Das Aus fürs Wasserburger Weinfest?

Hiobsbotschaft nach dem so schönen Jubiläumsfest

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Ausgerechnet nach dem so großartigen Jubiläum zum 50-Jährigen des Wasserburger Weinfestes steht nun hinter dessen Zukunft ein großes Fragezeichen! Wird es das schöne, idyllische Fest in der Altstadt in Zukunft noch geben? Der bisherige Veranstalter, der Tourismusverein Wasserburg, jedenfalls macht die Organisation ab sofort nicht mehr. Das gab die Vorsitzende Claudia Rahlf jetzt in der Nachbesprechung zum Fest klar und deutlich bekannt. Zur Überraschung der anwesenden fünf Wirte – von eigentlich insgesamt 22.

Man lege das Fest zurück in die Hände der Wirte und auch zurück in die Hände der Stadt. Andrea Aschauer, Mitglied der Vorstandschaft des bisherigen Veranstalters TouWas: Man sei zu Fünft, um dieses Mammut-Fest im Namen der vielen Wirte zu stemmen. Diese würden sich zwar um ihre eigenen Bands und so weiter kümmern, aber alles andere sei in der Verantwortung des Vereins gelegen. Und jeder wisse, wie sehr sich die Auflagen für so eine Großveranstaltung verändert haben.

Das sei einfach alles nicht mehr zu leisten für den Verein. Monatelang sei man damit beschäftigt. Nun möchte man sich anderen Dingen widmen im Namen des Tourismusvereins, so Aschauer.

So bringe man noch heuer einen Kalender heraus – einen Familienplaner, schön kreativ gestaltet mit den vielen, bunten Möglichkeiten der Stadt.

Ob die Wirte das Fest in Zukunft selbst übernehmen, das sei noch fraglich. Auch habe sich noch kein Verein freiwillig gemeldet, sagt Aschauer.

Auf die Anfrage der Wasserburger Stimme erklärte Moritz Hasselt, der Vorsitzende des Wirtschafts-Förderungs-Verbandes in der Stadt, heute dazu: Neben dem Christkindlmarkt, dem Frühlingsfest, den musikalischen Samstagen, der Weihnachtsbeleuchtung, der Werbung für die verkaufsoffenen Marktsonntage und nicht zuletzt neben allem rund um die Wasserburg-Gutscheine oder solchen Unterschriften-Aktionen wie aktuell zur Hofstatt (wir berichteten ausführlich) bleibe für seinen Verband verständlicherweise ja nicht mehr wirklich viel Zeit übrig, um auch noch ein Weinfest in dieser Größenordnung für Wasserburg zu stemmen.

Aber es sei auch noch niemand auf den WFV zugekommen und falls das noch passieren sollte, dann müsse man halt reden. Erst einmal intern im Verband und dann mit der Stadt und den Wirten.

 

 

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2 Gedanken zu „Das Aus fürs Wasserburger Weinfest?

  1. Es wäre äußerst schade, wenn dieses Fest aus dem Veranstaltungskalender wegfallen würde. Der Flair und die Atmosphäre sind einmalig, besonders wenn das Wetter mitspielt. Allerdings waren wir dieses Mal enttäuscht von der Musik. Immer mehr Schlagerdisko-Sound, der irgendwie so gar nicht zum Genre „Weinfest“ passt. Wie wäre es wieder mit stimmungsvollern, qualitativ hochwertigen LIvebands, weniger One-Man-Shows… ?

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    1. Hat dieses Fest schon immer der Tourismusverein organisiert? Wie ist das früher gelaufen? Ehrlich gesagt frage ich mich schon, was die Herrschaften von TouWas an der Organisation des Großevents Weinfest so überbelastet. Das war doch ihr Ansinnen, als sie diesen Verein neu aufgestellt haben. Und irgendwie beißt sich da Katze schon in den Schwanz: Auf der einen Seite Touristen und Besucher in die Stadt locken, (wie man am Weinfest sieht, klappt das ja, wenn man sich die Besucherzahlen von diesem Jahr anschaut), auf der anderen Seite jammern, weil es zuviel Arbeit macht. Nur mit Kalendern und Flyern oder einem Buch, in dem außer „netten“ Bildchen fast nur Anekdoten einzelner Bürger zu finden sind, wird man keinen hinterm Ofen hervorlocken. Es ist zwar korrekt, dass andere Vereine mehr Personal zur Verfügung haben, aber da sollte man sich dann die Frage stellen, an was das dann wohl liegt?

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