Dankeschön für diese Magie!

„Café del Mundo“ und „Quadro Nuevo“: Ausverkauftes Gymnasium durfte träumen

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Das Publikum wollte sie gar nicht mehr gehen lassen: Vier Ausnahme-Künstler, sympathisch bescheiden, saßen am Konzert-Ende auf der Bühne der Aula des Gymnasiums in Wasserburg (unser Foto). Vier Freunde, die sich freuten über tosenden Applaus! „Café del Mundo“ nennen sich die beiden begnadeten Gitarristen Jan Pascal und Alexander Kilian, die frei und eigen die Genre Flamenco, Klassik und Jazz zu einem neuen, weithin ungehörten Sound vereinen. Zusammen mit ihren kongenialen „Quadro Nuevo“-Kumpels D.D. Lowka (Kontrabass) und Mulo Francel (Saxophon) waren sie in der Aula des Wasserburger Gymnasiums zu Gast. Fröhlich, unbeschwert, mit der Musik durch die Welt reisend …

Fotos: Renate Drax

Der Mulo, wahrlich kein Unbekannter in der Musikszene des Altlandkreises. Er musizierte mal wieder sensationell und führte dabei auch noch charmant und mit Witz durchs Programm: „Es geht um Mathebücher – da haben wir doch gleich zugesagt!”

„Für uns ist es heute Abend wie Ostern und Weihnachten zusammen, wenn wir gemeinsam spielen können”, sagte der Alex zur Wasserburger Stimme. Dem Elternbeirat der Schule um Sebastian Weger, Stephan Hain und Jörg Pottrick sei Dank … Mit einem kulturellen Top-Highlight – ausverkauft – präsentierte sich die Schulaula des Gymnasiums ein letztes Mal vor ihrer völligen Sanierung. Für eine musikalischen Reise vom Allerfeinsten! Und das für den guten Zweck:

Der Elternbeirat des Wasserburger Gymnasiums richtete dieses Konzert als ein Benefiz-Konzert zur Unterstützung der Schule aus!
Es ist den Eltern seit Jahren ein großes Anliegen die Schultaschen der Kinder zu „erleichtern“. Da auf Grund des neuen Lehrplans schrittweise alle Jahrgangsstufen mit neuen Schulbüchern ausgestattet werden, ergibt sich für das nächste Schuljahr 2019/2020 die Ausgabe in der 7. Jahrgangsstufe. Für diese Zusatzausstattung mit einem „zweiten Büchersatz“ für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch wird der Elternbeirat nun das Ergebnis des Abends verwenden, damit dann die gesamten Unterstufen-Jahrgänge diese Unterstützung erfahren.

Georg Kierner, der Leiter der Volksbank-Raiffeisenbank Hauptgeschäftsstelle Wasserburg (links), überreichte im Rahmen des Konzerts gerne eine Spende in der stolzen Höhe von 1500 Euro – für diesen guten Zweck – an Stephan Hain (Mitte) und Sebastian Weger vom Elternbeirat des Gymnasiums.

Didi Lowka: Ein Bass ist ein Bass ist ein Percussion-Instrument. Sonderapplaus für den Quadro Nuevo-Musiker in Wasserburg.

Geradezu magisch ist auch in Wasserburg die Begegnung der beiden Gitarristen Jan Pascal und Alexander Kilian alias Café del Mundo mit Mulo Francel, dem das Magazin
Kulturnews den „derzeit sinnlichsten Saxophonsound Europas“ zuschreibt.

Mit seinem Partner Didi Lowka am Kontrabass gründete er mit Quadro Nuevo die derzeit wohl erfolgreichste Weltmusik-Formation.
Quadro Nuevo erhielt zweimal den ECHO.

Flamenco,
die Musik des flirrenden Südens. Sie lebt ungebrochen seit vielen tausend
Jahren, nostalgisch und zugleich immer aktuell und zeitlos, voller Anmut,
Leidenschaft und Kraft.
Im Herzen dieser Musik begegnen einander Europa, Afrika und der Orient.
Entstanden ist eine inspirierte Musik voller Begegnung:

Eine berührende und
lebensfrohe Entdeckungsreise voller spielerischer Brillanz verzauberte im Gymnasium Wasserburg.

Café del Mundo, zwei preisgekrönte Ausnahmemusiker, die ihre Passion leben – die Flamenco-Gitarre! Nach ihrer Station in Wasserburg sind sie jetzt in England auf Tour. Mit ihrer Europa-Botschaft der ganz besonderen Art!

Die beiden Gitarrenvirtuosen Jan Pascal und Alexander Kilian sind gegensätzlich wie Wasser und Feuer – und ergänzen sich dadurch zu einem Gitarrenduo auf Weltniveau. Ihr gemeinsamer Live-Auftritt ist der mitreißende Dialog zweier begnadeter Instrumentalkünstler, die sich gegenseitig bald umschmeicheln, bald herausfordern und einander ihr Bestes entlocken – intensiv, explosiv, magisch. In Wasserburg ganz wunderbar spürbar mit dem Titel La Vida …

Die Gitarrenkunst von „Café del Mundo“ entführt in die mystische Welt des Flamenco, der viel mehr ist als virtuose Unterhaltung – es geht um alles, was uns Menschen bewegt, um Liebe, Sehnsucht, Tod und Lebensfreude, um Himmel und Erde.

Diese urwüchsige Musik entfaltet unwiderstehliche Kraft, sie schlägt in den Bann, macht reich, weckt auf und berührt. Das Publikum in der Aula des Gymnasaiums war sichtlich berührt …

Wir beiden Musiker gehen den Weg der Reduktion. Ich finde, heute wird viel zu empört über Extreme diskutiert – statt über Mäßigung, Bescheidenheit und seelische Zufriedenheit zu reden … (Jan Pascal)

Jan Pascal (43 Jahre alt) entstammt einer Musikerfamilie. Seine erste Gitarre erhält er von seinem Großvater in Spanien, den ersten Unterricht von einem Onkel. Er wächst bei seiner schlesischen Großmutter Edeltraud Bonk (Sopranistin und Kirchenmusikerin) auf. Später besucht er das Musikinternat Münsterschwarzach, wo er Klavierunterricht bei Pater Domenikus Trautner hat. Nach Unterricht in Gesang bei John Porter und klassischer Gitarre bei Bernhard Weber in Heidelberg gründet er 1996 sein eigenes Tonstudio. Seine Flamenco-Gitarrenkennnisse erhält er bei Rafael Cortes und Mariano Martín.

Pascal möchte fortan sich anstecken lassen von den seelischen Urkräften: „Die Kunst. Die Kunst zu lieben. Die Liebe zur Kunst. In ihr regulieren wir unser Miteinander. Ein Ton klingt so simpel und vermag doch das komplette Vermächtnis einer Nation zu chiffrieren.”

 

Und Alexander Kilian, Jahrgang 1987, ein gitarristisches Wunderkind.

Seine multikulturelle, musikalische Ausbildung erhält er bei Zaza Miminoshvili. Im Alter von 15 Jahren gewinnt er seinen ersten internationalen Wettbewerb mit dem Stück „Guajiras de Lucia“ von Paco de Lucia. Es folgen zahlreiche Meisterkurse und Konzerteinladungen nach Israel, Russland, Georgien, Spanien und Italien. 2011 erhält er das künstlerische Diplom im Fach Jazz-Gitarre.

2007 lernten sich Beide bei einem Flamenco-Gitarrenworkshop kennen. Der Funke sprang sofort über. Sie komponieren seitdem gemeinsame Alben – und schenken dem Publikum Abende wie diesen …

 

 

 

 

 

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