Damit die Altstadt nicht untergeht

Heute fand der Spatenstich fürs neue Schöpfwerk statt - 4,3 Millionen Euro an Kosten

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Ein 26 Meter hoher Bohrturm ragt in die Höhe, der Inndamm ist gesperrt und es sieht nach umfangreichen Bauarbeiten aus: Am Riedener Weg in Wasserburg herrscht auf Höhe des alten Burkhardt-Geländes seit heute ziemlicher Betrieb. Am Vormittag fanden sich an der neuen Baustelle Vertreter der Stadt und der beteiligten Firmen zum Ortstermin ein. Der Spatenstich für das neue Wasserburger Schöpfwerk stand auf dem Programm. Ein Bauwerk, das für den Hochwasserschutz der Altstadt elementar wichtig ist. 

Rund 50 Jahre ist das alte Schöpfwerk mittlerweile alt und damit etwas in die Jahre gekommen. „Noch verrichtet es prima seinen Dienst, sorgt dafür, dass die Altstadt bei Hochwasser und starkem Regen nicht absäuft”, wie Bürgermeister Michael Kölbl heute erklärte. Außerdem sei das Schöpfwerk für die Abwasserbeseitigung in Wasserburg und von Teilen der Gemeinden Edling und Eiselfing unverzichtbar. „Es pumpt das Abwasser zur Kläranlage in die Odelshamer Au.”

 

Beim Spatenstich (von links): Alexander Huber vom Bauamt der Stadt, die Vertreter der ausführenden Firme, Bürgermeister Michael Kölbl und Zweiter Bürgermeister Werner Gartner.

 

Schon vor Jahren hätten Untersuchungen gezeigt, dass das alte Schöpfwerk in heiklen Hochwasser-Situationen an seine Grenzen stoßen könnte, so der Bürgermeister. „Experten stellten fest, dass die technische Anlage unbedingt ertüchtigt werden muss.” Nach eingehender Planungsphase und entsprechenden Ausschreibungen könne man jetzt mit dem Bau eines neuen Schöpfwerkes direkt neben dem alten beginnen. „Nach der Fertigstellung hat unser Hochwasserschutz nicht mehr nur ein Herz, sondern so zu sagen ein Doppelherz.” Da man das alte Werk erhalte und es weiter voll seinen Dienst versehe, sei während der Bauphase die Sicherheit der Stadt zu keiner Zeit gefährdet.

Anton Mader, Diplomingenieur vom Büro Dippold & Gerold in Prien, er ist für das 4,3 Millionen teure Großprojekt verantwortlich, ging anschließend auf die technischen Details und die Bauplanung ein. „Das ist hier eine hoch komplexe Angelegenheit. Wir haben unsere Baugrube quasi direkt neben dem Inn.” Deshalb sei eine umfangreiche Absicherung nötig. „Wir müssen Löcher mit zehn bis 22 Metern Tiefe bohren und diese dann mit Beton ausfüllen. Die Verbauung soll verhindern, dass die Baustelle bei Hochwasser absäuft.” Mit den vorbereitenden Maßnahmen sei man voraussichtlich bis Februar fertig, dann könne man mit dem Rohbau beginnen. „Das neue Schöpfwerk soll dann spätestens im Herbst seinen Betrieb aufnehmen.”

 

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