Danone-Mitarbeiter fassungslos

Gewerkschaft NGG kritisiert „Kahlschlag“ für 160 Beschäftigte in Rosenheim

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„Kein Kahlschlag bei Danone“: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die geplante Schließung des Rosenheimer Danone-Werks heftig kritisiert. „Die 160 Beschäftigten wurden von der Nachricht kalt erwischt. In der Belegschaft herrscht Fassungslosigkeit“, sagt Manuel Halbmeier von der NGG Rosenheim-Oberbayern. Ein milliardenschwerer Konzern wie Danone dürfe seine Mitarbeiter nicht einfach auf die Straße setzen.

Die Gewerkschaft fordert das Unternehmen mit Sitz in Paris dazu auf, die Schließung des oberbayerischen Standorts zu überdenken. „Das Rosenheimer Werk ist einzigartig, weil es auch kleine Menge produzieren kann. Damit ist der Standort ein wichtiges Labor für die neuen Milchprodukte, die der Weltmarktführer derzeit testet“, so Halbmeier. Die Kündigung eines Produktionsauftrags vom Käsehersteller Hochland dürfe kein Vorwand sein, um ein ganzes Werk zu schließen. Schließlich habe Danone zuletzt eine Umsatzrendite von 15 Prozent bei Milchprodukten erwirtschaftet. Nach Einschätzung von Manuel Halbmeier schreibt auch das Rosenheimer Werk seit Jahren schwarze Zahlen,

 

Sollte der Konzern an den Schließungsplänen festhalten, müsse es einen ausgereiften Sozialplan mit soliden Abfindungen geben, fordert die NGG. In der kommenden Woche berät die Gewerkschaft bei einer Mitgliederversammlung über weitere Schritte.

 

 

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3 Kommentare zu “Danone-Mitarbeiter fassungslos

  1. Immer wieder erstaunlich, dass sich viele anscheinend nicht bewusst sind, wie unser Wirtschaftssystem funktioniert, sonst wäre man im Jahr 2020 auch nicht fassungslos, dass Industrie in Deutschland keine Zukunft hat und ein Milliardenunternehmen dort produziert, wo es mehr Gewinn erwirtschaften kann.

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  2. … ein … Kommentar von Analytiker, wahrscheinlich ein Schüler oder Beamter.
    Wo soll denn das Geld für Beamte, Verwaltung usw her kommen, wenn nicht aus der Industrie?
    Mir tut es vor allem für die Mitarbeiter leid – aber nicht aufgeben, ihr findet was neues besseres. Konsequent wäre jetzt Danone zu boykottieren. Ich kaufe nichts mehr von denen.
    Kommentar v. d. Redaktion gekürzt

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    1. Sachlicher Leser

      Bitte jetzt keine Sozialneid-Debatte mit Hetze gegen Schüler, Beamten, usw. Es geht im Text oben eindeutig um die Danone-Mitarbeiter und deren Entlassung. Daran sind weder Schüler, noch Beamten oder andere Berufsgruppen schuld!

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