Der eigene Garten

... das so große Geschenk: Rettenbacher Verein zog Bilanz und Vorstand Stefan Reich stellte Naturgarten-Projekt vor

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Gerade noch hatte die Versammlung der Rettenbacher Gartler beim Wirt stattfinden können – mit schöner Bilanz und unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen. Vorstand und Pfaffings 3. Bürgermeister Stefan Reich (Foto) begrüßte die etwa 35 Mitglieder herzlichst. Und blickte ins Jahr 2019 zurück: War das vergangene Jahr ja noch voller zahlreicher, geselliger und informativer Aktivitäten gewesen: Vom beliebten Kinderprogramm über eine Kräuterwanderung und Radlfahrt bis hin zum interessanten Tagesausflug nach Weihenstephan. Dagegen war dann das Jahresprogramm 2020 leider – wie überall – wegen der Corona-Pandemie voller Absagen gewesen …

Gerade noch im März hatte der Obstbaumschnittkurs stattfinden können. Bis zur Hauptversammlung war’s das dann leider für den so rührigen Verein.

Wenigstens gab’s noch eine Foto-Aktion trotz Corona-Pandemie das ganze Jahr über: Meine schönste Dekoidee – als Dank bekamen alle Teilnehmer eine Schafsmilchseife geschenkt.

Dann folgte der bestens vorbereitete Kassenbericht – geprüft von Maria Geißinger und Gitti Pauker

Das Amt für verstorbene Mitglieder ist nächste Woche am Samstag, 14. November, um 19 Uhr in der Kirche in Rettenbach geplant.

Es gab auch Ehrungen:

Anton Wieser ist seit stolzen 60 Jahren Mitglied, er erhielt in Anwesenheit eine Urkunde mit goldener Ehrennadel am Bande.

Das halbe Jahrhundert voll hat Regina Haas: 50 Jahre Treue zum Verein – dafür gab’s eine Urkunde mit goldener Ehrennadel mit Kranz.

Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden zudem Josef Eutermoser und Georg Spötzl mit je einer Urkunde mit goldener Ehrennadel ausgezeichnet.

Auch Neumitglieder gibt es bei den Rettenbacher Gartlern: Katharina Käsweber, Christine Zollner und Elisabeth Schwarzenbeck.

Unser Foto zeigt von links Josef Eutermoser (40 Jahre Mitglied), Regina Haas (50 Jahre Mitglied) und Gisela Spötzl in Vertretung ihres Mannes Georg (40 Jahre).

„Pflege deinen Garten und der Garten pflegt deine Seele“

Ein besonderes Anliegen war Vorstand Stefan Reich, für folgenden Wettbewerb zu werben, damit sich die Mitglieder trauen, mitzumachen:

Kreisfachberater Harald Lorenz, sein Kollege Roman Pröll und der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege haben ein neues Projekt – den Naturgarten.

Die Idee stammt von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Naturgarten bedeutet nicht, der Natur freien Lauf zu lassen, sondern im Einklang mit der Natur zu arbeiten:

Mit dem Projekt soll bewusst gemacht werden, welch großes Geschenk der eigene Garten sein kann.

Damit ein Garten die Zertifizierung „Naturgarten“ erhält, muss er verschiedene Kriterien erfüllen. Dazu gehören neben der Vielfalt an Lebensräumen, der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, auf chemisch-synthetische Dünger sowie auf Torf.

Dazu gibt es eine ganze Reihe von Kann-Kriterien, wie das Zulassen von Wildkraut, Laubbäume, Blumen und blühende Sträucher für Insekten, Gemüsebeete, Komposthaufen, Nützlingsunterkünfte oder die Nutzung von Regenwasser.

Am Abend beim Neuwirt in Rettenbach konnte Monika Reich die Zertifizierungs-Plakette bereits strahlend entgegennehmen. Unser Foto zeigt sie links im Bild mit den Neumitgliedern Christine Zollner und Katharina Käsweber. 

Gartenfreunde, die ihr Zuhause ebenfalls zertifizieren lassen möchten, können sich bei den Gartenfachberatern im Landratsamt Rosenheim per E-Mail unter gartenkultur@lra-rosenheim.de  melden.

Für Mitglieder in einem Gartenbauverein ist die Zertifizierung kostenlos, Nichtmitglieder zahlen 60 Euro.

Und wenn es für die Bewertung „Naturgarten“ nicht reicht, gibt es zumindest wertvolle Tipps, um zukünftig ausreichend Kriterien zu erfüllen.

 

 

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