, stellt sich immer wieder die Frage, wie die ein oder andere Regel im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle wöchentlich über Verkehrsregeln und –Mythen auf. In dieser Woche geht es um die drastische Verschärfung der Sanktionen bei Geschwindigkeitsverstößen.

Die Experten der Fahrschule Eggerl: >>Nur wenige Wochen, nachdem wir an dieser Stelle die aktuellen Bußgelder für Geschwindigkeitsverstöße vorgestellt haben, hat der Bundesrat die Reform der Straßenverkehrsordnung beschlossen. Damit einher geht auch eine erhebliche Verschärfung der Sanktionen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Bisher drohen innerorts bei Geschwindigkeitsüberschreitungen erst ab 21 km/h Punkte, ab 31 km/h auch Fahrverbote. Außerhalb geschlossener Ortschaften muss sogar nur mit einem Fahrverbot rechnen, wer mindestens 41 km/h zu schnell unterwegs ist (siehe auch Verkehrstipp vom 5. Februar 2020). Besonders bei den geringeren Geschwindigkeitsüberschreitungen werden die Strafen in Zukunft deutlich angehoben. Vor allem drohen sehr viel früher Punkte und Fahrverbote. Hier die Übersicht über die zukünftigen Sanktionen:

Innerhalb geschlossener Ortschaften die Geschwindigkeit überschritten:

  • … um bis zu 10 km/h: 30 Euro Verwarnungsgeld (bisher 15 Euro)
  • … um 11 bis 15 km/h: 50 Euro Verwarnungsgeld (bisher 25 Euro)
  • … um 16 bis 20 km/h: 70 Euro Bußgeld, 1 Punkt (bisher 35 Euro, kein Punkt)
  • … um 21 bis 25 km/h: 80 Euro Bußgeld, 1 Punkt, 1 Monat Fahrverbot (bisher kein Fahrverbot)
  • … um 26 bis 30 km/h: 100 Euro Bußgeld, 1 Punkt, 1 Monat Fahrverbot (bisher kein Fahrverbot)
  • … um 31 bis 40 km/h: 160 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
  • … um 41 bis 50 km/h: 200 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
  • … um 51 bis 60 km/h: 280 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 2 Monate Fahrverbot
  • … um 61 bis 70 km/h: 480 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
  • … um mehr als 70 km/h: 680 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

Außerhalb geschlossener Ortschaften:

  • … um bis zu 10 km/h: 20 Euro Verwarnungsgeld (bisher 10 Euro)
  • …um 11 bis 15 km/h: 40 Euro Verwarnungsgeld (bisher 20 Euro)
  • …um 16 bis 20 km/h: 60 Euro Bußgeld, 1 Punkt (bisher 30 Euro, kein Punkt)
  • …um 21 bis 25 km/h: 70 Euro Bußgeld, 1 Punkt
  • …um 26 bis 30 km/h: 80 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot (bisher 1 Punkt, kein Fahrverbot)
  • …um 31 bis 40 km/h: 120 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot (bisher 1 Punkt)
  • …um 41 bis 50 km/h: 160 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
  • …um 51 bis 60 km/h: 240 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monate Fahrverbot
  • …um 61 bis 70 km/h: 440 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 2 Monate Fahrverbot
  • …um mehr als 70 km/h: 600 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

 

Wann genau die neue Regelung in Kraft tritt, ist noch nicht klar. Allerdings ist damit zu rechnen, dass dies noch in diesem Jahr der Fall sein wird. Sollte es hierzu Neuigkeiten geben, erfahren Sie es natürlich an dieser Stelle.

Unser Tipp: Augen auf bei der Geschwindigkeitswahl und immer den Tacho im Blick behalten! Ansonsten kann es in Zukunft schnell passieren, dass das Auto für längere Zeit in der Garage bleibt.<<

Foto: WS

 

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12 Kommentare zu “Deutlich höhere Strafen

  1. Hmm, macht ja irgendwie Sinn.
    Schön wäre auch, wenn endlich die bei 100 nur 85 Fahrer bestraft werden würden, daß würde ebenfalls viel Agression und Gefährdungspotential aus dem Straßenverkehr nhemen.

    Antworten
    1. Da hat jetzt aber jemand den Begriff “Höchstgeschwindigkeit” nicht richtig verstanden, oder?

      Antworten
      1. Seine Aussage ist ja, dass das Fehlen einer Mindestgeschwindigkeit zu Aggression und damit Gefährdungspotential führt. Was hätte das mit dem Verständnis der Höchstgeschwindigkeit zu tun?

        Antworten
        1. Eben die Tatsache, dass es nur Höchst- aber keine Mindestgeschwindigkeiten gibt und damit keinerlei Rechtsgrundlage, Langsamfahrer zu bestrafen.
          Wenn ihn Langsamfahrer so furchtbar aggressiv (und damit zu einer Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer) machen, dann sollte man eher die Frage stellen, ob er denn die nötige geistige Reife mitbringt, um am Straßenverkehr teilzunehmen. Das lässt sich im Zweifelsfall in einer MPU abklären.

          Antworten
          1. “Eben die Tatsache, dass es nur Höchst- aber keine Mindestgeschwindigkeiten gibt und damit keinerlei Rechtsgrundlage, Langsamfahrer zu bestrafen.”

            Und eben das Fehlen dieser Rechtsgrundlage prangert Xaver an.
            Gut, dass “Sätze und Zusammenhänge richtig verstehen” kein Teil der Führerscheinprüfung sind oder?

          2. Nein, er prangert – wie im Kommentar nachzulesen ist – an, dass die Langsamfahrer nicht bestraft werden und eben nicht die fehlende Rechtsgrundlage hierzu.
            Ich frage mich außerdem, ob sich Leute wie der Xaver auch außerhalb ihrer blechernen Egoprothese so aufführen. Also z.B. auf Gehwegen (falls sie denn in Ausnahmefällen auch mal fußläufig unterwegs sein sollten) die Oma mit dem Rollator unsanft zur Seite schubsen und die Schuld an ihrer ungezügelten Aggression dann bei der viel zu langsamen Oma suchen.

          3. .. Allgemein gilt:
            “Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern.”

          4. GrussAnAlleLandwirte

            Außerdem: §5 Abs. 6 der StVo:

            “Wer ein langsameres Fahrzeug führt, muss die Geschwindigkeit an geeigneter Stelle ermäßigen, notfalls warten, wenn nur so mehreren unmittelbar folgenden Fahrzeugen das Überholen möglich ist.”

          5. Sowohl der Beitrag vom Surfer als auch vom GrußanalleLandwirte treffen beim vom Xaver genannten Beispiel (85 statt erlaubter 100) nicht zu. Da geht es schon um deutlich langsamere Fahrzeuge.

          6. Ok, ein Punkt für Innleitn. Wochenende gerettet?

          7. Bei trockener Fahrbahn, freier Sicht und freier Fahrt kann man auf Deutschlands Straßen bei erlaubten 100 km/h in den allermeisten Fällen auch diese Geschwindigkeit fahren, deswegen muss man noch lange kein notorischer Raser sein.

            Wer dann nur 85 fährt, weil er sich nebenbei die Landschaft angucken muss, der behindert meines Erachtens durchaus den Verkehrsfluss.

            Oft sieht man dies leider v. a. sonntags, wenn mal keine anderen “langsamen Fahrzeuge” wie z.B. LKWs unterwegs sind. Und da kein Mensch sich immer und in jeder Situation absolut vernünftig und rational verhalten kann, provoziert das leider manchmal riskante Überholmanöver…

          8. Ich habe auch nirgends behauptet, dass jemand, der bei erlaubten 100 km/h auch tatsächlich 100 km/h fährt, ein notorischer Raser ist. Aber wer sich durch einen etwas langsamer Fahrenden zu riskanten Überholmanövern provozieren lässt, der ist für dieses Manöver und ggf. daraus resultierende Folgen eben auch ganz alleine verantwortlich – und nicht etwa der vor ihm Fahrende.