Den Flüchtlingen aus Moria helfen

Presseerklärung des Grünen-Kreisverbandes: „Landkreis muss sich zu seiner Verantwortung bekennen"

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Wer helfen will, sollte helfen dürfen: Die Bilder rund um das völlig überfüllte Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos sorgen nicht erst seit den dortigen Bränden für Erschütterung. Um diese humanitäre Tragödie auch im Sinne eines europäischen Solidaritäts-Gedankens lindern zu können, bezieht die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in einer Presseerklärung am heutigen Mittwochmorgen klar Stellung: „Der Landkreis verfügt derzeit über freie Plätze in seinen Unterkünften und soll daher Hilfesuchenden aus dem Flüchtlingslager Moria Obdach gewähren“, so die beiden Fraktionssprecher Ulla Zeitlmann und Georg Reinthaler, Bürgermeister von Eiselfing.

Im Landkreis Rosenheim sei in den vergangenen Jahren bei der Aufnahme und Integration von Asylbewerbern durch die verantwortlichen Behörden sowie insbesondere zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer vor Ort eine bemerkenswerte Hilfeleistung erbracht worden.

Die Grünen im Kreisverband: „Wenn nun in Griechenland Familien und unbegleitete Minderjährige unter menschenunwürdigen Zuständen dringend auf Unterstützung angewiesen sind, muss sich auch unser Landkreis zu seiner Verantwortung bekennen.“

Der Appell ist eindeutig: Dies habe durch eine klare politische Aufforderung der heimischen Verantwortlichen gegenüber den zuständigen Bundes- und Landesministerien zu erfolgen,

endlich die freiwillige Aufnahme von Flüchtlingen durch Kommunen zu ermöglichen,

heißt es in dem Schreiben.

 

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19 Kommentare zu “Den Flüchtlingen aus Moria helfen

  1. Als ob es mit einem Dach über den Kopf getan wäre !

    Wer helfen will soll helfen – aber auf eigene Kosten.

    Engagiert von Hilfe reden und die Last anderen aufbürden – das ist nicht sozial, das ist asozial.

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  2. Im Text ist von einer gemeinsamen Solidarität auf Landkreisebene die Rede. Was daran ist bitte “asozial” ?

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  3. In Wasserburg, stehen seit Jahren !! mehrere Häuser leer, wo der Erbpachtvertrag nicht verlängert wurde und die alle noch mit geringem Aufwand, zumindest vorübergehend, bewohnbar wären !!
    Dann hätten einige Flüchtlinge ne Unterkunft !

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  4. Sind wir denn das Auffanglager für die ganze Welt? Es reicht langsam …

    Kommentar v.d.Red. gekürzt.

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  5. Es geht aktuell um die Menschen, die in Moria zum Teil schon jahrelang unwürdig leben mussten. Hier Jugendlichen und Familien zu helfen, wäre einfach menschlich und führt nicht dazu, dass Deutschland zum “Auffanglager für die ganze Welt” wird!

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  6. Vor allem der Satz „Wenn nun in Griechenland Familien und unbegleitete Minderjährige unter menschenunwürdigen Zuständen dringend auf Unterstützung angewiesen sind, muss sich auch unser Landkreis zu seiner Verantwortung bekennen“ leuchtet mir nicht ein.

    Warum hat der Landkreis Rosenheim hier die Verantwortung?

    Haben die Bürger des Landkreises Rosenheim die Flüchtlinge auf die Boote in Richtung Europa gesetzt? Antwort Nein.

    Haben die Bürger des Landkreises Rosenheim von den Flüchtlingen die Häuser zerbombt? Antwort Nein.

    Haben die Bürger des Landkreises Rosenheim die Diktatorischen Regime in den Herkunftsländern bestimmt? Antwort Nein.

    Haben die Bürger des Landkreises Rosenheim irgendeine Schuld an der Umständen die zur Flucht der Menschen geführt hat? Antwort Nein.

    Ich sehe hier keine Verantwortung beim Landkreis Rosenheim.

    Soll halt jeder, der privat einen Flüchtling aufnehmen will, einen aufnehmen können. Hab ich nichts dagegen – solange er es aus seiner eigenen Tasche bezahlt.

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    1. Haben oder hätten wir Platz?
      JA wir haben Platz!!!

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    2. Ihr, mein und unser aller Wohlstand steht auf Leichenbergen. Auch daraus wächst Verantwortung und somit muss man ihre Fragen leider mit “ja” beantworten.

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    3. Vollkommen richtig !

      Ich kann mir es nicht anders vorstellen – diejenigen die immer verteilen wollen sind ausschließlich diejenigen, die selber nichts dazu beitragen. Also selber keine Abgaben zahlen, selber nur nehmen.

      Als vom Staat lebender kann man leicht sagen, dass noch mehr Asylanten aufgenommen werden sollen – selber trägt man ja nix dazu bei – man überlässt das alles der arbeitenden, Steuer- und Sozialabgaben zahlenden Bevölkerung.

      Asylantenaufnahme zu fordern, selber nur reden und nichts davon finanzieren – das ist wie oben schon irgendwo geschrieben – asozial – nix anderes.

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      1. Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen, dass “vom Staat lebende” Personen nichts zur Sozialversicherung, etc. beitragen und “alles der arbeitenden, Steuer- und Sozialabgaben zahlenden Bevölkerung” überlassen.

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      2. Als asozial erscheint mir einzig Ihr Kommentar. Können Sie Ihre abstruse These mit irgendwelchen Fakten belegen? Einigen Menschen in diesem Land scheint jegliche Philanthropie abhanden gekommen zu sein.

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      3. Veronika! Ich weiss ja nicht, wen Sie hier in den Kommentaren als „vom Staat Lebender” bezeichnen?
        Aber, die meisten, die vom Staat leben und keine Abgaben und sonstiges bezahlen, werden bestimmt hier nicht viel zum Besten geben!
        Wir haben nun mal einen geordneten Sozialstaat und sind indirekt auch mit Schuld an der Krise in diesen Ländern, da wir sie ja seit Jahrzehnten ausbeuten und Waffen unserer Firmen in diese Staaten verkaufen! Und wenn wir schon dabei sind Es gibt Unmengen deutscher Urlauber, die trotz Reisewarnung in solche Länder fliegen und dort entführt werden. Und wer zahlt stillschweigend Millionen an Lösegeld?? Nicht deren Familienangehörige, sondern die deutsche Bundesregierung, von Steuergeldern!

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  7. Ich glaube nicht, dass es irgendeinem Einheimischen schlechter geht, wenn in Stadt und Landkreis ein paar Flüchtlingen ein sicheres Zuhause gegeben wird.
    Und keine Angst, sie nehmen uns auch nicht die Arbeit weg, denn sich selbst was hinzuverdienen dürfen sie ja nicht!

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  8. Haben die Bürger des Landkreises Rosenheim irgendeine Schuld an den Umständen, die zur Flucht der Menschen geführt haben?
    Antwort: Leider irgendwie ja… Das ist ja blöderweise immer die Krux an der Sache. Jeder, der lebt, wie wir hier leben, lebt in gewisser Weise auf anderer Leute kosten und trägt so letztlich irgendwo auch einen Teil der Verantwortung dafür mit.
    Da ist auch im Landkreis Rosenheim niemand ausgeschlossen.

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  9. @Altstadtbewohner: Sind das die vielbeschworenen westlichen Werte des christlichen Abendlandes, die sie hier vertreten?

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  10. Danke, Oma.

    Aber leider kapierns de wenigsten, deswegen ist jegliche Diskussion überflüssig. Ich hoffe nur das sie ihr Kleinhirn nicht an Kindern weitergeben können!

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  11. Die Welt um uns herum hat wenig mit dem gemein, was sich viele hier lebende Philanthropen vorstellen.
    Es herrscht weitgehend Eigennutz und Menschenverachtung.
    (…)

    Kommentar v.d.Red. gekürzt.

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  12. @Altstadtbewohner
    Spielen wir Ihr Solidaritätsverständnis doch mal zu Ende:

    Soll jeder Sport machen. Hab ich nichts dagegen – solange er es selber zahlt, wenn er sich dabei verletzt.

    Soll jeder arbeiten. Hab ich nichts dagegen – solange er es im Fall der Arbeitslosigkeit aus eigener Tasche bezahlt.

    Soll jeder in infrastrukturell schwächeren Bundesländern geboren werden. Hab ich nichts dagegen – solange er den Länderfinanzausgleich oder den Soli aus eigener Tasche bezahlt.

    Usw.

    Merken Sie selbst, ne.

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  13. @pfeffinger

    Ich bin voll dafür, was sie da sagen, das sind endlich mal Ansatzpunkte, die ein Land wachsen lassen würden.
    Nur ist Deutschland dafür leider zu brav.

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