Der „Hans“ war an allem schuld

Wasserburger Ge-Racing-Team steht 37 (!) Stunden an russischem Grenzübergang

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37 Stunden (!) – so lange mussten Hans Weber und Rudi Schatz vom Wasserburger Ge-Eisspeedwayteam an einem kleinen, verschneiten, eisigen russischen Grenzübergang ausharren, ehe sich der Schlagbaum hob. Auf ihrer 5500-Kilometer-Reise nach Kasachstan sind der Deutsche Vizemeister und sein Mechaniker jetzt arg in Verzug. „Wir werden wohl nicht ganz ausgeschlafen zu den Weltmeisterschaftsrennen in Astana am Samstag und Sonntag kommen“, meldete gestern der „Eishans“ aus Russland. Schuld an der Wartezeit war eine kleine Formalität, die den russischen Grenzbeamten ein Dorn im Auge war.

„Ich hab‘ alle Formulare, die für die Fahrt durch Russland nötig waren, mit ,Hans Weber‘ ausgefüllt. Das war offenbar ein Fehler. Ich hätte ordnungsgemäß ,Johann Weber‘ schreiben sollen“, sagt Christian Platzer vom Ge-Racing-Team, der die Fahrt zum Grand Prix nach Kasachstan von Wasserburg aus koordiniert.

Für die Russen war dieser Unterschied ein zu großer. So groß, dass die beiden Fahrer mit ihrem Bus 37 Stunden lang am Grenzübergang aufgehalten wurden. Letztlich schaltete das Wasserburger Team die Deutsche Botschaft in Moskau ein, auch der Eisspeedway-Weltverband meldet sich bei den Russen, die schließlich ein Auge zudrückten. Dann ging es endlich weiter. Letztlich war der „Hans“ an allem schuld.

Hans Weber (rechts) und Rudi Schatz (links) waren übrigens nicht die einzigen Rennfahrer, die zum Eisspeedway-Grand Prix anreisen und an der Grenze für längere Zeit stoppen mussten. Auch das Team des Holländers Jasper Iwema (Bildmitte) hatte nicht alle Formalitäten erfüllt, musste warten und wärmte sich im Bus der Wasserburger, der zum Glück mit Standheizung ausgerüstet ist.

 

Heute fuhren die beiden an Moskau vorbei – bis Astana sind’s noch 2.700 Kilometer. Christian Platzer: „Wir hoffen, dass der Hans und der Rudi am Freitag rechtzeitig ankommen. Dann eine Nacht schlafen und sofort ins erste Rennen. „Keine idealen Bedingungen, aber der Hans wird das schon machen.“

Wir bleiben dran …

 

Da war der „Eishans“ noch guter Dinge:

 

Die Fahrt rund um Moskau:

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu „Der „Hans“ war an allem schuld

  1. Naja aber das weiß ma eigentlich das in offiziellen Papieren auch der echte Name zu verwenden ist, speziell als Deutscher^^

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