Das sind die Neuerungen 2020

Von unserer Partner-Fahrschule Eggerl: Der Verkehrstipp der Woche (38)

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Wenn die Führerscheinprüfung schon etwas länger her ist stellt sich immer wieder die Frage, wie die ein oder andere Regelung im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle wöchentlich über Verkehrsregeln und –Mythen auf. In dieser Woche folgt Teil 2 der wichtigsten Neuerungen im Straßenverkehrsrecht, die 2020 in Kraft treten sollen.

Die Experten der Fahrschule Eggerl: >>

Neben den Änderungen, die wir in der letzten Woche vorgestellt haben, plant das Bundesverkehrsministerium auch, neue Verkehrszeichen einzuführen. Damit Sie auch die dazugehörigen Vorschriften kennen, stellen wir Ihnen hier die neuen Schilder vor.

  1. Fahrradzone

Mit dem neuen Verkehrszeichen „Beginn einer Fahrradzone“ wird die Möglichkeit geschaffen, die bisher schon vorhandenen Fahrradstraßen auf größere innerörtliche Bereiche auszuweiten. Grundsätzlich ist das Befahren der dieser Zonen mit Kraftfahrzeugen verboten. Ausgenommen werden davon Elektrokleinstfahrzeuge, also zum Beispiel die seit diesem Jahr zugelassenen E-Scooter. Der Bereich kann allerdings durch ein Zusatzschild für Kraftfahrzeuge freigeben werden. Für den Fahrverkehr gilt innerhalb der Zone eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Radfahrer dürfen stets nebeneinander fahren und unter keinen Umständen behindert oder gefährdet werden.

 

2. Radschnellweg

Mit diesem neuen Verkehrszeichen sollen Radschnellwege unabhängig von der Fahrbahnbeschaffenheit gekennzeichnet werden können. Die Einrichtung von Radschnellwegen wurde und wird auch im Landkreis Rosenheim immer wieder diskutiert. Als Regeln werden im Entwurf für die StVO vorgesehen: „Anderer Fahrzeugverkehr als Radverkehr sowie Elektrokleinstfahrzeuge im Sinne der eKFV dürfen den Radschnellweg nicht benutzen. […] Ist durch Zusatzzeichen die Benutzung eines Radschnellwegs für eine andere Verkehrsart erlaubt, muss diese auf den Radverkehr Rücksicht nehmen und der Fahrzeugverkehr muss erforderlichenfalls die Geschwindigkeit an den Radverkehr anpassen.“

 

  1. Fahrbahnmarkierung Haifischzähne

Mit den sogenannten Haifischzähnen soll künftig eine Wartepflicht infolge einer bestehenden Rechts-vor-Links Regelung oder von „Vorfahrt gewähren“ hervorgehoben werden. Dies gilt allerdings nur dort, wo Radschnellwege einmünden und auch nur abseits aller Bundes-, Land- und Kreisstraßen sowie aller anderen Hauptstraßen. Insofern dürfte diese Markierung erst einmal ein recht seltenes Phänomen bleiben.

 

  1. Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen für mehrspurige Kraftfahrzeuge und Krafträder mit Beiwagen

Mit diesem Verkehrszeichen soll das Überholen von einspurigen Fahrzeugen verboten werden. Bisher war es durch Beschilderung nur möglich, das Überholen von mehrspurigen Fahrzeugen zu verbieten.

 

 

  1. Grünpfeil nur für Radfahrer

Mit diesem Zeichen wird es Radfahrern erlaubt, auch bei einer roten Ampel aus dem rechten Fahrstreifen heraus nach rechts abzubiegen. Vor dem Abbiegen müssen sie allerdings stets anhalten und sich vergewissern, dass kein anderer Verkehrsteilnehmer durch das Abbiegen behindert wird.

 

 

  1. Sinnbild/Zusatzzeichen „Mehrfachbesetzter Personenkraftwagen“

 

Mit diesem Zusatzschild können Bussonderfahrstreifen für Pkw und Krafträder mit Beiwagen freigegeben werden, die mit mindestens drei Personen besetzt sind. Dadurch soll ein Anreiz geschaffen werden, Fahrzeuge mit möglichst vielen Personen zu besetzen. Übergeordnetes Ziel ist, den motorisierten Individualverkehr vor allem in den Städten zu reduzieren.

 

 

  1. Sinnbild/Zusatzzeichen Carsharing

Mit diesem Zusatzzeichen können Parkplätze exklusiv für Carsharing-Fahrzeuge ausgewiesen werden. Um nachzuweisen, dass ein Fahrzeug für das Carsharing benutzt wird, wird ein entsprechender Ausweis eingeführt:

 

Zusammenfassung: mit der geplanten Novelle der StVO im kommenden Jahr stehen uns einige Änderungen bevor. Vor allem die in der vergangenen Woche beschriebenen Neuregelungen und die höheren Bußgelder werden sich dabei bemerkbar machen. Die hier vorgestellten neuen Verkehrszeichen werden uns im ländlichen Raum auch in Zukunft eher selten begegnen und vor allem in Großstädten zu finden sein. Bereits heute steht allerdings fest, dass noch weitere Änderungen in der StVO folgen sollen. Sobald es dazu konkrete Pläne gibt, erfahren Sie es natürlich an dieser Stelle im wöchentlichen Verkehrstipp.<<

Fotos: FE

 

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