Das muss doch zu machen sein …

Robert Mitter trainiert seit 13 Jahren im Fit&Fun: Seit sieben Wochen ist er ausgebremst

image_pdfimage_print

Online-Kurse oder selbst Runden drehen unter freiem Himmel – was Anderes ist für Hunderte von Mitgliedern des Sportparks Fit&Fun in Wasserburg derzeit nicht möglich. Auch nach der jetzigen Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen wird es wohl noch dauern, bis die Fitness-Studios wieder öffnen dürfen. „Das ist echt hart. Ich bin seit 13 Jahren im Fit&Fun, mehrmals die Woche. Alleine trainieren ist ja eine Zeit lang auch in Ordnung, aber mittlerweile fehlen mir schon die speziellen Trainingsgeräte und der Sportbetrieb im Fit&Fun. Und da geht’s mir nicht alleine so”, sagt Robert Mitter aus Griesstätt. Indes: Von der Politik gibt es nach wie vor kein Signal in Richtung Wiedereröffnung. „Und das, obwohl wir eigentlich systemrelevant sind. Die Stärkung des Immunsystems durch Fitnesstraining ist unumstritten”, so Hans Enzinger, Betreiber des Sportparks.

„Wir haben aktuell ein umfangreiches Online-Angebot und bekommen dafür nach wie vor viel Lob. Viele unserer Mitglieder nehmen das täglich wahr und halten sich zuhause fit. Aber das kann es doch auf Dauer nicht sein”, so Enzinger. „Die Systemrelevanz von Fitness-Studios folgt aus dem essentiellen Beitrag für die Gesundheit der Menschen. Das Muskelsystem in Aktion, also trainierte Muskeln, sind der Dynamo für die Batterie des Immunsystems.” Es sei daher falsch, die Fitness-Betriebe auf die abstrakten Infektionsrisiken zu reduzieren.

Die Fitness-Betriebe seien zudem gerade dabei einen umfangreichen Maßnahmen-Katalog zur Sicherheit der Sporttreibenden anbieten, so Enzinger weiter. „Eine Wiedereröffnung wird voraussichtlich nur unter bestimmten Umständen und der Einhaltung gewisser Abstands -, Verhaltens- und Hygienebestimmungen zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter möglich sein. Dafür rüsten wir uns gerade.”

Enzinger weiter: „Hinweisschilder zum Händewaschen, zum Abstandhalten, eine
klare Trainingsorganisation, die Begrenzung der gleichzeitig Trainierenden, Abgrenzung mit Markierungen für den Ein- und  Ausgang, ein Leitsystem, regelmäßiges Reinigung und Desinfizieren der Eingangs und Ausgangsbereiche, Wartezonen – alles das könnten wir bewerkstelligen. Wir warten dringend auf ein Signal von der Politik und stehen in den Startlöchern.”

Unter all diesen Bedingungen kann sich auch Robert Mitter vorstellen, schnell wieder sein Fitness-Studio in Wasserburg aufzusuchen. „Mit Maske trainieren geht sicher nicht, aber mit dem nötigen Sicherheitsabstand schon. Zumindest beim Einzeltraining. Bei den Kursen, so befürchte ich, wird das sicher noch eine Weile dauern.”    

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

Ein Kommentar zu “Das muss doch zu machen sein …

  1. Als ob das Muskelystem nur im Fit&Fun aktiv werden könnte…
    Dass Fitnessstudios systemrelevant sein sollen erschließt sich mir nicht. Für Sport und Bewegung braucht es keine stickige Luft und klebrige Geräte – das geht auch ganz einfach draußen an der frischen Luft oder daheim auf der ausgerollten Matte.

    Antworten