„Danke für Ihren Einsatz!”

Seit Jahren ehrenamtlich engagierte BRK-Mitglieder vom Landkreis ausgezeichnet

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Seit vielen Jahren engagieren sie sich ehrenamtlich beim BRK. Jetzt wurden sie dafür vom Landkreis auf Schloss Hartmannsberg eigens besonders ausgezeichnet – im Auftrag des Bayerischen Innenministers Joachim Hermann! Die Geehrten für 40 Jahre Dienst sind Johann Aringer aus Wasserburg, Michael Hecht aus Unterreit und Günter Schiffner aus Bernau. Die Ehrung für 25 Jahre erhielten Wolfgang Braun aus Pfaffing, Andreas Bodler, Christian Kühner und Stefan Thöla, alle aus Prien, Christian Knoblich aus Kiefersfelden, Manfred Kogler aus Feldkirchen-Westerham, Andreas Kunert aus Bad Aibling und Cleofa Tomasek aus Bad Endorf.

„Der Landkreis will ihre ehrenamtliche Arbeit wertschätzen, denn ehrenamtliches Engagement ist nichts Selbstverständliches“, sagte Josef Huber, der stellvertretende Landrat. „Eine Gemeinschaft entsteht, wenn sich ihre Mitglieder dafür entscheiden, auf andere zuzugehen, anderen zu helfen und Verantwortung zu übernehmen.

Huber beklagte, dass die Solidarität in unserer Gesellschaft leider nicht mehr so ausgeprägt sei. Die Geehrten lobte Huber daher als Vorbild, „auch, weil heute viele meinen, keine Nachbarn zu brauchen. Aber auch so mancher Ichbezogene merkt, wie gut es ist, einen Menschen an seiner Seite zu haben.“

Zuvor hatte Karl-Heinrich Zeuner, BRK-Kreisvorsitzender, ähnlich wie Huber auch, von Veränderungen in der Gesellschaft gesprochen: „Die Hilfsorganisationen erkennen einen negativen Trend.“

Zeuner schloss daraus, dass es neue Formen des Ehrenamtes brauche: „Bürger-Engagement ist kein Opfer, es ist die Ableitung von dem bürgerlichen Verständnis von Solidarität.“ Weiter meinte er, „engagierte Bürger dürfen nicht die Ausnahme sein.“ Der BRK-Kreisverbandsvorsitzende bedankte sich bei allen Geehrten für die geleisteten Ausbildungs- und Einsatzzeiten, die mit Verzicht auf Familien und Freizeit verbunden seien. Zeuner vergaß daher nicht, auch den Angehörigen zu danken, „die das alles mitgemacht haben.“

Zudem zweimal Verdienstmedaille des Verdienstordens der BRD verliehen

Erwin Haimerl aus Bruckmühl und Professor Dr. Dr. Eberhard Koenig aus Bad Feilnbach wurden mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Der stellvertretende Landrat Josef Huber nahm die Ehrung im Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Schloss Hartmannsberg vor.

Eine Auszeichnung erhielt Erwin Haimerl für seinen Einsatz für eine nicht alltägliche Sportgruppe. Sie wurde im Jahr 2001 beim SV-DJK Heufeld gegründet. Das Besondere daran ist, dass Rollstuhlfahrer, Menschen mit einer geistigen Behinderung, mit Amputationen oder mit Seh- oder Hörbehinderungen gemeinsam trainieren. Eine solche Sportgruppe gab es bis dahin nicht. Die Idee stammte von der Gemeindemitarbeiterin Gertraud Schneider. Erwin Haimerl war damals Vereinsvorsitzender und sofort begeistert davon. Zudem eignete er sich in vielen Kursen ein Wissen an, das ihn in die Lage versetzte, allen Sportlerinnen und Sportlern mit Behinderung gerecht zu werden und jeden nach seinen Bedürfnissen zu fördern. Bis heute ist Erwin Haimerl der Übungsleiter dieser Handicap-Sportlergruppe.

Professor Dr. Dr. Eberhard Koenig gehört zu den Begründern der modernen Neuro-Rehabilitation in Deutschland. Er half mit, die schwierigen Anfangsjahre der Schön Klinik in Bad Aibling zu meistern und entwickelte den Standort zu einem wesentlichen Zentrum der Forschung in der Neurorehabilitation mit. Daneben engagierte sich Koenig in der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation. Von 2004 bis 2013 war er deren 1. Vorsitzender, zuvor drei Jahre lang 2. Vorsitzender. In seinem Fachbereich verantwortete Professor Koenig wichtige Impulse. Dazu gehören die Verankerung der neurologischen Frührehabilitation im deutschen Fallpauschalen-System, die Entwicklung evidenzbasierter Leitlinien für Themengebiete der neurologischen Rehabilitation wie Armfunktion und Mobilität sowie die Anbahnung von Kooperationen zwischen Fachtherapeuten und der Pflege.

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