Den positiven Blick behalten

Zum Auftakt heute nach den Pfingstferien: So arbeitet die Franziska-Lechner-Schule in Edling

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Der Lebensfluss geht weiter: Nach den Wochen intensivster Homeschooling-Zeit für die Schüler, die Eltern und die Lehrer kommen jetzt ab dem heutigen Montag nach den Pfingstferien nach und nach immer mehr Klassen ins Schulhaus der Franziska-Lechner-Schule in Edling zurück. Sarah Miebach war und ist als Jugendsozialarbeiterin in der Corona-Zeit hier  d i e  Ansprechpartnerin für die Schüler und Eltern, die viele Fragen und Unsicherheiten zu den unterschiedlichsten Themen hatten und weiterhin haben. Hier dazu heute ein Bericht von ihr …

Seit die Abschluss-Klassen den Anfang machten und sich im Schulhaus fleißig ihren Prüfungen widmeten – bis heute, wo nun alle Klassen wieder im Hause sind – wurden auch die Einzelhilfe-Gespräche der Jugendhilfe wieder zurück in die Edlinger Schule verlegt.

Zuvor hatten in der Corona-Hochphase Hausbesuche mit Abstandseinhaltung im Sinne von Spaziergängen – gerne auch mit der Schulhündin Chili – und Beratung via digitaler Medien stattgefunden.

Diese herausfordernde Zeit für uns alle hatte aber nicht nur negative Folgen.

Eine Stärke des systemischen Ansatzes, nach dem ich arbeite, ist es, negative Blickwinkel in positive Perspektiven herauszuarbeiten oder so umzuformulieren, dass wir aus negativen Situationen das Positivste für uns herausziehen können, auch wenn diese nicht immer einfach erscheinen.

Mit der Methode Lebensfluss-Modell (Urvater ist Peter Nemetschek, München) arbeitete ich digital am Bildschirm mit einigen Schülern ihre jetzige, krisenhaft erscheinende Situation heraus und zeigte so auf, wie sie das Beste daraus machen können.

Des Weiteren ist ein positiver Nebeneffekt, dass durch die systemischen Fragestellungen (wie so genannte zirkuläre Fragetechniken) sehr schnell von der negativen Stimmung ein Umschwung in positiver Richtung veranlasst wird und das einzig und allein mit den Fähigkeiten und den eigenen Ressourcen der Schüler.

Auch in Zeiten von Schutzmasken und Spuckschutz-Trennwänden ist es möglich, diese ressourcen- und lösungsorientierte Arbeit mit den Kindern durchzuführen.

Hierbei werden die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und lernen so, dass sie für ihre Ziele, Träume und Wünsche selbstwirksam tätig sind und auch wieder werden können.

Eine sehr gewinnbringende Arbeit in stürmischen Zeiten. Die Rückmeldungen der Kinder sind stets sehr positiv.

Sarah Miebach, Jugendsozialarbeiterin der Franziska-Lechner-Schule in Edling

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