Der bange Blick auf die Zahlen

Stadt Rosenheim und der Landkreis Traunstein weiter 200er-Hotspot-Regionen - ÖPNV im Fokus

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Nahezu unverändert zu gestern sind erneut 152,3 Fälle im Inzidenzwert für den Landkreis am heutigen Montagmorgen. Für die Stadt Rosenheim meldet das RKI heute zudem weiter einen Inzidenzwert über 200, nämlich bei 218,7. Und der Nachbarlandkreis Traunstein ist leider wieder über die 250 geklettert. Somit sind sie 200er-Zonen, in denen ab Mittwoch bayernweit noch mehr verschärfte Maßnahmen gelten werden (wir berichteten ausführlich). Derweil findet heute der erste bundesweite Aktionstag zur Kontrolle und Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr statt …

Deutschlandweit wollen die zuständigen Behörden und die Verkehrsunternehmen ihre Maßnahmen zur Umsetzung der Maskenpflicht als Schutz gegen die weitere Verbreitung der Corona-Pandemie sichtbar erhöhen.

Das Maskentragen ist in allen öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Die Bundespolizei ermahnte in den vergangenen Wochen bundesweit bereits zehntausende Bahnfahrer und Bahnhofsbesucher wegen Verstößen.

Im niederbayerischen Landkreis Regen steigt der Corona-Warnwert auf neue Höhen. Am Sonntag lag der Wert dort bei fast 600 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ...

Laut Robert Koch-Institut wies am gestrigen Sonntag kein anderer Ort in Deutschland einen so hohen Wert auf. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gab den Wert mit 593 an. Es sei aber unter anderem zu vermuten, dass viele Infizierte nicht alle Kontaktpersonen angeben hätten, damit diese nicht in Quarantäne müssten, hieß es gestern.

Die von Bayern geplanten schärferen Corona-Maßnahmen ab Mittwoch – wie berichtet – sollten nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zügig auf ganz Deutschland ausgeweitet werden!

Der Wellenbrecher-Shutdown reiche bei weitem nicht mehr aus. Es sei nicht akzeptabel, dass man jeden Tag bis zu 500 Corona-Tote beklagen müsse in Deutschland.

Er regte zudem die Schließung des Einzelhandels NACH Weihnachten an: Die Geschäfte sollten mindestens bis Ende der ersten Januar-Woche geschlossen bleiben. Man brauche jetzt einen harten Shutdown, um etwas zu bewirken, zitiert ihn der Bayerische Rundfunk.

 

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11 Kommentare zu “Der bange Blick auf die Zahlen

  1. Ja, die Frage wegen der Schließung der Einzelhandelsgeschäfte bleibt – welche meint er denn …

    Kommentar v.d.Red. gekürzt.

    Anm. d. Red.:

    Also ganz sicher NICHT die, die man ‘zum Überleben’ braucht …

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  2. Es wäre sinnvoller, nun die Schulen zu schließen.

    Das hat im Frühjahr einen großen Erfolg erzielt. Da in zwei Wochen eh Ferien sind, kann man das nun nutzen, um in den vier Wochen die Zahlen wieder unter Kontrolle zu bekommen.
    Ich habe eine Tochter in der 6.klasse, wo genauso Ausbrüche stattfinden, auch Klassen darunter.

    Natürlich reagieren diese Altersklassen nicht so extrem wie vielleicht ältere, aber die haben auch Familie, in die sie das Virus schleppen und nicht alle Eltern sind keine Risikogruppe.

    Ich möchte den Kindern sicher nicht die Bildung nehmen, vor allem nicht meiner eigenen Tochter, aber die Gesundheit der Kinder und ihrer Mitmenschen geht einfach vor.

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  3. Wenn schon so eine große Angst und Panik im Hinblick auf die Zahlen besteht, so lasst uns (angesprochen unser MP Söder) so konsequent sein, und den verschärften Lockdown auch an Weihnachten durchzuziehen, um die Risikogruppen zu schützen! Laßt uns verzichten im Namen der “Gesundheit”!

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  4. @Besorgte Mama

    Ich möchte auch die Kinder keiner Gefahr aussetzen… Aber…
    Was meinen Sie, wieviele Pflegerinnen, MFA’s dann ausfallen?

    Man sieht einfach bei der ganzen Corona-Sache, wer Anstand hat und wer egoistisch handelt.
    Ich wohne auf dem Land und die Jugendlichen feiern weiterhin gemütlich weiter…kann man ja auch nachvollziehen – aber die kleinen Kinder verstehen es doch auch.

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  5. @. Da geb ich Ihnen recht – aber im Frühjahr hat das mit dem Betreuungsnotdienst der berufsrelevanten Gruppen doch auch funktioniert.

    Das mit dem Anstand ist so ne Sache – da geb ich Ihnen leider auch recht.

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  6. Es gab/gibt einen Betreuungsnotdienst in Wasserburg?

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    1. Johannes Schmidtmüller

      Ja für den Stadtteil Reitmehring war es z.B. der Kindergarten der hat die Grundschüler und Kindergartenkinder von Systemrelevanten Eltern betreut.

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  7. @ ???
    Ja, in Schulen und Kindergärten gab es für Eltern mit systemrelevanten Jobs sog. „Notbetreuung“ für die Kinder.
    Und das würde es auch wieder, wenn Schulen/Kindergärten prinzipiell wieder schließen müssten. Liste aller systemrelevanten Bereiche gibt’s beim BMAS auf der Homepage.

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  8. Karl Lauterbach fordert mehr IT-Personal für das RKI.
    Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat dem Institut für den IT-Bereich 4 neue Stellen, statt der beantragten 68 genehmigt.

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  9. Leider blicken halt nicht alle Menschen bang auf die Zahlen. Ich war heute Abend in einem Supermarkt in der Wasserburger Altstadt einkaufen.
    Die Kunden hatten zum Teil die Maske unter der Nase.

    Es gab im Laden eine beinahe zeremonielle Umarmung von Kundinnen, die sich dazu die Masken vom Gesicht rissen.
    Den Anpfiff der Mitarbeiterinnen habe ich kassiert, weil ich mich beschwert habe.

    Eine Wasserburger Ladeninhaberin hat sich von Bautzen inspirieren lassen und teilt in einem Schild mit, dass auch Kundschaft ohne Maske bei ihr herzlich willkommen ist. Dieser bornierte Egoismus ist allmählich kaum mehr zu ertragen.

    Natürlich wäre es vermutlich sinnvoll, die Schulen zu schließen bzw. auf Digitalunterricht umzustellen.
    Aber wir haben alle mitbekommen, dass dadurch gerade für Kinder aus sozial schwachem Umfeld große Probleme entstehen können. Diese Kinder baden letztendlich aus, was die Erwachsenen nicht auf die Reihe bekommen.

    Eine Lösung habe ich auch nicht anzubieten.

    Vermutlich müssen die Vernünftigen an die Sache herangehen, wie an eine Gruppenarbeit in Schule, Uni o. Berufsleben. Sein Bestes geben und die Schluffis nolens volens mitziehen. Sich dabei nicht übermäßig zu ärgern, ist das Allerschwerste….

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    1. Da hilft nur noch eins: “POLIZEI und SAFTIGE STRAFEN”

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