„Das ist zynisch vom Rechnungshof“

Ärger um Ausbau der A8: Linnerer übergab nun Stautagebuch an MdB Ludwig

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Der Bund bleibt auch nach der Kritik des Bundesrechnungshofes beim sechsspurigen Ausbau der Autobahn A8 zwischen Rosenheim und der Landesgrenze. „Es gibt in der Haltung des Bundesverkehrsministeriums und innerhalb der Unionsfraktion keinerlei Veränderungen“, sagte die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion Daniela Ludwig gestern bei der Übergabe des Stautagebuches durch Michael Linnerer (FDP – unser Foto).

„Wir sind der festen Überzeugung, dass eine Autobahn aus der Vorkriegszeit mit engen Kurvenradien, kurzen Ein- und Ausfahrten und teilweise fehlenden Pannenstreifen als moderne, verkehrssichere Autobahn ausgebaut werden muss.“ Die A8 sei eine der meist belasteten Autobahnen in Deutschland.

Der Bundesrechnungshof hatte den geplanten sechsspurigen Ausbau zwischen Felden und der Landesgrenze als unwirtschaftlich kritisiert und eine 4 + 2 –Lösung als ausreichend empfohlen. Dabei ging der Rechnungshof von 26 Stautagen im Jahr aus. „Geradezu zynisch ist die Aussage des Rechnungshofes, dass man bei einem vierspurigen Ausbau am Lärmschutz sparen kann“, so Ludwig weiter. „Diesen Lärmschutz, der weit über das gesetzlich vorgesehene Maß hinausgeht, haben wir im Abschnitt Rosenheim-Bernau in einem intensiven Planungsdialog mit den Bürgern erreicht.“

Michael Linnerer aus Raubling hatte auf Facebook 100 Tage lang ein Stautagebuch geführt. Er und mehr als 500 User hatten vom 23. März bis 30. Juni auf der 47,1 Kilometer langen Strecke von Bernau am Chiemsee bis Piding Staus gemeldet und gemessen. Heraus kamen 38 Stautage, auf das Jahr umgerechnet wären das 139 Stautage auf diesem Abschnitt.

Linnerer übergab Daniela Ludwig das Stautagebuch mit der Bitte, es an den Bundesrechnungshof weiterzuleiten. „Das mache ich gerne“, betonte Ludwig. „Ich werde den Präsidenten des Bundesrechnungshofes persönlich zu einer Fahrt auf der A8 einladen. Denn die Einschätzungen zeigen eines: Niemand vom Bundesrechnungshof hat sich jemals die A8 angeschaut.“

 

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