Das „Kümmerer-Konzept“

CSU Amerang geht der Frage nach: „Wer unterstützt mich, wenn ich pflege- und hilfsbedürftig bin?“

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Der Einladung der CSU-Amerang und des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises der CSU Rosenheim zur Vorstellung des „Kümmerer-Konzeptes” aus Tirol waren zahlreiche Gemeindebürger gefolgt. Christian Staber, CSU-Bürgermeisterkandidat, konnte viele Gäste und hochkarätige Referenten beim „Wirth von Amerang” begrüßen.

In seinem Grußwort machte er deutlich, dass sein politisches Gesamtkonzept, das immer hinterfragt „Was macht unser Dorf aus?“, sich unter anderem darauf stütze, soziale und familiäre Strukturen zu fördern und weiterzuentwickeln. „Aufgrund des demografischen Wandels wird der Anteil der Bevölkerung über 65 Jahre innerhalb der nächsten Jahre stark anwachsen. Wir müssen uns deshalb die Frage stellen, was eine Kommune in diesem Bereich unternehmen kann, welche Angebote sie initiieren sollte.”

Staber weiter: „Ohne die Unterstützung der Angehörigen, die die größten Pfleger in unserem Land sind, wird diese Situation nicht zu stemmen sein. Nicht nur der Pflegebedürftige muss gepflegt werden, sondern auch die bürokratischen Hürden sind immens. Hier kann die Kommune unterstützen. Wir brauchen einen Patientenlotsen, sprich Kümmerer, der die Strukturen kennt und helfen kann. Unser Ziel ist, dass Menschen glücklich im Kreis ihrer Familie und in ihrer gewohnten Umgebung alt werden können, wenn sie dies wollen.”

Die Lösung sei, dass man jemanden habe, der alle Angebote filtere und der sich in der Thematik auskenne, der im Bedarfsfall zu den Menschen vor Ort komme und die Situation beurteile.

Genau dies macht Dietmar Strobl bereits beruflich. Er ist Case-Manager und arbeitet als Kümmerer in Tirol. Seiner Erfahrung nach ist das Kümmerer-Konzept deshalb so erfolgreich, da es eine niederschwellige Anlaufstelle für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige bietet, wobei alle Leistungen für die Klienten kostenlos sind. Strobl kümmert sich um alle Fragen rund um die Betreuung und Pflege. Er organisiert notwendigen Pflege- und Betreuungsdienste, berät und unterstützt bei diversen Antragsstellungen und organisiert benötigte Hilfsmittel. Die Finanzierung der Stelle erfolgt zum einen über das Land Tirol, den verbleibenden Teil übernehmen die beteiligten Gemeinden.

Ziel von Elmar Stegmeier, GPA-Kreisvorsitzender, ist die Verbesserung der Versorgung durch Koordination und Vernetzung auf menschlicher und kommunaler Ebene. Sein Fazit fällt positiv aus: „Der Bedarf ist da und Landkreis sowie Kommunen können sinnvolle Rahmenbedingungen geben.”

Die Besucher der Veranstaltung zeigten sich begeistert von der Vorstellung des Konzeptes und unterstützten Staber in seinen Ansichten: Eine dezentrale Lösung für hilfs- und pflegebedürftige Personen ist möglich. Eine Amerangerin brachte es an Strobl gerichtet auf den Punkt: „Ich habe Ihren Flyer im Weihnachtsurlaub zufällig gesehen und war begeistert. Ich dachte mir: Sie sind wie ein Weihnachtsgeschenk – und jetzt sind Sie hier und stellen Ihr Konzept vor. Besser kann es nicht sein.“

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