Das Ende der Nacht

Beleuchtungs-Wahnsinn: Die Grünen aus dem Haager Land laden zu Vortrag über Lichtverschmutzung ein

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Die Nächte – sie werden heller und heller! Am Mittwoch, 7. Oktober, informiert Thomas Hilger, Vorsitzender von „Astronomie im Chiemgau“ in Fichters Kulturladen in Ramsau über die dunkle Seite des künstlichen Lichts. Denn die Nächte erleben einen immer größer werdenden Beleuchtungs-Wahnsinn, was nachtaktive Lebewesen, Pflanzen und unsere Gesundheit gefährdet. Zu der Veranstaltung lädt der Ortsverband der Grünen im Haager Land alle Interessierten herzlichst ein …

Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 18 Uhr.

Zum Beispiel wandern zwei Drittel der Zugvögel nachts und orientieren sich an
den Sternen (Quelle: Österreichisches Bundesministerium Klimaschutz und Umwelt).
Lichtverschmutzung ist mitverantwortlich für das weltweit zu beobachtende Insektensterben (Quelle: Universität Wien). Das bedroht das gesamte Ökosystem und damit auch die Menschen.
Der Verein Astronomie im Chiemgau ist Partner des Projektes „Paten der Nacht“. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, Lichtverschmutzung einzudämmen.

Thomas Hilger klärt in seinem spannenden Vortrag darüber auf, was Lichtverschmutzung ist, wie sie entsteht und was sie bewirkt. Er zeigt auf, dass Lichtmengen mit einfachen Mitteln reduziert werden können und jeder dabei mithelfen kann.

Vor dem Vortrag kann im Fichters Kulturladen zu Abend gegessen werden.

Ergänzender Hinweis: Im „Museum Wald und Umwelt“ in Ebersberg läuft seit dem vergangenen Wochenende die Ausstellung „Lichtverschmutzung – Verlust der Nacht“ eröffnet. Sie wird bis Mitte April 2021 zu sehen sein.

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14 Kommentare zu “Das Ende der Nacht

  1. Es is echt der Wahnsinn. Jedes Dorf braucht Straßenlaternen. Jede Neubausiedlung werd mit Straßenlaternen ausgrüst. Warum?
    Warum braucht ma auf’m Land des Liacht? Dann wern no in de Gärten Leuchtkugeln neigestellt. Koana sieht mehr de Stern am Himme.
    Da Mond erlischt ebenfois.
    A jeda ist für Umweltschutz, do wern andere Sündenböck gsuacht. Nur vor der Haustür, bei sich selber fängt ma ned o.
    Raus mid den Straßenlaternen aus de Dörfer und dads de Leuchten von eichere Gärten raus und genießts den Nachthimmel.

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    1. Sie sagen es. Genau deshalb haben wir unsere ehrenamtliche Initiative “Paten der Nacht” 2019 gegründet.
      Um aufzuklären, um zu sensibilisieren.
      Weil immer mehr Licht installiert wird, kaum einer aber weiß, was Licht nachts alles anrichtet (neben der Verpulverung von Energie und CO2.).

      Vor allem irsinnig: Die meisten Menschen schlafen zu dieser Zeit.
      Viel mehr solcher Vorträge und Pressemeldungen müsste es zu diesem Thema geben.

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      1. Ihr Engagement ist wirklich wichtig. Vielen Dank dafür. Ich freue mich schon auf den Vortrag.

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      2. Auch von mir ein herzliches Danke für Ihr Engagement. Mein Nachbar hat auch so eine blöde Kugellampe im Garten, die Tag und Nacht brennt.
        Außerdem brennen die Straßenlaternen rund ums Haus die ganze Nacht. Was das vor allem in der Insekten- und Vogelwelt anrichtet, ist den wenigsten bewusst.

        Ich wurde im Frühjahr sogar schon einmal von einer Amsel geweckt, die mitten in der Nacht gesungen hat.

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    2. Wenn ein Mitbürger dann in der Dunkelheit stürzt, verklagt er die jeweilige Kommune oder den jeweiligen Grundstückseigentümer auf Schadensersatz – und die Chancen, dass er Recht bekommt, sind dann gar nicht so schlecht. Also stehen überall Straßenlaternen, damit die Verantwortung nicht übernommen werden muss!

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  2. I find es echt wichtig, die Leut do zu sensibilisieren. Aba i hob den Eindruck, dass de Leut sich mehr für an Schwarzbau interessieren, ois für des Thema.

    Bei mia im Dorf sans a scho de Neuzuazonga daherkommen, dass bei uns in da Strass Laternen brauchen, weil’s vielleicht moi im Winter spazieren gehn.
    Aba sonst für Umweltschutz sei.

    Es läuft so fui schiaf mid dem Umweltschutz. Ogfangt bei de Laternen bis zu dem ganzen E-Autos-Thema, Solaranlagen usw.

    Unsere Abkömmlinge wern sich moi über den ganzen Müll sche bedanga. I hoff, dass sie a paar Leut erreichen, die sich gega de sinnlosen Beleuchtungen in eanane Dörfer stelln.

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    1. Genau, koane Lichta mehr und mir rennan beim spazierngeh mit de Köpf zsamm und fahrn mim Radl an d Wand

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      1. Wie wäre es mit einer simplen Taschen- oder Stirnlampe und Fahrradlampe sowie gut sichtbarer Kleidung mit Reflektoren? Zudem geht es bei dem Vortrag nicht nur um Straßenbeleuchtung, die an nachts stark frequentierten Stellen sicher ihre Berechtigung aus Sicherheitsgründen hat sondern um Beleuchtung, die nicht notwendig ist. Zuerst den Vortrag anhören, dann Meinung bilden 🙂

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      2. Man könnte die Beleuchtung auch einfach nach Mitternacht abschalten, da geht sowieso kaum noch jemand spazieren.

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  3. Genau, weil in unseren Dörfern, wenn es dunkel ist, so viele spazieren gehen.
    Ein Rad hat ein kleines Licht und überhaupt sind bei uns die Nächte nie so dunkel, dass man nichts mehr sieht.

    Außerdem schalten sich überall Bewegungsmelder an, wenn man an den Häusern vorbei geht. Wenn da jemand mit einem anderen Kopf zusammenrennt oder gegen eine Wand mit dem Rad rennt, hat das andere Gründe.

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  4. Nun ist es ja nett, dass die heile Welt in den Dörfern der Kommentatoren mit dem Bild des Artikels in Verbindung gebracht wird.
    Licht ins Dunkel, war und ist heute
    noch ein wohltuende Gefühl fuer uns Menschen. Es hat nicht zuletzt was mit Sicherheit zu tun, nachts die öffentlichen Räume in Städten zu erleuchten.
    Aber auch hier müsste es doch ganz einfach sein, mal den Schalter auf Aus zu stellen. Eben nicht in jedem Dorf eine Straßenbeleuchtung installieren, alle Bewegungsmelder um die Immobilien zu verbieten, das kann doch jeder Gemeinderat entscheiden. Lassen Sie es uns doch einfach mal probieren, der ganze Altlandkreis eine Woche ohne nächtliche Beleuchtung im öffentlichen Raum. Das könnten sich die Paten der Nacht doch mal als Projekt vornehmen. Nicht Wasserburg leuchtet, sondern Wasserburg “dunkelt”.

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  5. Gibts bloß am Dorf a Licht und de Städte san olle dunkel?
    I glaub de Diskussion geht in de falsche Richtung.

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  6. Schauts euch doch mal das Bild an. Seht ihr hier Edling, Eiselfing, Babensham leuchten?
    In den Städten, die man dort leuchten sieht, wären Bewegungsmelder bereits erfunden, dann braucht auch keiner Angst vor der Dunkelheit haben

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    1. Ja – auch Edling leuchtet die ganze Nacht.
      Bei uns so hell, dass ich nachts kein Licht einschalten muss, um auf die Toilette zu gehen.

      Warum kann man die Straßenbeleuchtung nicht wenigstens ab Mitternacht abschalten?

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