Der Tag der heiligen Lucia

Zum Gedenktag am heutigen 13. Dezember von der Wasserburger Stadtentdeckerin Irene Kristen-Deliano

Am heutigen 13. Dezember, also mitten im Advent, begeht die Kirche alljährlich den Gedenktag der heiligen Lucia oder Luzia, deren Name übersetzt »die Leuchtende« bedeutet. Der Legende nach lebte die heilige Lucia als junge Christin im 3. Jahrhundert in Syrakus auf Sizilien. Alle Jahre gab es zu diesem Namensfest auch einen Umzug durch die Stadt Wasserburg (Archivfoto), dieser wurde von der Stiftung Attl / Förderzentrum  organisiert und erfreute sich großer Beliebtheit bei Groß und Klein. Heuer nicht …

Die Wasserburger Stadtentdeckerin Irene Kristen-Deliano zu der Legende und zum Brauchtum:

Bis zur Einführung des Gregorianischen Kalenders 1583 war der Lucientag, der Tag mit der längsten Nacht des Jahres – heute jedoch ist das ja der 21. Dezember (damals eigentlich die Jahreswende).

Lucia ist meist die Leuchtende, die Lichtbringende und Glänzende. Der Legende nach lebte die heilige Lucia als junge Christin im 3. Jahrhundert in Syrakus auf Sizilien. Dort soll sie als Kind einer vornehmen Familie im Jahr 286 geboren worden sein. In einer Zeit der Christenverfolgung – als viele Christen sich versteckt hielten – versorgte sie diese Menschen in den Katakomben mit Lebensmitteln.

Damit sie die Hände frei zum Tragen hatte, setzte sie sich einen Kranz mit Lichtern auf den Kopf.

Als Lucia einen reichen Mann heiraten sollte, weigerte sie sich dieses zu tun, da sie keusch bleiben wollte und löste die Verlobung. Der vor den Kopf gestoßene Mann verriet sie beim Kaiser, woraufhin dieser sie hinrichten ließ.

In Wasserburg ist das Luciafest schon seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil des Brauchtums. Im Archiv stößt man auf eine Kämmereirechnung von 1562.

Der lateinische Schulmeister (Lateinschule / Mesnerhaus) bringt mit den Schülern  einen grünen Baum zum Inn, wo er diesen auf eine Lade in ein kleines flaches Boot, setzt und entzündet. Dabei wird ein Lied zur Tageslänge – sprich zur Kürze des Tages – gesungen. Dafür bekommt er sieben Schilling-Pfennig. Der brennende Baum versinnbildlicht das scheinbare Erlöschen der Sonne. Zugleich soll diese Tradition die Stadt vor Feuergefahr schützen.

Foto: Stiftung Attl

Quelel: https://cms.vivat.de

 

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