Der Pfosten ist vorerst vom Tisch

Bürgermeister: „Fahrversuche waren ernüchternd" - Zweistündige Diskussion im Stadtrat

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Zwei Stunden lang diskutierte am gestrigen Abend der Wasserburger Stadtrat erneut über das Thema Verkehr in der Altstadt. Der in einer Klausur nahezu einstimmig erarbeitete Vorschlag, durch einen Pfosten in der Schustergasse den Durchgangsverkehr zu verhindern (wir berichteten), ist vorerst vom Tisch. Grund dafür: „Fahrversuche haben ein ernüchterndes Ergebnis gebracht”, wie Bürgermeister Michael Kölbl bei der Sitzung erklärte. Und so geht es jetzt weiter:

Einstimmig einigten sich die Räte nach einer zeitweise hitzig geführten Diskussion darauf, nach neuen Lösungen zu suchen. Und das sehr zeitnah.

Der gestrige Beschluss: Die Fraktionen werden gebeten, Vorschläge zu unterbreiten, die zu einer Verkehrsreduzierung im Altstadt-Kern führen. Ein Expertenbüro wird beauftragt, den bisherigen Vorschlag zur Verkehrsberuhigung weiterzuentwickeln. Ferner sollen Vorschläge von Bürgern und Betroffenen, die bis 16. September bei der Stadt abgegeben werden müssen, analysiert und bewertet werden. Darüberhinaus wird das Experten-Büro beauftragt, mögliche Alternativen zu prüfen. Ferner ist an allen Vorschlägen die Polizei zu beteiligen.Die Ergebnisse sollen in einer Sondersitzung des Bauausschusses am 15. Oktober beraten werden.

Bei der Diskussion musste vor allem der Wirtschafts-Förderungs-Verband der Stadt, der kurzfristig einen eigenen Kompromissvorschlag vorgelegt hatte, herbe Kritik einstecken.

Ausführlicher Bericht folgt. 

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9 Kommentare zu “Der Pfosten ist vorerst vom Tisch

  1. Wenn sich keiner mehr auskennt, wird für viel Geld ein Expertenbüro beauftragt, Mir stellt sich die Frage, für was die Fachkräfte in der Stadt eigentlich bezahlt werden.

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  2. Ich lach mich schief. Da gibt einen Auftrag an ein Planungsbüro, das für seine “Leistungen” garantiert mehr als 100.- Euro verlangt (wieviel Geld wirklich hineingesteckt wurde, wird dem dummen Bürger natürlich verschwiegen), berät nahezu einstimmig darüber, wie toll die Lösung des Planungsbüros ist, ohne sich vorher Gedanken darüber zu machen, ob aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (Fahrbahnbreite, Gehsteige, etc) das Ganze überhaupt realisierbar ist. Dann veranstaltet man eine Bürgerfragestunde, in welcher der Bürger nicht fragen konnte, sondern mit dem Ergebnis einfach konfontiert wurde. Also Hut ab vor solch einer genialen Inkompetenz. Hätte man die betroffenen Bürger (wer von den Stadträten wohnt eigentlich im Altstadtkern???) gleich mit ins Boot geholt, hätte man sich viele Kosten und hitzige Diskussionen ersparen können.

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  3. Man möchte doch bitte ein Expertenbüro damit beauftragen ein Expertenbüro zu finden das in der Lage ist ein gutes Expertenbüro zu finden das sich dem Problem – welches war das jetzt noch mal? ach egal – annimmt. Immerhin wird ja auch der Berliner Flughafen auch erfolgreich von Expertenbüros betreut.

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  4. Mein Gott, als ob`s nicht andere dringendere Probleme gäbe. Eine Stadt ist nun mal eine Stadt mit dem ganzen Leben und Verkehr und Wasserburg kann sich glücklich schätzen, dass der ganze LKW-Verkehr weitgehend herausgehalten ist.
    Wenn nur halb soviel Energie und Zeit dafür verwendet würde, endlich einmal bereits angestoßene Projekte zu verwirklichen! – Siehe Bahnübergang in Reitmehring, da rührt sich doch seit Jahren wieder nichts mehr. Aber das ist ja wohl egal, dafür findet sich die Stadt nicht für zuständig.

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  5. @Max: Es geht nicht darum, wofür sich eine Stadt zuständig fühlt, sondern wofür sie tatsächlich zuständig ist. Oder hätte der Max da vielleicht einen Finanzierungsvorschlag, wie das gehen soll, einfach mal ein zig-Millionen-Projekt an einer Bundesstraße, für welches nun einmal ganz eindeutig der Bund zuständig ist, aus eigener Tasche zu stemmen, weil der zuständige Baulastträger nicht schnell genug in die Gänge kommt?

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  6. Expertenbüro?
    Ah ja, die Kompetenz des Stadtrates und des Bürgermeisters reicht also nicht aus, um eine Lösung für dieses “Problem” zu finden?
    Warum setzen wir nicht gleich die Experten aus dem Büro ins Rathaus, dann würden wir uns wenigstens die Kosten für Stadtrat und Bürgermeister sparen.
    Und dann wundern, wenn weniger/kein Geld mehr für andere Projekte da ist. Das Geld wurde ja für irgendwelche Experten ausgegeben, die wahrscheinlich noch nicht mal in Wasserburg wohnen.
    Gaaaaaanz großes Kino wieder mal

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  7. @Watercastle
    Ich hab hier nicht vom Geld gesprochen. Das wurde ja angeblich, sofern man Politikern glauben darf, bereits vor Jahren von Herrn Ramsauer und Frau Ludwig zugesagt!!! hahahaha
    Mir geht es darum, dass den zuständigen Behörden Dampf gemacht wird, sei es mit Untätigkeitsklagen oder sonstigen zulässigen Mitteln. Da könnte sich der Stadtrat in seinen Sitzungen schon mal was überlegen

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  8. Da bin ich ja mal gespannt welche super innovative Lösung diesmal vom Experten-Büro vorgeschlagen wird…ach aber ist ja egal, entweder wirds nix oder eine halbschaurige Kompromisslösung.
    Man siehe die Radlstraße am Köbinger Berg, an sich gut gelöst ABER warum zum Henker werden dann die Serpentinen nicht für Radlfahrer gesperrt? Ständig gurken gut und weniger gut trainierte Sportskanonen die Serpentinen rauf und behindern den Verkehr! Das wär schon mal einfach mit einem Verbotstaferl zu lösen.
    Das nächste ist der Behinderten- und Kinderwagenunfreundliche Weg unter den Arkaden zum Gries, da bekommen wir es nicht auf die Reihe einfach eine Rampe, und sei es aus Holzbrettern zusammen geschraubt, anzubringen. Da sollen die Rollstuhlfahrer und die Leute mit Kinderwagen doch lieber beim Rathaus und beim Fletzinger vorbei aufm Kopfsteinpflaster zum Gries runter rattern. Ja also warum erst die einfachen Problemchen lösen wenn kompliziert auch geht

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  9. Also von mir aus kann man die Serpentinen sehr gerne für die Radlfahrer sperren. Ich muss mich da dann hoffentlich auch nur in dem Umfang dran halten, wie die Autofahrer an die Sperrung der Köbingerbergstraße, oder?
    Und wenn meine Infos stimmen, dann ist ein barrierefreier Umbau vor den Arkaden am Marienplatz Richtung Gries bisher daran gescheitert, dass dem ein paar Stellplätze zum Opfer gefallen wären und deswegen wieder die Geschäftsleute auf die Barrikaden gegangen sind.

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