Den Reitmehringern reicht’s jetzt!

An den Bahnschranken droht der Geduldsfaden zu reißen - Bürger-Abend des Bürgerforums

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Den Reitmehringern reicht es mit der Situation rund um die B304! Der Geduldsfaden droht zu reißen! Das wurde an diesem Abend ganz deutlich, das Bürgerforum hatte eigens eingeladen – und die Reitmehringer kamen zahlreich. Voll besetzt war das Schützenheim, um die Gelegenheit wahr zu nehmen, den anwesenden Stadträten auch anderer Fraktionen zu sagen, wo den Bürger der Schuh drückt. Größtmögliche Empörung herrscht über die Schranken-Schließungszeiten – dringend bitten die Reitmehringer deshalb die Stadt Wasserburg und den Bürgermeister …

… mit der Südostbayernbahn eine baldige Verbesserung der Situation zu erreichen.Betonung auf BALDIGE.

Es leide nicht nur der Reitmehringer. Jeder der von Ost nach West oder umgekehrt auf der B304 unterwegs sei, wisse ein Lied davon zu singen. Es könne nicht sein, dass man keine bessere technische Lösung finde, die Schließungszeiten zu minimieren.

„Mangelnde Kommunikation des Straßenbauamtes“

Die Stadträte des Bürgerforums – Edith Stürmlinger, Lorenz Huber und Norbert Buortesch – standen Rede und Antwort. Man beklagte die so mangelnde Kommunikation von Seiten des staatlichen Straßenbauamtes, das auf Nachfrage von Norbert Buortesch lapidar mitgeteilt habe, die Fülle der Einwendungen bearbeitet und eine Stellungnahme an die Planfeststellungsbehörde weitergeleitet zu haben.

Neben diesem großen Thema sehen sich die Reitmehringer gegenüber der Altstadt insgesamt eher benachteiligt.

Der Zustand der Straßen, Geh- und Radwege lasse zu wünschen übrig. Einige konkrete Beispiele wurden genannt. Bürger beklagen, dass die Kommunikation mit der Stadtverwaltung besser sein könnte, sie fühlten sich nicht immer ernst genommen.

Der Zebrastreifen an der Megglestraße, bei der Einfahrt zur Schmidwiese, solle auf Anregung von zwei jungen Müttern mit Blinklichtern versehen werden, da er von Autofahrern häufig missachtet werde.

Schulwegsicherheit auf der Megglestraße ist seit zehn Jahren ein Thema in jeder Bürgerversammlung. Die Reitmehringer beklagen, dass es viel zu lange dauere, bis Sicherheitsmaßnahmen dazu umgesetzt würden. Die gelbe Markierung auf der Meggle-Seite reiche nicht aus. Der Gehsteig müsse auf die andere Seite verlegt werden, damit die Eltern ihre Kinder unbesorgt zur Schule schicken können …

Auch in der Bahnhofstraße sei die Sicherheit für Schulkinder zu verbessern. Vor allem am Bahnhof selbst herrsche eine unübersichtliche und gefährliche Situation für die zahlreichen Schüler und Pendler, die den Bus oder Zug erreichen wollen.

Nach einem Antrag des Bürgerforums und der freien Wählern arbeitet die Stadt an einer Lösung, die wohl demnächst vorgestellt werde, hieß es.

An die Adresse der Post ging die Bitte um einen Briefkasten in Reitmehring Süd.

Von Bürgern und Vereinen kam der große Wunsch auf, Reitmehring solle wieder ein Zentrum bekommen, mit Einkaufsmöglichkeiten, Wirtschaft mit Metzgerei und Bürgersaal, wie ihn viele Dörfer vergleichbarer Größe haben.

Die Vereine vereinbarten mit den Reitmehringer Stadträten fraktionsübergreifend zusammen zu arbeiten. Es wird ein Fragebogen erstellt, um den Bedarf zu ermitteln und das Einkaufsverhalten zu erfragen.

Edith Stürmlinger meinte, Reitmehring habe eine gute Zukunftsprognose durch sehr gute Standortfaktoren und sie schloss die lebhafte Diskussion mit dem Appell, regional einzukaufen, die Bäckerei im Reitmehringer Bahnhof und die Hofläden zu nutzen und in Wasserburg einzukaufen, damit die Geschäfte, die man dringend brauche, auch überleben können.

 

 

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