Der richtige Winkel fürs Kennzeichen …

Mehr Kontrollen der Polizei: Motorradfahrer im Raum Wasserburg beanstandet

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Bedingt durch das schöne Wetter sind aktuell wieder viele Motorräder und sogenannte Tuner im Bereich Wasserburgs unterwegs, das meldet die Polizei am heutigen Donnerstagnachmittag. Extra dafür geschulte Polizisten ahndeten jetzt diverse Verkehrsverstöße, heißt es. Vermehrt wurden die Motorräder ins Visier genommen …

Das erste Fahrzeug war eine KTM, die von edlen Anbauteilen übersät gewesen sei, sagt die Polizei. Zum einen seien die Griffe, der Lenker und die Auspuffanlage umgebaut gewesen – aber vollkommen legitim, da es Nachweise vom Fahrer dafür gab. Was aber nicht in Ordnung war: Das Kennzeichen. Dies war in einem Winkel von etwa 45 Grad angebracht, was der Polizei nicht gefiel – erlaubt seien nämlich 30 Grad, was wiederum deshalb einen Kennzeichen-Missbrauch darstellte. Den Fahrer erwartet nun eine Anzeige.

Noch am selben Tag wurde eine Husqvarna von den Wasserburger Polizisten angehalten. Dies war ein Komplettumbau von Enduro auf Supermoto. Auch bei dieser Maschine wurde auch ein zu steil montiertes Kennzeichen festgestellt. Zudem fehlten der Nachweis für die montierten Hebel, ein Kettenschutz und ein Kennzeichenträger mit passender Beleuchtung. Den Fahrer erwartet nun auch eine Anzeige wegen Kennzeichen-Missbrauchs.

Am gestrigen Mittwoch gingen die Kontrollen weiter. Zunächst wurde ein Pkw BMW ins Visier genommen. Hier wurde entdeckt, dass die Rad/Reifen – Kombination in Verbindung mit dem verbauten Fahrwerk und den montierten Spurplatten nicht zulässig war. Den Fahrer erwartet nun eine Bußgeldanzeige.

Zusätzlich wurden an diesem Tag wieder zwei Kräder beanstandet. Bei einer Ducati Panigale betrug der Winkel des montierten Kennzeichens 45 Grad. Der Münchner Fahrer war einsichtig und konnte den Mangel schnell beheben.

Beim zweiten Motorrad handelte es sich um eine Yamaha R6. Dessen Kennzeichen wies einen Winkel von knapp 55 Grad auf und war somit nur sehr schwer zu lesen. Der Fahrer sei in keinster Weise einsichtig gewsen, so die Polizei, und er habe bis zum Schluss nicht verstehen wollen, dass sein Fahrzeug so nicht legitim ist.

Beide Fahrzeugführer erwartet eine Anzeige wegen Kennzeichen-Missbrauchs.

Heute wurde zudem ein tiefergelegter Golf von der Polizei gesichtet. Bei diesem war – wie bei dem BMW – die Rad/Reifen-Kombination in Verbindung mit dem Tieferlegungsfahrwerk nicht eingetragen. Ihn erwartet nun auch eine Bußgeldanzeige.

Auf diesem Weg ermahnt die Polizei Wasserburg die Verkehrsteilnehmer:

Ob Pkw oder Krad: Alle Umbauten müssen, soweit erforderlich, eingetragen sein und den Vorschriften entsprechen. Durch mehrfaches, vorsätzliches Zuwiderhandeln kassiert man nicht nur Punkte und muss ein Bußgeld entrichten – es kann auch dazu führen, dass die Führerscheinstelle die charakterliche Eignung des jeweiligen Fahrers in Frage stellen kann. Man benötigt nicht immer zu viele „Punkte“, um seine Fahrerlaubnis zu verlieren.

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15 Gedanken zu „Der richtige Winkel fürs Kennzeichen …

  1. Lauter Schwerstverbrecher aus dem Verkehr gezogen. Weiter so…..

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    1. Aber Hallo….
      Mal ein bisschen runter vom Gas P. Knack.
      Klar sind diese Sachen nicht in Ordnung und die Leute bekommen ihre Strafe dafür..
      Aber das macht sie noch lange nicht zu Schwerstverbrechern..

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      1. Ich kann die Ironie auch an einen Ziegelstein binden und sie Ihnen an den Kopf werfen …..

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        1. Nur zu,
          wie es aussieht habe ich manchmal ein Brett im falschen Winkel davor…

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    2. Ja ja , die Welt ist wieder ein Stück sicherer geworden.

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  2. m.E. wäre vllt einfach mal eine bessere Geschwindigkeitskontrolle bei Motorrädern sinnvoll und notwendig !
    Na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt

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    1. Wer sich an die StVo hält braucht die Kennzeichen nicht verbiegen!

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    2. Barbara, dann geh mal mit einem Kind in der verkehrsberuhigten Zone in der Hofstatt spazieren!!
      Dort fahren nämlich meist die Autofahrer wie die Irren durch!!

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      1. Stimmt, die irren Motorradfahrer sind ja bevorzugt am Marienplatz unterwegs. Aber ich glaube, da geben sich beide Seiten wenig – es gibt überall viele Vernünftige und ein paar Durchgeknallte.

        Was man eben nicht auf Anhieb versteht, ist, dass die Motorradfahrer anscheinend beim Wildparken und in Punkto Lautstärke weitestgehend Narrenfreiheit genießen, aber beim Winkel des Nummernschildes nehmen es die laut Artikel „extra geschulten Polizisten“ ganz genau.

        Das liegt aber auch nicht an einer falschen Schulung der Polizisten, sondern an m.E. völlig unrealistischen Lärmvorgaben.

        Die Bikes müssen ja nur in einem eng bemessenen Drehzahlbereich bestimmte Anforderungen erfüllen. Beim Gas geben dürfen die dafür so laut sein, wie sie wollen, da sind der Polizei wohl die Hände gebunden.

        Und zur Barbara: ja, offensichtlich wären mehr Tempokontrollen auch notwendig, besonders in den Zufahrtsstraßen (Rosenheimer-, Salzburger und Münchner Straße).

        Hilft nur wenig, wenn man dann auf dem Blitzerfoto (sofern überhaupt von hinten geblitzt wird) das zu schräg stehende Nummernschild nicht entziffern kann.

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        1. Genau wegen solcher Themen haben wir extra genau beschrieben, in welchem Winkel man sein Motorradkennzeichen am besten anbringen sollte:
          https://www.kennzeichen-direkt.de/kennzeichen/27/motorrad-kennzeichen

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        2. Für das Tempo gibt es eine einfache Lösung, Bodenwellen anbringen, so wie es unsere Nachbarn in Italien bereits seit Jahren machen. Günstig und effektiv.

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          1. In einer Fußgängerzone?

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          2. Warum nicht? Bodenwellen sind die beste Lösung. In Deutschland beginnen allerdings dann die „Hirnis“ zu diskutieren, weil man dort ja bremsen und wieder beschleunigen muss, man denke an den Schadstoffausstoß, auch die Rettungskräfte würden dadurch ausgebremst.

            Ich denke, dass in Deutschland die Strafen für Raserei viel zu gering sind. Bei Preisen wie in Italien oder der Schweiz würde sich das Problem schnell erledigen. Der Deutsche lernt nur über den Geldbeutel oder Führerscheinentzug.

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          3. @ erboster,
            natürlich sind Bodenwellen eine sinnvolle Maßnahme Geschwindigkeiten in gewissen Bereichen zu regeln.
            Meiner Meinung nach sind sie in einer Fußgängerzone aber nicht die sinnvollste Lösung.
            Wo und wie sollen diese Bodenwellen den installiert werden, um zu gewährleisten, das sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 7 Km/h gehalten wird?
            Ich denke da auch z Bsp.. an Ältere Personen, die mit ihrem Rolli über diese Hindernisse müssen, an Rollstuhlfahrer, oder Personen die eingeschränkt gehen können.
            Meiner Meinung nach wäre eine fest installierte Radaranlage das beste.

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  3. Strafen wegen eines Kennzeichens im falschen Winkel!! Da bleibt einem glatt die Luft weg.

    Die rattern mit einem ohrenbetäubenden Krach durch die Gegend (Stadt) und werden wegen eines Kennzeichens im falschen Winkel bestraft. Gehts no …

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