Danke, nein: Polizei lehnt Blumen-Gruß ab

Lkw-Kontrollen an der B304: Von Tulpen aus Amsterdam bis zur fehlenden Bremse

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Am gestrigen Donnerstag führten Beamte der Nachbar-Polizei-Dienststellen aus Trostberg und Wasserburg an der B304 bei Kirchensur eine gemeinsame Lkw-Kontrolle durch. Der Parkplatz war hierfür zuvor gesperrt worden, um entsprechend Platz für die Brummis zu haben. Erneut habe sich gezeigt, dass wenige „schwarze Schafe“ solche Kontrollen leider notwendig machen.

Neben Geschwindigkeits-Überschreitungen fiel ein holländisches Fahrerteam auf, das die geforderten Lenkpausen und Schlafenszeiten mit einer gewissen „Eigeninterpretation“ eingebracht hatte.

Ein paar Belehrungen und jeweils einer Anzeige später konnten die beiden Blumen-Händler ihre Fahrt fortsetzen. Symbolisch für die dennoch freundliche Kontrolle überreichten sie ein paar Blumensträuße, die aber dankend abgelehnt werden mussten, wenngleich die Geste sehr wohl ankam.

Ein weiteres Highlight war ein rumänischer Sattelzug, der 24 Tonnen Papierrollen transportierte. Schon beim ersten Anblick wirkte das Gespann alt und verbraucht. Wie schlimm es tatsächlich war, zeigte sich bei der anschließenden Kontrolle:

Eine Bremsscheibe des Aufliegers wies auffällige Rostanhaftungen auf, die Gegenseite war aber blitzeblank! Der Grund fand sich dann rücklings auf dem Rollbrett unter dem Auflieger: Die Bremse war wohl vor geraumer Zeit fest geworden und der Bremsschlauch undicht gewesen. Kurzerhand war der Bremsschlauch mittels Kabelbindern abgeklemmt und hochgebunden worden.

Völlig „schmerzfrei“ war der Fahrer also mit einer Bremse weniger unterwegs gewesen. Zudem drohte der Stahlrahmen, der der Aufnahme von Reservereifen diente, abzufallen, da die Befestigungsschrauben nahezu weggerostet waren. Der Sattelzug wurde sichergestellt und für ein technisches Gutachten in eine Lkw-Werkstatt gezogen. Dort wurde von einem Sachverständigen noch festgestellt, dass der Ladeboden bereits stark deformiert war und getauscht werden muss.

Die Weiterfahrt wurde bis zur Behebung untersagt und wird erst nach einer sehr genauen Nachkontrolle durch einen Sachverständigen wieder gestattet. Auf den Fahrer kommt ein sattes Bußgeld zu. Eine Kaution von über 800 Euro vermochte die Spedition schließlich beizubringen.

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