Der verdächtige Kofferraum

Voller Gepäck und Arbeitskleidung: Polizei glaubt vermeintlichen Autokäufern nicht

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Die Rosenheimer Bundespolizei hat gestern im Landkreis bei Grenzkontrollen fünf Serben festgenommen. Die Männer gaben an, lediglich Autos kaufen zu wollen. Inzwischen wird gegen sie ermittelt. Als die Bundespolizisten die fünf Insassen eines Kleinbusses kontrollierten, konnten sich alle mit neuen serbischen Reisepässen ausweisen. Mit diesen Pässen wäre für sie auch ohne ein Visum ein Kurzaufenthalt möglich gewesen. Die Serben erklärten, sich nur kurz in Deutschland aufhalten zu wollen, da ihr eigentliches Reiseziel Belgien sei.

Dort beabsichtigten sie, Kraftfahrzeuge zu erwerben, die sie unmittelbar im Anschluss nach Serbien überführen möchten, so die Bundespolizei am heutigen Donnerstagnachmittag.

Weshalb sie aber für die geplante kurze Reise einen ganzen Kofferraum voller Gepäck bräuchten und auch jede Menge Arbeitskleidung dabeihätten, konnten sie nicht mehr nachvollziehbar darlegen. Zur weiteren Klärung wurden sie in die Dienststelle der Bundespolizei nach Rosenheim gebracht.

Nach ersten Erkenntnissen hatten die fünf Personen wohl ganz andere Pläne: Offenbar wollten sie in der Bundesrepublik untertauchen und illegal arbeiten. Die Arbeitsstelle soll ihnen über eine Kontaktperson in Serbien vermittelt worden sein. Gegen die serbischen Staatsangehörigen leitete die Bundespolizei Ermittlungsverfahren wegen versuchter unerlaubter Einreise ein.

Der 44-jährige Fahrer, der den Ermittlungen zufolge als Organisator dieser Reise in Frage kommt, wurde außerdem wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt. Er musste auf Anordnung der Staatsanwaltschaft 3.000 Euro als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren hinterlegen. Außerdem stellten die Beamten seine Kreditkarte und sein Mobiltelefon sicher.

Nach Abschluss der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurden der mutmaßliche Schleuser sowie seine vier Landsleute zurückgewiesen und der österreichischen Polizei überstellt.

 

 

 

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