Das Schaffen Ludwig Weningers

Sonderausstellung im Museum der Stadt Wasserburg gestern eröffnet

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Nach einer längeren Pause greift das Museum Wasserburg die Reihe „Wasserburger Maler der Vergangenheit“ wieder auf. Vorgestellt wird ab heute der Künstler Ludwig Weninger. 1904 in Gunzenhausen geboren, war ein deutscher Maler der Neuen Sachlichkeit. Eine Sonderausstellung mit Werken Weningers wurde gestern im Museum der Stadt von Bürgermeister Michael Kölbl eröffnet. Und wie immer fanden sich zur dazu zahlreiche Gäste ein. 

Der Künstler Ludwig Weninger zog erst als junger Mann in den 1930-er Jahren nach Wasserburg, ließ sich aber sofort von der Schönheit der Stadt und der Umgebung in den Bann ziehen. Der Kunstmaler fertigte zahlreiche Skizzen der Stadt, der Landschaft und der Umgebung an, die er anschließend in Öl umsetzte. Seine Werke, zu denen auch ausdrucksstarke Porträts, faszinierende Stillleben und anmutige Akte gehören, zeigen expressionistischen Ausdruckswillen mit neusachlicher Formenvereinfachung. Der große Ruhm blieb Ludwig Weninger allerdings verwehrt, da seine Kunst in der NS-Zeit verboten war und er den Krieg nicht überlebte.

Auf Anregung von Bernd Joa und Dorle Irlbeck zeigt das Museum Wasserburg in der Sonderausstellung eine Auswahl seiner Werke, die bis zu einem zufälligen Dachbodenfund als zerstört galten.

 

 

Zum Großteil organisiert wurde die Ausstellung durch die Kuratorin und wissenschaftliche Volontärin Franziska Honer.

Bürgermeister Michael Kölbl bedankt sich bei allen Helfern und Organisatoren: „Ohne Helfer, Unterstützer und Leihgaben wäre diese Ausstellung nicht möglich gewesen“

Franziska Honer ging anschließend auf das Leben und Schaffen Weningers ein. „Er beschäftigte sich intensiv mit dem Stadtbild, der Natur und dem Inn, wobei er jeder seiner Skizzen und jedem Gemälde einen anderen, individuellen Stil verlieh.“

Begleitet wurde der Abend im Museum von der Band „Kreiz&Quer“.

 

Führung am Sonntag

Die Sonderausstellung im Museum Wasserburg,  „Ludwig Weninger – Wasserburger Maler der Vergangenheit“ zeigt über 50 Werke des fast vergessenen Künstlers. Im Rahmen einer abwechslungsreichen Ausstellungsführung am Sonntag, 21. Oktober, 14.30 Uhr, mit Kuratorin Franziska Honer werden die unterschiedlichen Bilder vorgestellt. 

 

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