Der illegale Tanz

Zu Dritt, zu spät und auf dem Vordach eines Kindergartens: Mädchen hielten Polizei auf Trab

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Mehrere Anwohner alarmierten kurz vor Mitternacht die Polizei, dass sie im Bereich der Holbeinstraße in Rosenheim laute Musik im Freien hören. Die Beamten trafen dann auf dem Gelände eines Kindergartens tatsächlich auf drei junge Frauen, die laute Musik hörten und tanzten – auf dem Vordach des dortigen Kindergartens. Die Drei – alle aus Rosenheim im Alter zwischen 15 und 17 Jahren – wurden zur Dienststelle mitgenommen.

Die Eltern wurden von den Einsatzkräften verständigt und holten ihre Kinder bei der Polizei ab – wenig begeistert vom Verhalten ihrer Sprösslinge, sagt die Polizei am heutigen Sonntagmorgen.

Die Beamten haben nun Ermittlungen wegen Hausfriedensbruch aufgenommen.

 

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23 Kommentare zu “Der illegale Tanz

  1. Bei allem Verständnis für die Corona Beschränkungen:
    Ich kann diese Mädels verstehen! Nicht nur die Alten haben Bedürfnisse, sondern auch die Jugend!

    Wenn ich mir vorstelle, nochmal 17 zu sein und Monate eingesperrt, ich hätte wesentlich mehr veranstaltet als mit zwei Freundinnen zu tanzen.

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    1. Alle reden immer von eingesperrt. Wer wird denn eingesperrt?

      Es kann sich jeder nach draußen begeben und etwas tun.
      AHA ist halt einzuhalten. Aber manche können das halt nicht und manche wollen das nicht.

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    2. @Ingrid, ich habe mal eine Frage – wie kommen Sie auf eingesperrt?

      Ich glaube, es wird mal Zeit, dass wir in Deutschland eine komplette Ausgangssperre haben – so auf 4 Wochen wie in Spanien, wo man nicht einmal mehr mit dem Hund Gassi gehen durfte.

      Und glauben Sie mir, die Tiere leiden da richtig drunter und den können Sie das nicht erklären.

      Und wenn wir so weit sind, dann dürfen Sie von eingesperrt sprechen.

      Heißt das jetzt im übrigen, dass wir uns überlegen sollten nach dem allen, ob wir nach Italien oder Spanien zum Urlaubmachen fahren sollten, weil dort jetzt alles psychopatische Kinder und Jugendliche rumlaufen?

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  2. @Ingrid, ich hoffe, Sie meinen das nicht ernst.

    Die drei sollten froh sein, dass sie nur unter den furchtbar schrecklichen Corona Regeln leiden und keine wirklichen Probleme haben.

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  3. @Sabine
    “wirkliche Probleme”
    Natürlich dürfen Sie so etwas schreiben.
    Allerdings ist das eine subjektive Ansicht.

    Was für den einen ein Problem darstellt, kann für den anderen ggf nicht nachvollziehbar sein.
    Relativ zum Lebensalter gesehen, ist ein Jahr mit den gegebenen Einschränkungen für einen Teenager eine viel längere Zeit als für einen 45-jährigen Menschen oder einen alten Menschen.

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  4. Natürlich meine ich das ernst.
    Ich arbeite in der Kinder- und Jugend-Psychiatrie und Sie können sich nicht vorstellen, wie sich diese dauerhaften Beschränkungen auf die Psyche unserer Jugend auswirken.

    Die Generation, auf die wir alle in Zukunft bauen!

    Die Jugend wird wertvoller Lebens- und Reifezeit beraubt – Bildung, Kontakt zu Peers, Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung werden vollkommen außer Acht gelassen, um vuknerable Bevölkerungsgruppen zu schützen.

    Dass aber auch die Jugend beschützt werden muss, vor zu hohen Erwartungen an ihr Verantwortungsbewusstsein, das wird außen vor gelassen.

    Nicht nur die Pandemie hinterlässt Opfer und schlimme Schicksale, auch die damit einhergehenden Beschränkungen.
    Und ich muss sagen, in der aktuellen Situation fürchte ich mehr um die psychische Gesundheit und das Leben der Jugendlichen auf meiner Station und um die Entwicklung meines sechsjährigen Enkels, als um das Leben meiner 87 jährigen Mutter, welche von sich sagt, die Impfung will sie nicht, sie weiß, dass sie ohnehin bald gehen muss und ist mit sich im Reinen.

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    1. Also ich sorge mich sehr wohl um das Leben meines 76-jährigen Vaters. Aber darum geht es nicht. Ich verstehe auch die Jugend, dennoch gibt es Regeln, auch wenn ich sie nicht immer nachvollziehen kann und auch hinterfrage. Aber wir müssen da alle durch! Und tanzen auf dem Vordach eines Kindergartens ist nunmal Hausfriedensbruch, das war auch schon vor Corona so.

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    2. Ingrids Mutter scheint als Vorkriegskind gut durch die Kind- und Jugendphase gekommen zu sein, das freut mich wirklich. Ich nehme an die Probleme waren in Kriegs- und Nachkriegszeiten schwieriger als heute, trotz Corona. Eigentlich müssten demnach ja ziemlich alle unserer Eltern bzw. Großeltern in psychiatrischer Behandlung sein. Möchte die Gefahren von Corona keinesfalls schmälern! Auf dem Dach eines öffentlichen Gebäudes zu tanzen ist, wie schon erwähnt, verboten. Auch auf einem Privaten! Habe 2 Jungs, vielleicht haben sie ein Gartenhaus mit festem Dach, die würden dort bestimmt gerne mal feiern! Und ja, die Jugend geht vor, sie ist unsere Zukunft, unumstritten. Jetzt nehmen sie mal eine Person die gerade in Rente gegangen ist und sich darauf gefreut hat noch etwas zu erleben. Mit dem Gedanken, man hat vielleicht noch 10 gute gesunde Jahre. Aus vorbei. . . Die brauchen dann keinen Spaß, Freude mehr, oder wie?
      Bleibt gesund, oder wie manche auch schon sagen “bleibt übrig”. . .viel Glück!

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    3. Liebe Ingrid, gerade wenn man mit Menschen arbeitet, sollte man sich immer bewusst machen, wie wichtig Sprache ist. Wenn Sie die aktuell geltenden Maßnahmen als „eingesperrt sein“ framen, finde ich das bedenklich. Ich hoffe, Sie drücken sich in der Kommunikation mit Ihnen anvertrauten Jugendlichen anders aus. Schließlich verstärken Sie dadurch möglicherweise das Gefühl des ausgeliefert Seins. Dem sollten Sie in Ihrer Arbeit aber doch gerade entgegenwirken.
      Übrigens finde ich, dass die jungen Damen sich in ihrem Verstoß gegen die Maßnahmen doch auch verantwortungsvoll verhalten haben: die Aktion fand draußen statt, somit dürfte das Ansteckungsrisiko minimiert worden sein. Dass sie dennoch Konsequenzen zu erwarten haben, ist richtig. Auch eine Lektion auf dem Weg zum Erwachsensein…

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  5. @Ingrid, und damit es der jugendlichen Psyche gut geht und sie sich uneingeschränkt entwickeln kann, ist es ok, sich über Vorgaben und Regeln hinwegzusetzen?

    Da freu ich mich schon auf die Zukunft.
    Ohne Regeln geht’s nicht, auch wenn es nicht einfach ist, sie einzuhalten.

    Aber mit Psychologen zu diskutieren, ist müßig, die leben in ihrer eigenen Welt.

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  6. Worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen “mit Kaffee im Freien rumstehen” und “mit Musik im Freien tanzen”?
    Wohl daran, dass Letzteres die Neider und Spießer auf den Plan ruft.

    Was haben wir denn in dem Alter alles gemacht?
    Da fällt mir einiges ein, was heute zur sofortigen Denunziation duch nette Anwohner führen würde.

    Damals ist es keinem eingefallen, gleich zum Telefon zu greifen.

    Ist es die Pandemie, die diese schräge Entwicklung fördert?

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  7. Man muss darüber nicht diskutieren, finde ich! Die Ingrid darf doch ihre Meinung schreiben, ohne das gleich wieder draufgehauen werden muss!
    Ich bin jetzt keine Psychologin, aber sie hat vollkommen recht!

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  8. Die armen Mädels, wollen tanzen und sich des Lebens freuen und dann rufen ein paar Spaßverderber die Polizei.. Wie traurig das ist.

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  9. @sabine also dein kind oder mann möchte ich nicht sein, wenn alle so sind wie du dann prost mahlzeit, der untergang ist vorprogrammiert. Achja kleiner denkanstoss für sie, zum thema regeln und nachvollziehbar, warum ist es ok das in berlin die bücherläden offen haben und wo anders nicht? Ein absoluter witz,mehr ist das nicht mehr,denn die politik weiss selber nicht mwhr weiter…und astrazdingsbums sagt das ihr mittel bei der mutation nicht wirkt, was nun? Für inmer lockdown…

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  10. Sabine, sie sind wohl die klassische Schubladendenkerin. Da macht man schon mal schnell einen ganzen Berufszweig nieder, um die eigene Argumentation aufzuwerten. Hilft nur nichts; sie werden damit leben müssen, dass andere Menschen andere Sichtweisen haben.
    Die Jugendlichen sind einer extremen Situation ausgesetzt; nicht nur, weil sie selbst massive Einschränkungen im Alltag erleben, sondern weil darüber hinaus tatsächlich sehr hohe Erwartungen an ihr Verantwortungsbewusstsein gestellt werden. Viele haben große Angst davor, beispielsweise ihre Großeltern anzustecken. Diese Angst macht was mit ihnen und wenn es dann tatsächlich geschehen sollte – sind sie schuld? Und wenn sie es glauben zu sein, wie lebt es sich dann damit?
    Ach ja, Sabine, ich freue mich übrigens, dass die Mädchen noch Lust zum tanzen haben. Statt dem Dach würde ich ihnen für‘s nächste Mal einen Tisch empfehlen. Auf das Leben!

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  11. Ehrlich, Menschen ob jung oder alt, sind derzeit eingeschränkt.

    Auf einem privaten Dach zu tanzen ist in “Corona” Zeiten genauso verboten wie in “normalen” Zeiten. Wenn sie es machen, müssen sie mit den Konsequenzen leben.

    Jetzt alle jugendlichen Aktionen mit den momentanen Einschränkungen zu entschuldigen, finde ich fast als Freibrief für manches rücksichtslose Verhalten einiger Heranwachsenden.

    Ich verstehe viele Ausrutscher innerhalb der derzeitigen Maßnahmen, aber sobald Eigentum, ob öffentlich oder privat, gefährdet oder beschädigt wird, hört mein Verständnis auf.

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  12. Hallo gehts noch, hier wird herumkommentiert wie schlecht es der Jugend momentan geht und so weiter. Lest euch den Artikel doch mal durch. Die drei Damen haben auf einem Kindergartendach getanzt. Ich nehme an, die drei gehen sicher nicht mehr in den Kindergarten und schon gar nicht kurz vor Mitternacht. Sie werden wegen Hausfriedensbruch angezeigt. Was würdet ihr machen wenn ihr bei euch in der Nachbarschaft um die Uhrzeit auf dem Dach jemanden bemerken würdet. Die Kindergarteneinbrecher wurden zwar vor ein paar Tagen gefasst aber trotzdem war es vollkommen richtig die Polizei zu holen. Und ja, die drei haben wahrscheinlich psychische Probleme oder sonst was, wenn sie mit 15 oder 17 nicht wissen das man sowas nicht macht, auch wenn keine Coronazeit wäre.

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    1. Markus der Erste

      Wie wär es mit selber hingehen und die Mädels heimschicken?
      Früher ist auch nicht wegen jedem Schmarrn die Polizei gerufen worden, da hat man die Sachen noch selber geregelt.

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      1. Da gebe ich Ihnen grundsätzlich recht Markus der erste, aaaber!!
        das ist nach 21 Uhr, nicht so ganz einfach!!

        ich hatte letzte Woche ein ähnliches Problem, weil ich 3 sich lautstark unterhaltende und biertrinkende Personen, bei Uns im Hausdurchgang um 23 Uhr, darauf hingewiesen habe, leiser zu sein, denn sonst könnte das Ärger mit der Polizei geben!

        Ich wusste ja nicht, dass die Polizei schon gerufen wurde!

        Also hat mich, die Polizei erst mal gefragt, was ich nach 21 Uhr noch außer Hause mache und ich musste dann laaange erklären, dass ich ja nur die 3 Personen, darauf hingewiesen habe, leiser zu sein!
        Kommentar der Polizei: Dafür sind wir da !!

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  13. Ganz klar ist der Ort für sowas nicht in Ordnung. Finde es aber mal gut das eine Psychologin diesen mittlerweile großen Problem anspricht. Aber die Psychische Belastung wird hier von vielen ins lächerliche gezogen und das finde ich traurig. Wir sind doch ALLE nur Menschen die einfach wieder ein bisschen Normalität wollen und das Probleme ist doch dass die Menschen keine Hoffnung auf Besserung haben. Warum? weil wir von Medien und Politik nichts mehr anderes hören. Erst Hoffnung auf Wirkstoff jetzt ist er da zack kommt die Mutation. Hilft der Impfstoff noch weiß keiner. Nicht zu vergessen wie es die ganzen Einzelhändler und Gastronomen geht haltet durch. Ich finde die Vorwürflichen Kommentare sind teilweise echt beschämend. (…)

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  14. Ich glaube, dass wir alle immer mehr unter dem Lockdown leiden.

    Und wer nein sagt, der ist meiner Meinung nach nicht ehrlich zu sich selber.

    Es ist nicht richtig, auf’nem Dach zu tanzen und es ist gefährlich.
    Ich verteidige sie nicht. Aber ich hab selber junge, erwachsene Kinder und einen alleinlebenden Papa.
    Die Angst ist groß ihn anzustecken, darum halten sie Abstand von Freunden.

    Sie sitzen Zuhause bei Onlinevorlesungen und freuen sich schon gar nicht mehr richtig auf die Semesterferien.
    Sie können ja nichts machen.

    Mein Vater leidet darunter, dass er nicht mal ins kleine Cafe zum Mittagessen kann und seine Freunde ihn nicht mehr besuchen.
    Es leiden Alt und Jung und wir auch.

    Man merkt, was einem fehlt und es macht immer mehr mürbe.
    Man erwischt sich doch selber oft bei dem Gedanken, die besten Freunde doch mal einzuladen.

    Die Mädels sind ein Symbol der Sehnsucht.
    Aber bitte nicht nachmachen. Ob ich jetzt mit einer breiten Masse spazierengehe oder ob die draußen tanzen ….

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  15. Also Marlene, das mit dem Symbol der Sehnsucht hast du wunderbar geschrieben.

    So sehe ich das auch.

    Klar sollte man nicht auf dem Kindergartendach tanzen; in keiner Weise ist Vandalismus (wie kürzlich in Haag geschehen) zu tolerieren.

    Markus der Erste hat es so treffend formuliert: Warum die Mädels nicht erst mal selber auf ihr Fehlverhalten hinweisen – die Kavallerie kann man dann im Notfall immer noch holen.

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  16. Verstehe auch, dass es schwere Zeiten sind, besonders für die Jugend…die ist doch meistens im Pulk umterwegs.
    Jeder verzichtet auf einiges und nicht jeder kommt gut damit klar, es wird immer schwerer…
    Sie hätten ja nicht unbedigt auf`m Kindergartendach tanzen müssen…

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