Der Bürger hat das Wort

Erörterungstermin in der Badria-Halle zur DK1-Deponie in Odelsham läuft ...

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Viele Stühle blieben leer, doch wer hat schon an einem Vormittag Zeit: Heute und morgen findet der Erörterungstermin zur geplanten DK1-Deponie in Odelsham in der Badriahalle in Wasserburg statt (wir berichteten). Er dient der Regierung von Oberbayern zur späteren Entscheidungsfindung, ob das Deponie-Projekt tatsächlich umgesetzt werden darf. Gehört werden unter anderem die Einwendungen der Gemeinde Babensham und Stadt Wasserburg, der Bürgerinitiative Wasserburg Land und des Bund Naturschutz.

Zum letzten Mal können hier auch betroffene Bürgerinnen und Bürger sowie die Unterzeichner der zahlreichen Sammel- und Einzeleinwendungen das Wort ergreifen und ihre Bedenken und Argumente äußern.

Bürgerinitiative zur Erhaltung von Umwelt und Lebensqualität im Wasserburger Land ruft alle Bürger deshalb auf, möglichst zahlreich zum Erörterungstermin zu erscheinen. „Je mehr Betroffene ihre Argumente vorbringen, desto höher wird die Chance, dass wir dieses unnötige Projekt gemeinsam verhindern“, so Roger Diller und Hans Brunnlechner, Vorsitzende der Initiative.

„Kommen Sie also bitte zum Erörterungstermin und beziehen Sie Stellung. Wir stehen Ihnen an beiden Tagen als Ansprechpartner zur Verfügung und bieten fachliche und anwaltliche Unterstützung an“, so Dillers Appell. „Bitte werden Sie Mitglied der Bürgerinitiative Wasserburger Land oder unterstützen Sie uns mit einer Spende, damit wir auch im Falle einer Klage  bestmögliche Unterstützung durch unsere Anwälte bekommen können.“

 

 

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17 Gedanken zu „Der Bürger hat das Wort

  1. Der Bürger hat das Wort und das Kapital die Entscheidung…

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  2. Und dann wird trotzdem wieder über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden.
    Das ist doch alles nur wieder Augenwischerei und ein Ruhighalten der Bürger …

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  3. Jetzt muss dann nach vielen Jahren endlich eine Entscheidung her, Deponie ja oder nein. Und dann muss nach dem Ergebnis auch wieder Ruhe her. Die Sachlichkeit in der Diskussion ist ja in weiten Teilen leider schon lange verloren gegangen.

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    1. Woher nehmen Sie sich das Recht, zu sagen, dass danach Ruhe sein muss?
      In einer freien Gesellschaft darf ich zu jeder Zeit und zu jedem Thema meine Meinung äußern – vor allem, wenn sie gebaut wird, wird alles andere als Ruhe einkehren!

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      1. Woher er das Recht hat Ruhe zu fordern? Vermutlich vom gleichen Artikel des Grundgesetzes, das Ihnen das Recht beschert weiter zu poltern…

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  4. Ich finde auch. Warum nicht wie bisher nach Afrika mit unserem Schutt.
    Aus den Augen, aus dem Sinn – und der Afrikaner freut sich sicher über unsere Geschenke. Man muss auch mal was Gutes tun!

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    1. Warum Afrika? Das Privat Grundstück derer die mit der Deponie Geld verdienen liegt denke ich nicht in Afrika.

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    2. Nun ja, zwischen „ab nach Afrika“ und eine der in ausreichender Zahl in der Region bereits vorhandenen DK1-Deponien nutzen, ist dann schon noch ein gewaltiger Unterschied.
      Und der Friedrich hat Recht: wir leben zum Glück in einem Rechtsstaat, in dem es jedem freisteht, so lange es geht, die möglichen Rechtsmittel zu ergreifen. Das muss nicht jedem gefallen. Der eine sieht sich halt durch die fortwährende Diskussion zum Thema empfindlich in seiner Lebensqualität beeinträchtigt, andere durch eine Asbestdeponie vor der Nase. Kann sich jeder seine eigene Meinung bilden, welche Beeinträchtigung nun schwerer wiegt.

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      1. @Innleitn, wie kommen sie darauf das es genügend DK1-Deponien gibt?
        Mein Wissensstand ist der das es dieses Deutschland weit und auch in Bayern nicht gibt.
        Eigentlich auch logisch, würde es genügend geben, dann würde der Betreiber nicht darum kämpfen, das er dieses vorhandene Deponie DK0 als DK1 verwenden darf.

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        1. @ Roland: Bisher ist das keine DK0 Deponie, sondern eine Kiesgrube gewesen. Bitte erst informieren, dann kommentieren.

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          1. Dann frage ich mich warum dort schon abgeladen worden ist.

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          2. Weil auch eine Kiesgrube wieder aufgefüllt werden kann. Aber eben mit anderem Material als eine DK0 Deponie.

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        2. @Roland Woher beziehen sie denn ihre Informationen? In Bayern gibt es dutzende Deponien. In Oberbayern selbst sind in Betrieb befindliche Deponien der Klasse I und II insgesamt neun vorhanden, plus eine Firmendeponie in Altötting, Stand Februar 2018. Insgesamt in Bayern sind es 45 (inkl. Firmendeponie) an der Zahl, ebenfalls Stand Februar 2018. Die ensprechenden Quellen liefert das Bayerische Landesamt für Umwelt (lfu). Ein weiterer Bedarf ist mir nicht bekannt. Warum die Firma Zosseder für eine neue DK1 kämpft? Ich vermute mal, dass die Firma expandieren will, sprich sein Geschäft ausbauen möchte. Marktwirtschaftlich betrachtet macht die Investition auch Sinn, allerdings finde ich die Idee, Asbest ca. 500m eines Kindergartens und eines Krankenhauses einzulagern allen wirtschaftlichen aspekten gegenüber ziemlich Grotesk. 2000m wären angebracht.

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        3. Ehrlich bleiben

          Woher haben Sie dieses Wissen? In Bayern gibt es genug DK1-Deponien (https://www.lfu.bayern.de/abfall/doc/deponiebetreiber_gebietskoerperschaften.pdf) – kann man ganz offiziell nachschauen. Eine Mono-Asbest-Deponie gebt es im übrigen auch. Bislang ist Odelsham keine DK0-Deponie – sondern eine wiederverfüllte Kiesgrube, die auf Renaturierung wartet. Da ist dann doch ein großer Unterschied.

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    3. He, He, Deutschland ist seit den 90ern ein Netto-Müllimporteur. Die Zeiten in denen man das Zeug nach Afrika verschiffte sind längst passe. Einfach mal auf der Seite Umweltministeriums surfen, dann kommt raus, dass Deutschland jährlich (!) Asbestmengen in der Größenordnung der Odelshamer Deponie importiert und vergräbt. Kommt v.a. aus Frankreich, weil die Franzosen resoluter sind und gleich einen Riesenwirbel veranstalten. Soviel zu den „kurzen Wegen“…

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  5. Wenn dieser Müll so gefährlich ist warum ihn nicht gleich in Castorbehältern irgendwo bis zum Nimmerleinstag lagern !

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  6. Ein großes Lob an Hr. Diller und seine Mitstreiter von der Bürgerinitiative! Ihr wart super vorbereitet und macht der Firma Zosseder und Konsorten das Leben echt schwer! Für euren Einsatz möchte ich mich ganz herzlich bedanken!!!

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