Der falsche Kommissar am Telefon

Rentner fiel drauf rein: Die unbekannten Täter erbeuteten eine Goldsammlung im hohen fünfstelligen Bereich

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Leider ist es nun doch passiert im Landkreis: Ein Rentner ist am gestrigen Montag ein Betrugsopfer von falschen Polizeibeamten geworden! Die unbekannten Täter erbeuteten eine Goldsammlung im hohen fünfstelligen Bereich. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Gestern in den Vormittagsstunden erhielt der Rentner einen Anruf von falschen Polizeibeamten. Der Anrufer gab sich als Kommissar der örtlichen Kripo aus und erzählte dem Rentner von einer Diebesbande, die in seiner Nachbarschaft unterwegs sei. Der Unbekannte fragte nach Wertsachen des Rentners, die als mögliche Beute der Diebesbande in Frage kämen.

Der Rentner gab dem Anrufer unter anderem eine Goldmünzen-Sammlung preis. Durch äußerst geschickte Gesprächsführung überredete der Anrufer den Rentner zur Mithilfe bei der Ergreifung der vermeintlichen Diebesbande. Der falsche Kommissar forderte den Rentner auf, die Goldsammlung außerhalb des Hauses zu deponieren, um so der Diebesbande eine Falle zu stellen.

In den frühen Nachmittagsstunden rief der falsche Kommissar erneut an und teilte dem Rentner mit, dass die Wertgegenstände aufgrund der großen Gefahr zwischenzeitlich durch die Polizei abgeholt worden seien.

Erst danach wurde der Rentner stutzig und verständigte die richtige Polizei über Notruf. Der Wert der erbeuteten Goldsammlung wird derzeit im hohen fünfstelligen Bereich geschätzt. Weder zu dem Anrufer, der sich als Kommissar der örtlichen Kriminalpolizei ausgegeben hatte, noch zum Abholer der Tatbeute liegen Hinweise vor.

Die polizeilichen Ermittlungen hat die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd übernommen.

Trotz vielfacher, zurückliegender Berichterstattungen erneuert die richtige Polizei ihre Warnungen und Hinweise zum Phänomen „falsche Polizeibeamte“:

  • Setzen Sie bitte Familienangehörige und Nachbarn über diese Masche in Kenntnis!
  • Reden Sie offen in der Familie, insbesondere mit älteren, möglicherweise alleinstehenden Angehörigen, über dieses Phänomen!
  • Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über persönliche Verhältnisse!
  • Staatliche Stellen fordern niemals auf diese Art und Weise Bargeld oder Wertgegenstände!
  • Rufen Sie Ihre örtliche Polizei zurück und erkundigen Sie sich! Verwenden Sie hierfür niemals die im Display angezeigte Rufnummer, sondern die Ihnen bekannte.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel den Polizeinotruf 110. Haben Sie keine Angst anzurufen!

Lieber einmal zu oft den Notruf genutzt, als Opfer der Betrüger zu werden!

 

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